Ein Besuch im Ludwigspark – 1.FCS vs. FWK

IMG_20150528_174147So, eigentlich ist die Saison vorbei und man ist schon im Sommerpausen-Modus. Aber da sind ja noch die Relegations- und Aufstiegsspiele in den verschiedenen Ligen. Und da Fußball einfach der schönste Sport ist und man nie genug davon bekommt, entschied ich mich mal zum FC zu gehen, die gestern die Würzburger Kickers empfingen.

Da die Parkmöglichkeiten in Saarbrücken bekannterweise eher begrenzt sind, ging es um 16:40 Uhr schon ab Ottweiler in Richtung Saarbrücken. Dort kam ich mit einem Freund dann auch schon gegen 17:10 Uhr an und so konnten wir noch den allerletzten Parkplatz an der Saarlandhalle erobern, grandios. Ok, nur noch knapp zwei Stunden bis zum Spiel, aber diverse Gespräche vorm Blockeingang und das Beobachten, wann denn so die Ultras etc. eintrudeln machte die Wartezeit relativ kurz. Hat ja auch etwas gedauert, bis die erste Welle im Stadion war und alle abgetastet waren etc. Weiterlesen

Sportliche Erleichterung!

Die Mannschaft nach dem 2:0 Erfolg... Bild: Steven H.

Die Mannschaft nach dem 2:0 Erfolg… Bild: Steven H.

Es ist geschafft! Sportlich ist die Klasse gehalten! Natürlich wäre es schöner, am 32. Spieltag vom frühzeitigen Aufstieg zu schreiben, aber auch der Klassenerhalt ist in der momentanen Phase ein schönes Erlebnis. Gerade wenn man ein Spiel sieht, in dem die Mannschaft wieder einmal zeigte, zu was sie eigentlich in der Lage ist.

Wenn man sich die Aufstellung und die Reservebank heute ansieht, dann ist Borussia wohl der FC Bayern der Oberliga. Auf der Bank saßen Flauss, Backmann, Kirchen, Haas, Schmitt, Kuqi und Lijaic. Richtig, die ersten fünf Namen liest man eigentlich in der Startaufstellung. Trotzdem stand auf dem Platz von anfang an immer noch eine bärenstarke Mannschaft: Lehmann – Kern, Bach, Vituzzi, Cullmann – Gotthard, Haliti – Kizmaz, Kadrija – Dausend, Jorrin. Dieser Kader kann, wenn sich niemand verletzt und alle in Form sind, wirklich sehen lassen und ist mit Sicherheit in der Lage, ganz oben mitzuspielen. Weiterlesen

Und dann sind da noch diese Glücksmomente

Armend Haliti zum 1:0... Foto: Carsten Hör

Armend Haliti zum 1:0… Foto: Carsten Hör

Es sind solche Abende wie gestern, die dich den Fußball einfach nicht verstehen lassen. Letzten Samstag schaffst du es nicht, gegen den Tabellenletzten irgendwie ein Tor zu schießen um drei wichtige Punkte einzufahren und gestern schickst du den Tabellenführer mit einem 1:0 nach Hause und das auch nicht unverdient. Wie soll man das erklären? Naja, so ist der Fußball eben, unser alter Freund.

Von Beginn an zeigte sich gestern eine kämpferische Borussenmannschaft, wie wir sie sicher die letzten Wochen öfters gesehen haben. Der Wille ist der Mannschaft ja auch in den letzten Spielen schon anzusehen. Allerdings gab es gestern den kleinen Unterschied zu sonst, nämlich dass auch Ideen und spielerische Fähigkeiten sichtbar wurden. Man konnte Spielzüge sehen, die uns am Samstag vielleicht den Sieg gebracht hätten, gestern brachten sie in der ersten Hälfte aber auch keine wirkliche Chance mit sich. Weiterlesen

Der große Traum geplatzt…

Bild: Carsten Hör

Bild: Carsten Hör

Manchmal sagen Bilder mehr als Tausend Worte. Es ist ca. 21:00 Uhr, die Mannschaft geht mit gesenktem Kopf in Richtung Fans und bedankt sich mit Applaus für den Support. Die Fans widerum applaudieren der Mannschaft für eine tolle Leistung, die sie über 90 Minuten gezeigt haben. Für einen kurzen Moment hatte ich wirklich das Gefühl, dass die Welt steht, denn es war verdammt ruhig, außer das applaudieren konnte man auf Neunkircher Seite keine Geräusche wahrnehmen.

