Vier neue Gesichter sind da und ungewöhnlich viele alte…

Was die Saarbrücker Zeitung heute morgen meldet, war in den letzten Tagen spürbar überfällig. Schon am Sonntag wird es das erste Spiel der neuen Saison geben. Ein Benefizspiel zugunsten der Borussia, auf Einladung des SV Bliesen. Insofern war zu erwarten das da was kommt. Angemessen einer Trainer und Spielerbekanntgabe wäre aber sicherlich die Veröffentlichung auf der vereinseigenen Seite gewesen.

A-Jgd RL Südwest 13/14, 1. FC Saarbrücken - FK 03 Pirmasens 3:0 in Saarbrücken, Kunstrasen FC-Sportfeld © 2014 Dennis Merl

Robin Scheid

Lange hat sich der Verein schwer getan bei der Trainersuche, zwischenzeitlich hielten sich andere Namen hartnäckig. Nun wird es also Michael Petry versuchen. Die Bedingungen für seine erste Cheftrainerstelle im Männerbereich könnten kaum schwerer sein. Immerhin ein Großteil des Kaders der letzten Saison bleibt erhalten. Sollten die Becker Brüder und Julian Kern noch unterschreiben steht wohl der Großteil. Lediglich Armend Haliti fehlt in der Auflistung. Die Abgänge ersetzen sollen bisher vier Neuverpflichtungen. Für das Tor Robin Scheid, der 20jährige kommt von der zweiten Mannschaft des FCS. Vor zwei, drei Jahren brachte er die Borussenmannschaft im FC Sportfeld schier zur Verzweiflung. Von der Statur her nicht der typische Torwart, aber einer den man nicht extra motivieren braucht. Er ist in der Saarbrücker Fanszene zu Hause, ihm wird man Borussia nicht erklären müssen. War er auch bei der Aktion 1000plus X der erste Nicht Borusse in der Fotoserie…aus eigenem Antrieb. In Saarbrücken kam er zumeist nicht über die Rolle des zweiten Torwarts hinaus. Aber nach den Abgängen von Sebastian Flauss und Robert Lehmann ist der Handlungsbedarf akut. Im Moment sieht es so aus, als sollte er sich mit Francesco Rino letzte Saison Torwart der 2.Mannschaft um den Platz im Tor streiten.

Kamil Czermurzynski kommt ebenfalls aus der 2.Mannschaft des FCS. Zuletzt kam er auf 19 Einsätze, was so im Schnitt seiner bisherigen Oberligajahre liegt. Mit seinen 23 Jahren kann der Abwehrspieler auf fünf Spielzeiten zurückschauen. Mit knapp 19 wurde er von Melori Bigvava in Köllerbach gefördert. Czermurzynski kann auf der Rechtsverteidiger – als auch Innenverteidigerposition spielen. Neben Vituzzi der gesetzt sein dürfte steht bisher noch Marc Leibold auf der Innenverteidigerposition in Konkurrenz. Auf rechts dürfte Culle gesetzt sein. Sollten die beiden Becker Brüder noch unterschreiben, gäbe es aber mit Albert (Innenverteidiger) und Boris (Rechtsverteidiger) deutlich mehr Optionen für den Trainer. Links wäre Julian Kern gesetzt, Abdul Kizmaz mittlerweile einer der dienstältesten Borussen wäre auch denkbar. Defensives Mittelfeld Yannick Bach oder einer, vielleicht auch beide Becker Brüder.

Kamil Czermurzynski

Kamil Czermurzynski

 

Im Mittelfeld spielt der dritte Neuzugang, der vielleicht spannenste Transfer. Zwar kommt der 23 jährige Cordt Andreas Flätgen, der die amerikanische Spielertradition fortführt von der U-23 aus Elversberg, wechselte aber erst im vorigen Sommer vom deutlich klassentieferen SV.St.Ingbert an die Kaiserlinde. Zu Buche stehen 18 Einsätze und ein Tor, was er natürlich gegen Borussia Neunkirchen erzielte. Er ist sowohl im offensiven, als auch im linken Mittelfeld einsetzbar. Er dürfte eher als Back up gedacht sein, denn mit Schmitt, Bach, möglicherweise Kizmaz oder Kadrija sollten andere die Nase vorn haben. Rechts sollte Jens Kirchen gesetzt sein. Das Mittelfeld bleibt gut bestückt. 

