Wenn der Fußball ruft …

TrffDer Wecker klingelt. Es ist Samstag Morgen 10:00 Uhr. Du öffnest deine Augen und denkst übermüdet an die stressige Arbeitswoche, die zurück liegt. Mal wieder musstest du Überstunden fahren, hast viel zu wenig geschlafen und kaum Freizeit gehabt. Doch auf dem Weg in die Küche schiebst du die Gedanken weit zurück in deinem Kopf. Du machst dir eine Tasse Kaffee, steckst dir eine Zigarette an, setzt dich an den Küchentisch ….. und beginnst zu lächeln.

Denn es ist Samstag. Heute Mittag spielt dein Verein auswärts in diesem Dorf, zum gefühlten 20. Mal und doch kannst du dir den Namen des Dorfes einfach nicht merken. Aber es ist dir auch nicht so wichtig, denn es zählt nur, dass dein Verein dort spielt. Die Fakten zum Spiel selbst kennst du: Dein Team ist Zehnter in der 5. Liga, es hat nichts mit dem Aufstieg und genauso wenig mit dem Abstieg zu tun, egal wie das Ergebnis heute Mittag lautet.

Auf der Arbeit wirst du von den Kollegen nur müde belächelt, du bist der Verrückte, der wohl am Wochenende nichts Besseres zu tun hat. Sie verstehen dich nicht, wenn du ihnen versuchst zu erklären, was der Fußball für dich ist. Doch du stehst da auch drüber, gibst nichts mehr auf die ewigen Sticheleien.

Du springst unter die Dusche und ziehst dich an. Die Jeans, der Hoodie, die Basecap und den Schal. Alles wie immer. Du trägst jede Woche das Selbe, weil du daran glaubst, es bringt Glück. Und hey, deine Mannschaft hat die letzten zwei Spiele nicht verloren, das muss sicher damit zusammen hängen. Eigentlich weißt du, dass dieser Gedanke einfach Schwachsinn ist und dennoch kannst du dieses Ritual nicht aufgeben.
Auf dem Weg zur Tür plünderst du noch schnell dein Erspartes, weil deine Bank eher gerne mal wieder Geld von dir sehen möchte, als dir noch weiter Welches zu geben. Und dann verlässt du das Haus in Richtung Supermarkt um die Ecke. Du kaufst dir vier Dosen Bier und gehst weiter zum Treffpunkt.

Da warten sie auch schon, deine Freunde, die du eine ganze Woche nicht gesehen hast. Von weiter weg hörst du schon, wie sie sich noch über das Heimspiel letzte Woche unterhalten. Als sie dich sehen beginnt schon das Gelächter und die Witze darüber, was du wohl so getrieben hast, weil du 15 Minuten zu spät zum Treffpunkt kommst. Mal wieder. Eigentlich wie jeden Samstag. Doch das bist du ja schon gewohnt und wahrscheinlich würde es dir auch fehlen, wenn sie es nicht tun würden.
Angekommen bei den Jungs stößt du erst Mal mit ihnen an, auf das bevorstehende Spiel. Auch wenn du es ihnen niemals sagst, du bist immer froh bei ihnen zu sein, du fühlst dich bei diesen Jungs zu Hause und sie sind für dich wie deine Familie.

Nach zwei Bier geht es dann los, ihr teilt euch auf die Autos auf und fährt die 130km in das Dorf, wo mittlerweile wenigstens einer den Namen kennt, der mit dem Navi, der immer vor fährt. 200 Zuschauer verfolgen das 5. Ligaspiel zwischen dem Zehnten und dem Dreizehnten. Deine Mannschaft verliert 0:2 und das auch noch verdient. Keine Ahnung was momentan im Team nicht stimmt, oder woran es liegt, dass die Mannschaft so schlecht spielt. Du wirst es auch nicht herausfinden können und doch denkst du die ganze Rückfahrt lang darüber nach. Der Gedanke lässt dich nicht los, du musst den Grund für die Niederlage kennen, vorher kommst du nicht zur Ruhe.
Auf der Rückfahrt ist es still im Auto, es gibt ja nichts zu feiern. Wenn ihr redet, dann nur über diesen Verteidiger, der das 0:1 verschuldet hat.

