Das alte Leid im Ellenfeld…

14_09_20 Borussia Neunkirchen - Arminia Ludwigshafen (2)

Unser Ellenfeldstadion

Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie quält mich seit Samstag das Gefühl, dass ich jede Saison ziemlich genau das gleiche zu sehen bekomme. Wir spielen gut, wir spielen uns oben dran, wir verlieren das Topspiel und plötzlich wissen wir nicht mehr, wie man Fußball spielt. Für mich hat der Samstag eine Menge Fragen aufgeworfen, die man wohl nie beantwortet bekommt, insofern sie überhaupt jemand beantworten kann.

Ritaul seit dem ersten Heimspiel der Saison

Ritual seit dem ersten Heimspiel der Saison

Doch kommen wir erstmal zum Spiel. Borussia begrüßte als Gast die Arminia aus Ludwigshafen. Ein unbequemer Gegner den man nach den ersten neun Spielen auch schlecht einschätzen konnte. 3 Siege, 2 Unentschieden, 4 Niederlagen bei einer Torbilanz von 18:17 standen bis Samstag auf dem Konto der Arminia. Unsere Borussia hatte zu dem den Verletzungsausfall von Haliti, sowie den Ausfall des rotgesperrten Mbote zu beklagen. Das warf beio der Aufstellung ganz klar ein Problem in der Abwehr auf. Mit solch einem Pech hat man bei der Kaderplanung sicher nicht gerechnet. So liefen die Schwarz-Weißen dann wie folgt auf: Flauss – Cullmann, Steis, Backmann, Kizmaz – Iashvilli – Schmitt, Kadrija, Jorrin – Dausend, Haas.

Ich denke, dass war die beste aller Lösungen, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob Steis zu 100% spielbereit war, teilweise sah es zumindest nicht so aus.
Schon nach 10 Minuten waren aber die meisten der 400 Zuschauer geschockt. Es spielte von Beginn an nur eine Mannschaft, das Gästeteam. So hat sich das wohl niemand vorgestellt, aber irgendwie funktionierte gar nichts. Das Aufbauspiel wurde sehr früh von den Ludwigshafenern unterbunden, viele einfache Ballverluste und die Abwehr stand alles andere als sicher. Dies änderte sich auch nicht und so fiel in der 32. Minute das längst überfällige 0:1.

Block 5 vor dem Spiel

Block 5 vor dem Spiel

In der Halbzeit wurde gerätselt, was da auf dem Platz eigentlich gerade abging. Borussia war kein bisschen Borussia, so wie man sie die letzten Wochen erlebte. Keine Ahnung ob das Hauensteinspiel noch in den Knochen der Spieler verweilt, ob sie den Gegner einfach unterschätzt haben oder ob irgendein anderes Problem ausschlaggebend war. Jedenfalls kann man diese Halbzeit gerne aus dem Gedächtnis streichen, denn sowas schlechtes habe ich im Ellenfeld lange nicht gesehen.

Nach der Pause sah man dann so ziemlich das gleiche Bild und wir kassierten den frühen 0:2 Treffer in der 53. Minute. Und danach ging es dann los. Plötzlich war Neunkirchen wieder da. Plötzlich spielten sie wieder Fußball, wie sie es die letzten Spiele gezeigt haben. Vom Anstoß weg ging man viel engagierter in die Zweikämpfe, fightete um den Ball und kombinierte sich vors gegnerische Tor. Immer wieder gab es dicke Chancen, die nicht verwertet wurden. In der 70. Minute dann der Doppelwechsel: Iashvilli ging angeschlagen (nach einem harten Aufprall nach einem Zweikampf in der Luft) und Becker kam. Zusätzlich kam der immer kämpferische Weston für den unauffälligen Jorrin, der schon in der ersten Hälfte mit Schmitt die Seiten tauschte, was aber leider wirkungslos blieb für beide. 4 Minuten später dann der Anschlusstreffer durch Backmann, nach einem Freistoß. Und der VfB lag nochmal einen Zahn zu. 16 Minuten Dauerfeuer, eine Chance nach der anderen, aber immer war entweder das Aluminium, oder Klug, der Torwart der Arminen im Weg. In der 90. Minute fing man sich dann noch das 1:3 durch einen Konter.

Irgendwie war es zum Haare raufen, hatte man doch so viele Chancen in der Schlussviertelstunde. Doch wenn ich objektiv bin, wäre es nicht verdient gewesen, nicht nach diesen schlechten 55 Minuten, die die Mannschaft da gezeigt hat. Und so bleibt nur eine Niederlage und die eine Frage: Was war in der ersten Halbzeit mit der Mannschaft los???

Am Sonntag geht es dann nach Pfeddersheim, Anstoß ist um 15:00 Uhr.

PS: Danke geht erneut an Carsten Hör, der wieder mal super Bilder für den Bericht stellt.

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