Für den Sturm wurde Moussa Dansoko verpflichtet. Der 1.80 m Stürmer kommt vom SC Halberg-Brebach, wohin er im vergangenen Sommer aus Idar-Oberstein wechselte. Dansoko ist kein Unbekannter spielte auch fünf Jahre in Elversberg. Der 24jährige dürfte der erste Spieler mit malischen Wurzeln sein (schreibt man das so?). Nach bisherigen Stand der Dinge dürfte er als Stammspieler verpflichtet wurden sein, denn nach dem Abgängen von Haas und Dausend bleibt eigentlich nur noch Ljaic oder Kizmaz im Sturm. Dansoko spielte bisher 69 mal in der Oberliga und viermal in der Regionalliga West. 6 Vorlagen und 11 Tore stehen auf seinem Konto.

Der Artikel lässt die Frage offen ob noch was passiert. Die Tatsache das man N´Ganvala am Ellenfeld gesehen haben soll, lässt darauf schließen das man nochmal aktiv wird.

 

 

 

 

Neuanfang oder lieber „weiter so“ ?

Es nervt und es macht müde das „System Borussia“. Es krankt an allen Ecken und Kanten. Es nimmt einem jede Hoffnung, Lust und Spaß. Es ist augenscheinlich krank und die Symptome immer die gleichen. Der ewige Wandel auf des Messers Schneide, mit dem Damoklesschwert der Pleite über dem Kopf und einer viel zu großen Fresse. Kriegt man zwar seit Jahren nichts geschissen, hebt aber ständig das Bein um mit den Großen zu pinkeln. Besoffen von sich selbst, dreht der immer gleiche „Zirkel“ seine Runden durch die Ämter. Und merkt schon lange nicht mehr das man dem Verein mehr schadet als nutzt. 

Da wird sich schon wieder als Retter gefeiert und gleichzeitig macht nebendran die Vereinskneipe dicht. Deutlicher können die Widersprüche kaum sein. Der Verein ist nicht gerettet wenn die Insolvenz abgewendet wird. Er bekommt nur wieder etwas Zeit. Zeit die endlich genutzt werden muß und die nicht unter der Prämisse „weiter so“ laufen kann. Aber genau das passiert. Da wird sich aus falscher Solidarität im Umfeld schon wieder dem Präsidium angedient, ohne mal die Vergangenheit aufarbeiten zu wollen. Schon wieder dürfen die selben alten Zöpfe ihr Spiel weitertreiben, ohne jede Transparenz, ohne jede Diskussion und ohne jede Öffentlichkeitsarbeit.

Glaubt wirklich jemand daran das Herr Bach auf einmal alles anders macht, als in den 25 Jahren zuvor? Glaubt ihr wirklich das der Aufsichtsrat auf einmal seine Arbeit macht, mit dem selben Personal wie zuvor? Die letzten Wochen zeigen das beides nicht passiert und somit ist schon wieder absehbar wo das Ganze enden wird. Spätestens ab dem Herbst wird man wieder genauso ernüchtert auf den Stehrängen stehen wie immer. Der Verein so tot wie die Jahre zuvor, eine große, vielleicht auch die letzte Chance der Vereinsgeschichte zu einer Rettung vertan. Dafür muß man kein Prophet sein…sondern sich einfach nochmal die letzten zehn Jahre in Erinnerung rufen.

Es braucht jetzt den Neuanfang. Angefangen in der Jugendabteilung muss der Weg wieder sein mehr Menschen, mehr Helfer an den Verein zu binden und das geht nur mit neuem Personal. Der Weg ist sicherlich sehr schmerzhaft, aber es braucht jetzt eine Aufbruchsstimmung und keine Vereinsarbeit hinter verschlossenen Türen mit der ewig gleichen Mauschelei. Es gibt Leute die Bock auf diesen Neuanfang haben, die bereit sind die Ärmel hochzukrempeln und sich wieder die Hacken wund zu laufen. Die bereit sind für neue Ideen und Entwicklungen. Die an das Potenzial glauben das in diesem Verein eigentlich steckt. Und die die Ambitionen haben das Borussia wieder deutlich bessere Tage erlebt als die aktuellen.