Am Treffpunkt angekommen verabschiedest du dich von den Jungs und trittst den Heimweg an. Du bist wütend wegen der Niederlage und weißt nicht wie es weiter gehen soll. Ein weiteres Jahr 5. Liga, wieder in diese Dörfer, deren Namen du dir nicht merken kannst, wieder ein Zuschauerschnitt von 200 Mann. Und du entschließt dich zum 7. Mal dazu nicht mehr hinzugehen und dem Fußball den Rücken zu kehren. Denn die Arbeitskollegen haben Recht, es gibt so viel, was man besseres tun kann an einem Samstag Nachmittag.
Zu Hause angekommen um 18:30 Uhr legst du deinen Schal und deine Basecap auf den Tisch, wirfst dich auf dein Bett, schaust das Trikot an, das seit Jahren an deiner Wand hängt und lächelst. Denn du weißt, dass du deinem Verein morgen wieder verzeihst und nächste Woche im Stadion stehst ……….

Dementi oder Bestätigung, das ist hier die (Trainer)Frage…

überm Ellenfeld lacht die Sonne

überm Ellenfeld lacht die Sonne

Es ist Winterpause. Neben der Sommerpause die schlimmste Zeit im Jahr für jeden Fußballfan. Der Samstag ist langweilig, kein Gang zum Stadion, kein Fußball, keine Diskussionen zum Spiel. Aber wer jetzt denkt, dass Winterpause 3 Monate Ruhe bedeutet, der hat sich natürlich geirrt, zumindest bei Borussia Neunkirchen.

Wer heute Morgen die Saarbrücker Zeitung aufschlug, der las einen doch sehr interessanten Artikel von Borussia. Die Schlagzeile: „Paulus soll bleiben, Neunkirchen verhandelt trotzdem mit Rubeck“. Jetzt wird sich sicher der Ein oder Andere denken, Moment, hatten wir das nicht erst vor ein paar Wochen? Richtig! Vor ein paar Wochen wurde über eine Facebookseite das Gerücht verbreitet, dass Peter Rubeck und Heiner Semar zur nächsten Saison bei Borussia ihre jeweiligen Ämter als Trainer und Sponsor übernehmen sollen. (Dieses Gerücht hält sich übrigens schon seit gut 2-3 Monaten in Kreisen der Neunkircher). Auf telefonische Anfrage bekam man allerdings ein ganz klares Dementi von Ex-Sportkoordinator Simonetta (gestern zurückgetreten). Damit war das Thema vorerst vom Tisch…..eigentlich. Weiterlesen

Der Verein enttäuscht…

absageHeute kam die Nachricht auf der offiziellen Homepage des Vereins, dass die für morgen angesetzte Mitgliederversammlung abgesagt ist. Grund hierfür ist, dass der 1. Vorsitzende beruflich nicht in Neunkirchen sein kann um die MV zu leiten. Soweit so gut, doch es gibt einfach ein paar Dinge die daran stören.

Punkt 1: Es ist das dritte Jahr in Folge, dass der Verein gegen die Satzung verstößt. Dort heißt es in §8 erster Punkt:
„Der Vorstand beruft die Jahreshauptversammlung spätestens zum 30. September eines jeden Jahres […] Sind zwingende Gründe gegeben, so kann dieser Termin vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis spätestens zum 31. Oktober hinausgeschoben werden.“
Nun, morgen ist der 31. Oktober und somit wird sie nach zwei Jahren ganz ohne MV dieses Jahr zumindest nicht rechtzeitig stattfinden. Zwar heißt es laut Homepage, dass ein schneller Termin gesucht wird, aber da muss man ja auch bedenken, dass auch der 1. Vorsitzende noch Weihnachtsgechnke kaufen muss etc.

Punkt 2: Laut unserer Vereinssatzung ist es erlaubt, dass ein anderes Vorstandsmitglied die MV leiten darf, wenn der 1. Vorsitzende verhindert ist. Aber darauf möchte der Verein nicht zurück greifen und um keine Fragen in diese Richtung zu zulassen heißt es, dass man bei der MV ja schließlich einen kompletten Vorstand vorstellen möchte. Diese Entschuldigung kann ich leider nur bedingt annehmen, der 1. Vorsitzende ist ja nicht neu, wir kennen Herrn Ferraro ja alle schon ein paar Jahre, also braucht man ihn nicht mehr vorstellen. Ebenso dürfen wir Mitglieder ja eh nicht den Vorstand wählen, dass macht ja der AR für uns, also kann es uns ja relativ egal sein, wer da drin ist, weil wir mundtot gemacht werden.