Es ist eine jener Niederlagen, an der du als Fan tagelang rumknabberst. Wenn du weißt, dein Team

Borussia im Vorwärtsgang..

Borussia im Vorwärtsgang..

hätte das Spiel gewinnen können, es hätte es sogar verdient gewinnen können und am Ende stehst du doch nur mit leeren Händen da. Und das im Saarlandpokal Viertelfinale.

Wer das Spiel am Samstag im Ellenfeld gegen Saar 05 gesehen hat, der kann sich vorstellen, wie die erste Halbzeit gestern lieg. Es war ein durchaus ausgeglichenes Spiel, Saar 05 trug zwar etwas mehr zum Spiel bei, die Borussia stand allerdings sehr gut, konnte fast alle Angriffe frühzeitig unterbinden und sich selbst Chancen erarbeiten. Die Borussia spielte mit folgender Elf: Flauss – Kern, Backmann, Vituzzi, Jorrin – Becker, Haliti – Bach, Kadrija – Dausend, Haas. Dabei variirte die Mannschaft oftmals zwischen einem 4-2-2-2, einem 4-1-3-2 und einem 4-2-3-1, je nach Situation.

Taktisch haben wir das ziemlich gut gemacht, gegen einen Gegner, der aus mit kleinem Raum viel mit dem Ball machen kann. Deshalb standen die Borussen größtenteils eng am Mann, um keinen Raum frei zu machen.
In der zweiten Hälfte startete Neunkirchen dann sogar stärker als Saar 05, welche davon auch nicht wenig überrascht ausschauten. Knapp 20 Minuten hatte der VfB klares Oberwasser, viel mehr Spielanteile und erarbeitete sich viele gute Chancen, wenn auch keine wirkliche 100%ige. Dann schossen wir ein Tor. Oder auch nicht? Dausend trifft nach 69 Minuten per Freistoß direkt, der Jubel hält

Borussenfans auswärts..

Borussenfans auswärts.. Noch nicht alle ;-)

aber nur kurz. Der Schiri zeigte an, dass er den Freistoß noch nicht freigegeben hat, obwohl sehr viele Leute auf dem Kieselhumes den pfiff gehört hatten. Sei es drum, anschließend kamen die Saarbrücker wieder deutlich besser ins Spiel und profitierten in der 79. Minute durch ein Missverständnis zwischen Backmann und Flauss, wodruch Hertel den 1:0 Siegtreffer erzielen konnte. Die letzten Angriffsversuche wollten auch nichts mehr nützen, die Borussia musste sich nach der mit Abstand besten Leistung seit dem Hinrundenspiel in Hauenstein aus dem Pokal verabschieden.

Der Frust sitzt auch heute noch tief. Der Mannschaft kann man keinen Vorwurf machen, sie haben von Anfang bis Schluss sehr gut mitgespielt und toll gekämpft. Trotzdem ist es einfach traurig, dass uns seit Jahren auch mal das bisschen Glück in so einem Spiel fehlt. Am Ende bleibt unter dem Strich leider nur eins stehen: 12 Jahre Oberliga, 12 Jahre kein Saarlandpokal ….

 

Spielen wie im Abstiegskampf – Heimspiel gegen FCS II

Julian Fricker trug schon beide Trikots...

Julian Fricker trug schon beide Trikots…

Neues Jahr, neues Glück. So sagt man. Nach der Niederlage am letzten Sonntag in Gonsenheim wollte man zumindest das Heimspieljahr 2015 besser eröffnen. Wer bietet sich da eigentlich besser an, als der Tabellenvorletzte aus Saarbrücken, die U23 des Vereins, der mit der A-Mannschaft zur Zeit um den Aufstieg in die 3. Liga spielt. In den letzten Wochen galt die Zweite aus der Landeshauptstadt allgemein als Kanonenfutter der Oberliga und jeder sprach vor der Partie über einen klaren Sieg, bei dem nur die Höhe noch nicht fest steht.

So sprachen auch wir über dieses Spiel, als ich mich mit Nicky um 13:40 Uhr traf um gemeinsam ans Stadion zu gehen. Bei einem ersten Bier für unterwegs waren wir uns doch sehr sicher, dass wir heute die drei Punkte holen und das Spiel dementsprechend gar nicht als Maß für die Zukunft genommen werden kann. Erwarten sollte uns allerdings dann was anderes.