Doch wer das Umfeld der Borussia kennt, der weiß wie schwer es ist sich mit anderen Meinungen durchzusetzen, wenn man nicht zum „Clan“ gehört. Deshalb brauchen diese Leute eure Unterstützung. Es wird Zeit das alle die an eine andere Borussia glauben und diese sich wünschen, helfen. Es darf nicht mehr zu überhören und zu überlesen sein das es Zeit für einen Neubeginn wird. Das die alten Zöpfe endlich abgeschnitten gehören, deshalb kommentiert, diskutiert, likt und macht mit. Es liegt jetzt auch an euch, glaubhaft zu machen das der Zeitgeist rund um den Verein ein anderer ist. Es wird Zeit das 2015 als eine Wende in die Vereinsgeschichte eingeht. Dafür wird aber die Stimme von jedem gebraucht.

 

 

 

 

Charlie Chaplin im Tor von Chelsea!

Wer sich erst in den letzten Jahren mit dem englischen Fußball auseinandersetzt, der könnte glauben der FC Chelsea gehöre schon immer zu den Topadressen im Mutterland des Fußballs. Dabei entstand der Verein erst verhältnismäßig spät und auf sehr ungewöhnliche Weise. Denn es waren keine Arbeiter oder Schüler die den FC Chelsea zu Leben erweckten, sondern der pure Zufall zweier Brüder.tumblr_m7kf9utJSY1qhfgjbo1_1280

Es waren die Anfangsjahre des 20.Jahrhunderts. Die Stamford Brigde war ein rießiger Schutthaufen. Damals baute man gerade Londons Untergrundbahn und man brauchte einen geräumigen Platz um die Erde hinzuschütten. Die Bauunternehmer, Henry Augustus und Joseph Mears, zwei fußballbegeisterte Brüder, besaßen ein passendes Riesengelände – Stamford Bridge. Beiden war schnell klar das sie auf dem Gelände Fußballspiele austragen lassen wollten. Aus dem angehäuften Schutt wurde eine Platzanlage gebaut. Die Tribüne wies 5000 Sitzplätze auf, auch in England anno 1905, eher noch eine Ausnahme und auf den Schuttrampen hätten noch weitere 60.000 Platz gefunden, so sie denn gekommen wären. Doch der FC Fulham der als Verein der Nachbarschaft ein Angebot zur Nutzung bekam, lehnte aufgrund der Kosten ab.

ChelseaFC-1905-52.svgEs war dann Henry „Gus“ Augustus Mears der den Plan aufwarf einen eigenen Verein zu gründen. Nachdem der Vater sich einverstanden zeigte, wurde ein Vorstand gebildet. Als Präsidenten suchte man sich den „Earl of Cadogan“, den Träger eines der ältesten Adelsnamen Englands aus. Der neue Klub wählte sich die Farben des Cadoganschen Rennstalls, Etonblau, das später zu Königsblau verdunkelt wurde. Keine hundert Meter von der Stamford Bridge entfernt gab es ein Veteranenheim. „Die Pensionäre“ pflegten auch eine eigene Uniform, lange, purpurrote Waffenröcke, die bis zum Knie reichten, blaue Hosen und blaue Tschakos, leuchtende Goldknöpfe…genau ein solcher Pensionär prägte das erste Wappen des Vereins und sorgte somit für den Spitznamen „pensioners“.

Jahrzehntelang bot der FC Chelsea – sportlich immer nahe am Abstieg – mit der Gabe versehen verläßlicher Unzuverlässlichkeit Steilvorlagen für Komiker und Karikaturisten. Das Publikum bestand zum großen Teil aus Arbeitern aus dem nahegelegenen Millwall und den reicheren Bürgern Chelseas. Gerade bei diesem Wappen, der Nachbarschaft und dem Spitznamen bot Chelsea alles was man zu einem billigen Lacherfolg brauchte. Der berühmte Fred Karno, großer Revueunternehmer war ein Chelsea Anhänger. Im Chelsea Palace, einem der berühmtesten Varietebühnen im Südwesten Londons, kam er mit einer erfolgreichen Revue heraus, die schlicht „Das Fußballmatch!“ hieß. Als Goalkeeper Stiffey feierte das Talent Charlie Caplin monatelang Erfolge.