Punkt 3: Der Zeitpunkt der Absage stört mich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass erst seit heute Morgen bekannt ist, dass der 1. Vorsitzende beruflich unterwegs ist und morgen nicht hier sein kann. Ich frage mich, warum man die Mitglieder nicht früher informieren kann. Irgendwie hab ich das Gefühl, man will unangenehme Fragen und Diskussionen erst gar nicht aufkommen lassen.

Punkt 4: Die Absage wurde bisher lediglich auf der offiziellen Homepage bekannt gegeben. Angenommen mir wäre heute Morgen nicht zufällig Bescheid gegeben worden, ich würde morgen Abend um 19:00 Uhr am Ellenfeld stehen. Nicht jedes Mitglied ist täglich auf der HP unterwegs. Und ohnehin ist doch die Facebook-Präsenz unseres Vereins sehr groß, jeder Artikel ist binnen 2 Minuten auf allen Seiten, warum gelingt das heute nicht? Auch hier vermute ich, dass man einfach Fragen aus dem Weg gehen will. Sollte morgen Abend jemand am Ellenfeld sein und am nächsten Tag fragen heißt es, dass es ja auf der HP bekannt gegeben wurde.

Punkt 5: Ich bin etwas skeptisch, ob das auch der wirkliche Grund für die Absage ist. Das ist jetzt nur meine eigene Meinung, aber vielleicht will man sich auch einfach nicht blamieren, weil man nur einen 3-Mann Vorstand präsentieren kann. Dieser wäre zwar handlungsfähig, allerdings würde das ein sehr schlechtes Bild auf den 1. Vorsitzenden, sowie allen Mitwirkenden im Verein werfen.

Alles in Allem nervt diese Absage einfach total. Ich würde nichts dagegen sagen, wenn das ganze zum ersten Mal wäre und nicht diese Gedanken geweckt werden würde, man wollte Fragen und Diskussionen darüber vermeiden. Was dieser Verein sich heute abhielt ist jedenfalls mehr als unseriös und man sollte sich langsam wirklich Gedanken machen, ob wir hier den richtigen Weg gehen oder komplett in die falsche Richtung steuern. Darüber sollte sich jedes Mitglied und jeder, der diesen Verein in irgendeiner Weise unterstützt Gedanken machen. Und sollte man der Meinung sein, dass es der falsche Weg ist, dann wird es jetzt Zeit den Mund auf zu machen!!!!

Ratlosigkeit…

IMG_3146Ok, ich muss ehrlich zu geben, ich kämpfe im Kopf seit Tagen mit diesem Bericht… Ich finde, die Überschrift passt sehr gut momentan.
Samstag ging es nach Mainz, zu Schott Mainz. Als Tabellenelfter, relativ langweilig, weil nichts nach oben geht, unten die aber auch nicht wirklich gefährlich sind. Jetzt fragt sich sicher der ein oder andere, warum man sich für solch eine Partie ins Auto setzt und 130km hin und später wieder zurück fährt. Tja, die Antwort darauf ist wohl, dass das das Leben eines Borussenfans ist. Und man samstags auch sonst nichts zu tun hat…..
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Nach gefühlten 25 Baustellen (oder mehr) in Mainz angekommen erwartete uns eine riesige Sportanlage. Das einzige Wissen, dass wir über Schott Mainz vor dem Spiel getankt haben war, dass es der größte Breitensportverein Deutschlands ist. Aber so groß hätte ich dann doch nicht gedacht. Fußball ist dort nur eine Sportart von vielen. Hockeyplatz, Tennisplatz, Multifunktionsplatz, große Halle, alles ist dort auf einem Fleck. Und nicht zu vergessen der Fußballplatz, zu dem wir, nach erfolgreicher Parkplatzsuche, dann gelaufen sind. Überraschenderweise gab es keine Kassen, man konnte einfach so rein. Nach Anpfiff stellte sich dann raus, dass bei Schott Mainz wegen der geringen Zuschauerzahl ein 3-Mann-Team mit Kasse einmal rund läuft und abkassiert.

