…von der Liebe die man nicht kaufen kann.

dausend pogoNur wenige Orte vereinen die Gegenwart und Vergangenheit des Neunkircher Fußballs so extrem wie das Gelände des FC´s. Seit Jahren führt der Weg weg vom Stadion zum FC Sportfeld, im heutigen Falle noch nicht mal dorthin. Es wäre noch zu ertragen, würden nicht am Horizont wie Denkmäler die Flutlichtmasten des Ludwigparks erscheinen. Jenem Ort an dem Borussia vor 50 Jahren erstmals in die Bundesliga aufstieg.

die ausgebaute Seite des Nebenplatzes

die ausgebaute Seite des Nebenplatzes

Die fünftklassige Gegenwart hingegen hält einen Kunstrasennebenlatz bereit. Nichtsdestotrotz ist von sellemols auch heute noch etwas zu spüren, nämlich dann wenn nach Schlußpfiff die Traversen des Nebenplatzes noch immer reichlich gefüllt sind. Wenn man spürt warum ein Fünftligist immer noch mehr Zuschauer nach Saarbrücken bringt, als die Nachbarschaft aus der Regionalliga. Spätestens dann erfüllt sich das Klischee von der Liebe die man nicht kaufen kann.

Einer der zumindest seinem Torjubel nach, diese Liebe auch entdeckt hat ist Jens Kirchen. Der nach einer Minute zum Auftakt nach Maß einnetzte, allein der Schiedsrichterassistent wollte eine Abseitsstellung gesehen haben. Was folgte war eine erste Halbzeit die vorallem in den ersten 30 Minuten durch Nickligkeiten immer wieder am fehlenden Spielfluss litt. Dabei zeigten beide Mannschaften durchaus Interesse am Offensivfußball, wobei Borussia etwas mehr das Spiel machte.

die einst ausgebaute Seite

die einst ausgebaute Seite

Saarbrücken versuchte hingegen defensiv strukturiert zu stehen und dann durch blitzschnelle Konter zu Gelegenheiten zu kommen. Was vorallem zu Anfang recht gut klappte, doch mit fortlaufender Dauer stellte sich die Abwehr mehr und mehr darauf ein. So das vorallem ein Lattentreffer der Blau-Schwarzen die einzigst bemerkenswerte Chance in Hälfte eins war.

Die Halbzeitansprache von Daniel Paulus dauerte dann etwas länger, schien aber sehr fruchtbar gewesen zu sein. Denn auch diesmal gehörte die erste Chance den Schwarz-weissen. Jens Kirchen setzte mit einem satten Distanzschuß das erste Signal. Vier Minuten später setzte er sich dann über links durch, drang in den Strafraum ein und erzielte aus einem schon recht spitzen Winkel das verdiente 1:0. Saarbrücken brauchte etwas um sich vom Rückstand zu erholen, zumal Borussia keine Anzeichen machte jetzt einen Gang runterzuschalten.

so ruhig sieht man ihn selten

so ruhig sieht man ihn selten

Im Gegenteil weiterhin erspielte und erkämpfte man sich Möglichkeiten. Backmann dirigierte von hinten heraus lautstark seine Vordermannen und so kamen die Blau-Schwarzen lediglich durch Distanzschüsse oder Standards in die Nähe von Flauss´s Kasten. Doch wirklich die Siegerstrasse erreichte man durch Dausend´s 2:0, dass ähnlich dem 1:0 fiel. Das dem Saarbrücker Jungen der einst das Trikot der Hausherren trug, auch noch das 3:0 vorbehalten blieb, ist wohl eine dieser typischen Geschichten die der Fußball schreibt.

eine weiteres Stück Zaunfahnengeschichte...

eine weiteres Stück Zaunfahnengeschichte…

Borussia gewinnt alles in allem verdient und kann damit voller Selbstvertrauen in die englische Woche gehen. Die am Mittwochabend zu Hause gegen Wirges weitergeht, am Freitagabend die MV bereithält und am Samstag mit einem möglichen Spitzenspiel, erneut in Saarbrücken endet. Dann auf dem Kieselhumes, was ein weiterer ruhmreicher Ort in der Historie des VfB´s darstellt. Doch diese Geschichte gibts beim nächsten Mal…

P.S. Mein Dank geht wieder an Oldforest.de für seine ausgezeichneten Fotos

 

 

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