150px-FC_Chelsea_(altes_Logo).svgErst mit der Verpflichtung von Ted Drake 1952 änderte sich das Gesicht und die Geschichte des Londoner Vereins. Schon kurz nach seiner Amtsübernahme verschwand der „Pensionär“ von den Spielprogrammen, dem Briefkopf und den Plakaten. Stattdessen erschien ein schlichter C.F.C. Schriftzug und ein Jahr später kam der aufstehende Löwe als neues Emblem. Gekrönt wurde das „neue“ Chelsea als englischer Meister 1955.

Ein Besuch im Ludwigspark – 1.FCS vs. FWK

IMG_20150528_174147So, eigentlich ist die Saison vorbei und man ist schon im Sommerpausen-Modus. Aber da sind ja noch die Relegations- und Aufstiegsspiele in den verschiedenen Ligen. Und da Fußball einfach der schönste Sport ist und man nie genug davon bekommt, entschied ich mich mal zum FC zu gehen, die gestern die Würzburger Kickers empfingen.

Da die Parkmöglichkeiten in Saarbrücken bekannterweise eher begrenzt sind, ging es um 16:40 Uhr schon ab Ottweiler in Richtung Saarbrücken. Dort kam ich mit einem Freund dann auch schon gegen 17:10 Uhr an und so konnten wir noch den allerletzten Parkplatz an der Saarlandhalle erobern, grandios. Ok, nur noch knapp zwei Stunden bis zum Spiel, aber diverse Gespräche vorm Blockeingang und das Beobachten, wann denn so die Ultras etc. eintrudeln machte die Wartezeit relativ kurz. Hat ja auch etwas gedauert, bis die erste Welle im Stadion war und alle abgetastet waren etc. Weiterlesen

Relegation – Muss das sein?

Relegation 13/14: Darmstadt rauf, Bielefeld runter.

Relegation 13/14: Darmstadt rauf, Bielefeld runter.

Am Donnerstag, Freitag, sowie am kommenden Montag und Dienstag stehen sie wieder an: Die Relegationsspiele! Wer in der nächsten Saison erstklassig spielen darf, entscheidet sich im Duell zwischen dem Hamburger SV (16. in der Bundesliga) und dem Karlsruher SC (3. in der 2. Liga). Freitags und dienstags spielen dann der TSV 1860 München (16. in der 2. Liga) und Holstein Kiel (3. der 3. Liga) um den letzten verfügbaren Platz in der 2. Bundesliga.

Zu erwarten sind also vier Abende mit vollen Stadien, die ganz großen Spiele, viel Dramatik und noch mehr Tränen. Die einen freuen sich über Aufstieg oder Klassenerhalt, die anderen werden traurig sein über Abstieg oder Nicht-Aufstieg. Selten sind Freud und Leid so nah beieinander, wie in den kommenden Spielen.
Für den neutralen Zuschauer ist das jedes Jahr eine willkommene Abwechslung zum normalen Saisonalltag und dem DFB-Pokalfinale am Samstag und dem CL-Finale in der darauffolgenden Woche Samstag. Für den Fan eines Vereins in der Relegation sind die Tage hingegen der blanke Horror. Nervosität dürfte sich gerade bei den 16. der Ligen breit machen. Etwas mehr Vorfreude dürfte man bei den Drittplatzierten beobachten können.

Allerdings frag ich mich seit längerem, muss das eigentlich sein? Ähnlich der schwachsinnigen Regelung der Aufstiegsspiele zur 3. Liga bin ich auch hier der Meinung, dass man entweder gut genug war um aufzusteigen, oder nicht bzw. so schlecht war, dass man absteigt oder nicht. Natürlich hat die Relegation eigentlich Tradition im deutschen Fußball, wurde sie ja nur für ein paar Jahre nicht ausgetragen. Aber man hätte es dabei belassen sollen.
Wie kann man beispielsweise einen Klassenerhalt des HSV mit zwei guten Spielen gegen Karlsruhe rechtfertigen, wo sie doch die ganze Saison über nicht besser waren, als ein Absteiger?