IMG_3148Nun, zum Spiel folgendes: Paulus trat in Mainz mit größtenteils der Pokalelf an: Flauss – Steis, Becker, Backmann, Kizmaz – Haliti, Cullmann – Jorrin, Iashvilli, Kadrija – Haas. Durch den Ausfall von Dausend grief er also wieder auf das 4-2-3-1 zurück. Die Abwehr gefiel ihm beim Pokalspiel wohl gut, weshalb er sie nicht änderte und Cullmann vor der Abwehr blieb. Dieser hatte IMG_3151am Samstag viel mehr Offensivakzente, die wirklich sehr gut aussahen. Generell muss man sagen, dass wir das Spiel in den ersten 20 Minuten hätten entscheiden können. Viele, sehr viele gute Spielzüge brachten uns einige Chancen, die nicht genutzt werden konnten. Die Gastgeber wirkten etwas überrascht, dass die Borussia so gut ins Spiel kam und benötigte Zeit sich zu sortieren. Hätten  wir in der Zeit das Tor geschossen, hätte das Spiel anders ausgehen können. Aber wie heißt es so schön, hätte der Hund nicht geschissen …..
Und so passierte dann, was passieren musste. In Halbzeit zwei war der Akku der Spieler leer, was zum Teil sicher auch dem nicht ganz lockeren Pokalspiel unter der Woche geschuldet ist, was aber „keine Entschuldigung sein sollte“ (Zitat eines Spielers nach dem Spiel). Schott Mainz kam ins Spiel rein und begann ihr Spiel zu spielen und konnte letztendlich nach vielen guten Szenen in der 70. Minute das 1:0 nach Freistoß erzielen. Zu bemängeln ist sicher, dass in unserem Team einfach große Spieler fehlen, beim Gastgeber war die komplette Abwehr größer, als 9 unserer Feldspieler. Das man da ein Kopfballtor fängt ist dann kein Wunder mehr.
Das 2:0 dann 13 Minuten später, als es aussah, als wäre unsere Abwehr schon zum duschen gegangen. Zwei Mainzer gaaaaaanz allein im Strafraum, Flanke, Tor. Auch der Anschlusstreffer von Backmann half dann nichts mehr.

Ein geschlagener Trainer...

Ein geschlagener Trainer…

So fuhren wir dann nach Gesprächen mit zwei Spielern wieder einmal mit nichts in den Händen nach Hause. die fünfte Niederlage in Folge nach einem super Start. Keiner weiß so genau, woran es liegt, dass nichts mehr geht. Stimmen gegen den Trainer werden lauter, welchen ich mich nicht anschließe! Und alles was bleibt ist die Hoffnung auf bessere Tage und die Erkenntnis: Ratlosigkeit ….

Der vergangene Pokalabend…

IMG_3080Leider bin ich zeitlich noch nicht zu dem Bericht gekommen, trotzdem kommt jetzt noch ein kurzer Artikel zum Pokalspiel vergangenen Mittwoch in Bildstock gegen die DJK.

Nun, erwartet wurde eigentlich ein schweres Spiel, Bildstock ist was anderes als Rockershausen und Heckendalheim. Eine gute, junge Mannschaft, die mit Sicherheit gerne die große Borussia rausgeworfen hätte. Im Gegensatz zu vielleicht manch anderem Trainer wusste das aber auch Paulus und ließ deshalb schon bei der Aufstellung nicht viel anbrennen: Flauss – Steis, Becker, Backmann, Kizmaz – Cullmann – Weston, Iashvilli, Kadrija – Dausend, Haas.

Der Mond schien für Borussia

Der Mond schien für Borussia

Damit spielte bis auf Weston eine Mannschaft, die größtenteils diese Saison in der Anfangself stand oder fast in jedem Spiel zum Einsatz kam. Manche werden sich jetzt sicher fragen, wo denn Schmitt abgeblieben ist, dazu aber später im Bericht mehr.
Die Idee von Paulus, Steis und Becker in die Abwehr zu ziehen und Culle vor der Abwehr agieren zu lassen ergab sich als eine Gute.

Die Neunkircher dominierten das Spiel von vorne weg, nach 15 Minuten traf Haas schon zum 1:0. Auch der Ausgleich der Bildstocker durch einen abgefälschten Fallrückzieher konnte nicht zu einer Überraschung führen, die Borussia spielte ganz ruhig ihr Spiel weiter und so traf Dausend 12 Minuten später durch einen schönen Freistoß aus 16 Meter zum 1:2 aus Sicht des Gastgebers. So ging es dann auch in die Pause, kein besonders aufregendes Spiel, der Favorit ist am Ball, die Bildstocker versuchen irgendwie Chancen zu bekommen.
Auch die zweite Hälfte sollte dann nicht zu einer Wende führen, anders, als in den Jahren zuvor, nahmen die Schwarz-Weißen den Gegner in jeder Minute ernst, was Ihnen am Ende auch noch das 1:3 durch Dausend bringen sollte.

Flutlichtspiel

Flutlichtspiel

Großes Lob an den Trainer, der nicht geschont hat, sondern unbedingt weiter kommen wollte und auch an das Team, dass den Gegner nicht unterschätzt hat und so relativ locker ins Achtelfinale einziehen konnte.

Pünktlich mit dem Schlusspfiff in Bildstock erfuhren die Gästezuschauer dann, dass es im zeitgleichen Pokalspiel der Damen, im Nachbarort gegen die DJK Elversberg, 0:0 ausging und dementsprechend eine Verlängerung statt fand, wo dann 6 Mann noch schnell mit dem Auto hingefahren sind. Bei Ankunft stand es dort schon 1:0 für die Damen der Borussia, kurz nach dem Eintreffen fiel dann das 2:0. Auch der 2:1 Anschlusstreffer brachte den Elversbergern nichts mehr und so zogen auch die Damen in ihre 2. Saarlandpokalrunde.

Damenpokalspiel

Damenpokalspiel

Diese findet am Sonntag, 19.10.2014 um 15:00 Uhr zu Hause auf dem Kunstrasen neben dem Ellenfeld statt. Der Gegner heißt 1.FFG Homburg, Landesligist und somit klarer Favorit. Abzuschreiben ist die Damenmannschaft unserer Borussia aber mit Sicherheit noch nicht.

Somit war es ein super erfolgreicher Pokalabend für uns, 120 Minuten Fußball gesehen, zwei Grounds gemacht und zwei Siege mit in die Heimatstadt genommen.

Zu Schmitt: Markus Schmitt wurde nach nur 4 Spielen im Borussentrikot suspendiert. Hören-Sagen zu Folge soll es wohl diverse Auseinandersetzungen zwischen ihm und dem Trainer gegeben haben.

Sonntags gibt’s Rotwein und Käse

P1040954Irgendwie ist der letzte Tag der Woche nicht für Fußball gedacht. Aufgrund der Tatsache, dass man, insofern man überhaupt weg geht, dies am Samstagabend macht, ist man sonntags eher im Eimer und wünscht sich Schlaf. Natürlich geht das nicht, wenn der Verein ruft und ein Auswärtsspiel ansteht. Also war aufstehen angesagt, schließlich mussten wir ja noch knapp 100 Kilometer zum Spiel in Pfeddersheim fahren. Dies war übrigens meine erste Auswärtsfahrt, die ich mit eigenen PKW gemacht habe, vorher war ich immer nur Mitfahrer.

Was als erstes sehr erschreckend war, war die Tatsache, dass es nur grobe Wurst gab, nicht mal normale Wurst als Alternative. Im Sportheim hörte man dann, wie die nette Frau die Herren fragte, ob sie Rotwein und Käse wollen, was mich auch etwas verwirrte, immerhin waren wir doch beim Fußball und nicht beim feinen Dinner. Naja, andere Länder, andere Sitten. das Verletzungspech will dieses Jahr auch mal wieder P1040946kein Ende nehmen, Trainer Paulus musste nun auch noch auf den Stürmer Dausend verzichten. Mbote durfte nach seiner Sperre wieder ran, was dann folgende Aufstellung ergab: Flauss – Cullmann, Mbote, Backmann, Kizmaz – Steis, Iashvilli – Schmitt, Kadrija, Simonetta – Haas. Wenn ich mich recht erinnere, dann ist das das erste Mal, dass wir ein 4-2-3-1 und kein 4-1-3-2 spielten, wir haben ja aber auch keinen Stürmerersatz für Dausend.