Abgesehen davon hinkt das Argument zu sehen, ob der Zweitligist überhaupt Bundesligareif ist, für mich stark. Karlsruhe tritt am Donnerstag und Montag mit einem Zweitliga Kader gegen einen Erstliga Kader an. Natürlich gab es schon öfter Überraschungen, gerade in der Relegation zur 2. Liga konnte sich der Drittligist oft durchsetzen, allerdings wird hier nicht beachtet, dass z.B. Karlsruhe bei einem Aufstieg noch eine gesamte Transferperiode Zeit hätte, um die Mannschaft für die Bundesliga fit zu machen.
So werden sie aber an ihrem Kader für die zweite Liga gemessen, ob sie gut genug sind für die Erste.

Ich sehe die Relegation sehr kritisch, hier wird künstliche Spannung und Dramatik erzeugt, um den Zuschauern noch etwas nach der Saison zu bieten. Und das auf Kosten der Vereine, schließlich ist der Einnahmenunterschied zwischen den Ligen nicht gerade gering. Wo bleibt die Fairness, wenn ein Verein, der sich über 34 Spiele den 3. Platz erkämpft hat, aufgrund einem oder zwei schlechten Tagen, an denen es nicht gegen eine Mannschaft aus einer höheren Liga reicht, trotzdem eine weitere Saison in der unteren Liga spielen muss? Vielleicht sollte man diese Regelung doch nochmal überdenken.

Trotzdem wünsch ich jedem vier schöne und faire Fußballspiele und den Vereinen viel Erfolg bei ihren unterschiedlichen Missionen.

 

Hinweis: Dies ist eine rein subjektive Meinung eines Einzelnen, nicht zwingend die des gesamten Blogs Stahlwerk.

Billy Wright – The Ironbridgerocket

Wer schon einmal das Vergnügen hatte vor dem „Molineux Stadium“ in Wolverhampton zu stehen, der kennt die Statue von Billy Wright. Seine Verehrer ließen einst dieses lebensgroße Denkmal errichten, auch eine Tribüne des Stadions trägt seinen Namen. Doch Billy Wright ist weit mehr als nur eine Wolverhampton Legende…

wrightWilliam Ambrose Wright wurde am 6.Februar 1942 in Ironbrigde geboren. Ironbrigde ist ein kleines Dorf unweit von Wolverhampton, das wie der Name schon verrät, wohl nur deshalb existiert weil es dort eine Brücke aus Eisen gibt. Der kleine William fällt früh durch seine fussballerische Begabung auf. Im Schulteam avanciert er zum Topscorer, obwohl er gar kein Stürmer ist. Mit 14 schafft er es dank der guten Kontakte seines Sportlehrers zu einem Training der Wolves. Doch der legendäre Manager Frank Buckley lässt ihn aufgrund seiner schmächtigen Statur abblitzen. Holt ihn wenig später als Stiefelputzer dann doch zu den Wanderers. Das war 1938, ein Jahr später kam der Krieg und Billy darf mit 15 zum ersten mal das gelb-schwarze Trikot tragen. Weiterlesen

Der „unvergessene“ DSC – Erinnerung an die große sächsische Meisterelf

Sie waren der letzte deutsche Meister vor der Teilung Deutschlands. Sie waren die vielleicht beste Mannschaft jener Zeit Anfang Mitte der Vierziger und bestimmten auch in den ersten Jahren den Fußball in der sowjetischen Besatzungszone. Mit dem Ende des „unvergessenen DSC“ verabschiedete sich fast die komplette Mannschaft in den Westen der Republik.

Tschammer1Die Ursprünge des Dresdner SC beginnen 1874 mit dem Dresden English Fo0tball Club, der erste Verein weltweit der das Fußballspiel in jener Zeit nach den heute gültigen Regeln außerhalb Englands spielte. 20 Jahre lang verlor der DFC kein einziges Spiel, nicht mal ein einziges Tor schafften die Gegner in jener Zeit. Als 1894 die Berliner Victoria (nach der Jahrhundertwende zweimaliger Meister) dem DFC eine 2:0 Niederlage zusetzte, wollte das die Fußballwelt erst gar nicht glauben. Weiterlesen

E Neinkeijer Bub – Der Weg von Hendrick Zuck

Zuck gegen den FCS .. Bild: Thomas Burghardt

Zuck gegen den FCS 08/09 .. Bild: Thomas Burghardt

Von der Jugend bis zur Oberliga in Neunkirchen

Ursprünglich stammt er aus Großrosseln, das Spiel Fußball lernte er allerdings ca. 30 Kilometer weiter im Ellenfeld. Im Alter von 13 Jahren entschied sich Hendrick Zuck zum Wechsel, von Großrosseln zur Borussia aus Neunkirchen.