Die erste Szene des Spiels ließ dann auch gar nicht lange auf sich warten, in der 8. Minute pfiff der Schiri Elfmeter für Pfeddersheim und zog rot gegen Backmann. Aber moment, unkommentiert kann man diese Szene nicht lassen. Über den Elfmeter will ich nicht lange reden, man kann ihn durchaus geben, muss aber nicht unbedingt. Die rote Karte für Backmann hingegen ist mit Abstand die lächerlichste Entscheidung in der letzten Zeit. Nein, er flog nicht für das Foul vom Platz, das beging nämlich Cullmann. Backmann ging vom Platz, weil er zu Cullmann sagte, dass er im 16er nicht so dumm hingehen darf, der Schiri Kreutz (jener Schiri, der uns gegen Wirges zu Hause schon verpfiffen hat) verstand, dass Backmann „du bist dumm“ zu ihm sagte. Ich weiß echt nicht, ob ich über diese Sache lachen oder weinen soll, es ist einfach eine Frechheit, dass man einen Schiri, der scheinbar Hörschwierigkeiten hat, in der Oberliga pfeifen lässt. Nach langen Diskussionen ging Backmann dann vom Feld, ebenfalls wurde Paulus hinter die Absperrung geschickt, nach dem er auch in den Strafraum gelaufen war. Der Elfmeter war drin, 0:1 aus Borussensicht.

Neue Trainerbank

Neue Trainerbank

Nach 12 Minuten dann der taktische Wechsel: Steis ging in die Abwehr, Becker kam für Simonetta ins Spiel. Brachte aber nichts, beide Teams ohne Ideen, ohne Zug zum Tor. Neunkirchen war mit Sicherheit gleichwertig, auch mit einem Mann weniger, leider muss man aber sagen, dass beide eher gleich schlecht als gleich gut waren. Ich wäre jetzt auch eigentlich schon mit meinem Bericht zu Ende, weil es über die 90 Minuten Fußball nichts zu berichten gibt, einfach ein langweiliger Kick von beiden. Aber es gab noch eine Szene, die ich niemand vorenthalten will. Nach 71 Minuten will Kizmaz den Ball an der Eckfahne nach vorne schlagen und die Szene klären, zeitgleich wollte der Linienrichter schauen, ob der Ball ins Aus rollt. Was dann passierte, könnt ihr  euch sicher denken.

Der Ball flog dem SRA Skala frontal ins Gesicht, wer Kizmaz kennt, weiß, dass er nicht gerade locker schießt. So lag Skala dann auch 15 Minuten am Boden, die ersten 10 war er komplett weg und nicht ansprechbar. Er wurde danach sofort ins Krankenhaus gefahren.

SRA wird behandelt

SRA wird behandelt

Das krasse an dieser Situation war aber, dass der Trainer, sowie alle Spieler der TSG Kizmaz Absicht unterstellen wollten, ihn teilweise angegangen sind. Leute, ich bitte euch, Kizmaz schaute auf den Ball und wollte ihn wegschlagen, er konnte nichts dafür, dass der SRA da steht. Anschließend wurde ein Ersatzschiri gesucht. Es meldete sich ein unabhängiger, der mit keinem Verein was zu tun hatte und einer, der bei der TSG Pfeddersheim als Schiedsrichter gemeldet ist. Und, wen wundert es, natürlich wurde der TSG’ler genommen. Trotz, dass sowohl Flauss als Kapitän, sowie Paulus als Trainer ihn abgelehnt haben.  Schiri Kreutz rief extra den Spielleiter Hemmler an, um sicher zu gehen, dass er das auch darf. Nach 19 Minuten Unterbrechung ging es dann weiter, bis zum Schlusspfiff passierte nichts mehr.

Nun, was bleibt von diesem Spiel hängen? Die Mannschaft wurde nach 8 Minuten stark benachteiligt, ich kann aber nicht sagen, ob es mit 11 Mann zwingend besser gelaufen wäre. Die Leistung eines jeden Einzelnen war einfach nicht diese, wie sie es vor 4 Wochen noch war. Jeder Spieler wirkt müde, als würden sie mal 1 Woche Pause gebrauchen können. Dennoch müssen wir schauen, dass wir die Kurve kriegen und die Talfahrt schnellstmöglich beenden.

Bilder hat wie immer Carsten gemacht, danke dafür!

Das alte Leid im Ellenfeld…

14_09_20 Borussia Neunkirchen - Arminia Ludwigshafen (2)

Unser Ellenfeldstadion

Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie quält mich seit Samstag das Gefühl, dass ich jede Saison ziemlich genau das gleiche zu sehen bekomme. Wir spielen gut, wir spielen uns oben dran, wir verlieren das Topspiel und plötzlich wissen wir nicht mehr, wie man Fußball spielt. Für mich hat der Samstag eine Menge Fragen aufgeworfen, die man wohl nie beantwortet bekommt, insofern sie überhaupt jemand beantworten kann.

Ritaul seit dem ersten Heimspiel der Saison

Ritual seit dem ersten Heimspiel der Saison

Doch kommen wir erstmal zum Spiel. Borussia begrüßte als Gast die Arminia aus Ludwigshafen. Ein unbequemer Gegner den man nach den ersten neun Spielen auch schlecht einschätzen konnte. 3 Siege, 2 Unentschieden, 4 Niederlagen bei einer Torbilanz von 18:17 standen bis Samstag auf dem Konto der Arminia. Unsere Borussia hatte zu dem den Verletzungsausfall von Haliti, sowie den Ausfall des rotgesperrten Mbote zu beklagen. Das warf beio der Aufstellung ganz klar ein Problem in der Abwehr auf. Mit solch einem Pech hat man bei der Kaderplanung sicher nicht gerechnet. So liefen die Schwarz-Weißen dann wie folgt auf: Flauss – Cullmann, Steis, Backmann, Kizmaz – Iashvilli – Schmitt, Kadrija, Jorrin – Dausend, Haas.

Ich denke, dass war die beste aller Lösungen, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob Steis zu 100% spielbereit war, teilweise sah es zumindest nicht so aus.
Schon nach 10 Minuten waren aber die meisten der 400 Zuschauer geschockt. Es spielte von Beginn an nur eine Mannschaft, das Gästeteam. So hat sich das wohl niemand vorgestellt, aber irgendwie funktionierte gar nichts. Das Aufbauspiel wurde sehr früh von den Ludwigshafenern unterbunden, viele einfache Ballverluste und die Abwehr stand alles andere als sicher. Dies änderte sich auch nicht und so fiel in der 32. Minute das längst überfällige 0:1.

Block 5 vor dem Spiel

Block 5 vor dem Spiel

In der Halbzeit wurde gerätselt, was da auf dem Platz eigentlich gerade abging. Borussia war kein bisschen Borussia, so wie man sie die letzten Wochen erlebte. Keine Ahnung ob das Hauensteinspiel noch in den Knochen der Spieler verweilt, ob sie den Gegner einfach unterschätzt haben oder ob irgendein anderes Problem ausschlaggebend war. Jedenfalls kann man diese Halbzeit gerne aus dem Gedächtnis streichen, denn sowas schlechtes habe ich im Ellenfeld lange nicht gesehen.

Nach der Pause sah man dann so ziemlich das gleiche Bild und wir kassierten den frühen 0:2 Treffer in der 53. Minute. Und danach ging es dann los. Plötzlich war Neunkirchen wieder da. Plötzlich spielten sie wieder Fußball, wie sie es die letzten Spiele gezeigt haben. Vom Anstoß weg ging man viel engagierter in die Zweikämpfe, fightete um den Ball und kombinierte sich vors gegnerische Tor. Immer wieder gab es dicke Chancen, die nicht verwertet wurden. In der 70. Minute dann der Doppelwechsel: Iashvilli ging angeschlagen (nach einem harten Aufprall nach einem Zweikampf in der Luft) und Becker kam. Zusätzlich kam der immer kämpferische Weston für den unauffälligen Jorrin, der schon in der ersten Hälfte mit Schmitt die Seiten tauschte, was aber leider wirkungslos blieb für beide. 4 Minuten später dann der Anschlusstreffer durch Backmann, nach einem Freistoß. Und der VfB lag nochmal einen Zahn zu. 16 Minuten Dauerfeuer, eine Chance nach der anderen, aber immer war entweder das Aluminium, oder Klug, der Torwart der Arminen im Weg. In der 90. Minute fing man sich dann noch das 1:3 durch einen Konter.

Irgendwie war es zum Haare raufen, hatte man doch so viele Chancen in der Schlussviertelstunde. Doch wenn ich objektiv bin, wäre es nicht verdient gewesen, nicht nach diesen schlechten 55 Minuten, die die Mannschaft da gezeigt hat. Und so bleibt nur eine Niederlage und die eine Frage: Was war in der ersten Halbzeit mit der Mannschaft los???

Am Sonntag geht es dann nach Pfeddersheim, Anstoß ist um 15:00 Uhr.

PS: Danke geht erneut an Carsten Hör, der wieder mal super Bilder für den Bericht stellt.