Dort durchlief er dann alle weiteren Jugendabteilungen, ehe er vor der Saison 2008/2009 von der A-Jugend direkt in die Oberligamannschaft gezogen wurde, ohne den Umweg über die U23. Trotzdem spielte Zuck parallel zur ersten Mannschaft hin und wieder auch für die U23.
Gerade volljährig geworden spielte sich Zuck als Joker in den ersten Spielen gegen den FC 08 Homburg und den 1.FC Saarbrücken schnell in die Herzen der Zuschauer. Und in den Minuten, in denen er auf dem Platz stand, schaffte er es zu überzeugen, was ihm als Belohnung einige Einsätze in der Startelf verschafft hat. Allerdings schaffte er es anfangs nicht, sich in der Startelf zu halten, die Leistungen reichten nicht aus für das vorgegebene Ziel Aufstieg in die Regionalliga (wurde am Ende bekanntlich nicht erfüllt). Aber Zuck kam immer wieder zu seinen Einsätzen und steigerte sich im Laufe seiner ersten Oberligasaison, bis er ab dem 27. Spieltag endgültig als Stammspieler im Borussentrikot auflief. Alles in allem, war es sicher eine spannende Saison für den jungen Hendrick Zuck, insgesamt kam er auf 30 Einsätze und schoss dabei vier Tore und bereitete ein weiteres vor. Weiterlesen

Einer der Letzten seiner Art: Steven Gerrard

urlGut zwei Tage sind vergangen, seit Steven Gerrard sein letztes Spiel an der Anfield Road bestritt. Und irgendwie macht es mich traurig, auch ohne dass ich die Premier League wöchentlich intensiv verfolge. Der zentrale Mittelfeldspieler brachte es in 17 Jahren Profi auf 688 Pflichtspiele für die Reds und war 12 Jahre lang Kapitän. Seine Geschichte an der Anfield Road begann allerdings schon viel früher. 1989 begann er mit 9 Jahren in Liverpool gegen den Ball zu treten und war von da an nicht mehr von diesem Verein zu trennen. Vorher spielte er noch in der Jugend der Whiston Juniors.

Immer wieder gab es schon zu Jugendzeit Anfragen anderer Vereine, immer wieder auch vom Ligakonkurrent Machester United, doch „Stevie G“ war einfach nicht von Liverpool weg zu bewegen. Scheinbar gibt es ein unsichtbares Band zwischen Verein und Spieler, dass es einfach nicht zulässt, dass diese zwei getrennt werden. Ein Spieler, den man heute nur noch selten findet. Weiterlesen

Sportliche Erleichterung!

Die Mannschaft nach dem 2:0 Erfolg... Bild: Steven H.

Die Mannschaft nach dem 2:0 Erfolg… Bild: Steven H.

Es ist geschafft! Sportlich ist die Klasse gehalten! Natürlich wäre es schöner, am 32. Spieltag vom frühzeitigen Aufstieg zu schreiben, aber auch der Klassenerhalt ist in der momentanen Phase ein schönes Erlebnis. Gerade wenn man ein Spiel sieht, in dem die Mannschaft wieder einmal zeigte, zu was sie eigentlich in der Lage ist.

Wenn man sich die Aufstellung und die Reservebank heute ansieht, dann ist Borussia wohl der FC Bayern der Oberliga. Auf der Bank saßen Flauss, Backmann, Kirchen, Haas, Schmitt, Kuqi und Lijaic. Richtig, die ersten fünf Namen liest man eigentlich in der Startaufstellung. Trotzdem stand auf dem Platz von anfang an immer noch eine bärenstarke Mannschaft: Lehmann – Kern, Bach, Vituzzi, Cullmann – Gotthard, Haliti – Kizmaz, Kadrija – Dausend, Jorrin. Dieser Kader kann, wenn sich niemand verletzt und alle in Form sind, wirklich sehen lassen und ist mit Sicherheit in der Lage, ganz oben mitzuspielen. Weiterlesen