Paulus veränderte zum Spiel letzte Woche nicht viel, statt Vituzzi spielte A.Becker in der Innenverteidigung, Haas war nicht mal im Kader. Ob er verletzt ist oder was der Grund dafür ist haben wir noch nicht erfahren. Für ihn rückte Dausend in die Startelf. Flauss – Kern, Backmann, A.Becker, Jorrin – Gotthardt, B.Becker – Kadrija, Schmitt – Dausend, Kizmaz. So liefen die Borussen auf.

Vor dem Anpfiff noch vom Sieg überzeugt...

Vor dem Anpfiff noch vom Sieg überzeugt…

Anfangs versuchten beide Mannschaften nicht viel zu riskieren, wobei der FC von Beginn an doch mehr investieren wollte, als die Neunkircher. Dies brachte ihnen auch eine relativ schnelle Führung, in der 10. Minute netzte Stefan Reisinger ein, nach dem er den erfahrenen Backmann leicht vernaschte, der dabei wirklich alles andere als souverän wirkte. Erschreckend waren die Reaktionen im Stadion über den Rückstand, denn es gab so gut wie keine. Es scheinte, als würde man die Gegentore einfach nur noch hinnehmen und trotz der Hoffnung auf drei Punkte doch irgendwie gar nicht mit etwas anderem rechnen, als den Gegentreffer zu kassierenl.
Auch nach dem Gegentor behielt Saarbrücken die Oberhand, dominierte das Spiel zwar nicht eindeutig, wusste aber immer die Borussenangriffe zu verteidigen und selbst immer wieder gute Szenen herauszuspielen. Wenn der VfB in der ersten Hälfte überhaupt mal gefährlich wurde, dann meist über Markus Schmitt, der durch seine Schnelligkeit und die Technik immer wieder gute Einzelaktionen hatte. Ansonsten war die erste Halbzeit aus Neunkircher Sicht viel heiße Luft, ohne erkennbares Konzept und auch der Trainer wusste scheinbar nicht, was er daran ändern sollte, der blieb nämlich über die längste Zeit seelenruhig an der Seitenlinie sitzen.

Bei Standarts beide Teams sehr harmlos...

Bei Standards beide Teams sehr harmlos…

Zweite Hälfte, Seitenwechsel, aber dennoch gleiches Bild. Die Zweite vom FC war nun sicher nicht drauf und dran den zweiten Treffer zu erzielen, dennoch gaben sie das Spiel erstmal nicht aus der Hand und spielten sehr klug mit. Wie in Hälfte eins schon gab es viele Zweikämpfe im Mittelfeld, viele Ballverluste auf beiden Seiten, die sicher mit etwas mehr Übersicht zu vermeiden gewesen wären. Ca. nach 55 gespielten Minuten gab es dann eine kleinere Wende in der Partie, Neunkirchen wurde nicht zwingend stärker, allerdings wirkten die Saarbrücker, als würde ihnen die Luft ausgehen. Es ergaben sich dadurch größere Lücken und öfter Fehler im Stellungsspiel der gegnerischen Hintermannschaft, sodass bei einer Klärungsaktion im 16er des FC unserem A.Becker der Ball vor den Fuß fällt und er diesen nicht gerade selbstverständlich gut ins Tor schlänzt. Scheidt, der Torwart des FC hatte keine Chance an diesen Ball zu kommen.
Sicher hätte man als Borussia dieses Spiel auch dann noch gewinnen können, gerade weil die Saarbrücker nicht mehr voll konzentriert Spielen. Es ergaben sich noch einige sehr gute Chancen durch den eingewechselten Lajic, Kern und Dausend, die diese aber alle samt kläglich vergaben. Leider muss man an dieser Stelle sagen, dass die jeweiligen Abschlüsse alles andere als Oberligareif waren.

Damit trennten sich die Teams mit einem 1:1, das für mich am Ende fair aussieht. Es war alles andere als ein gutes Fußballspiel und gerade für Borussia Neunkirchen, die mit dem Abstiegskampf normal nicht in Verbindung gebracht werden wollen, war das einfach von vorne bis hinten zu wenig. Ich bin niemand, der über die Zukunft eines Trainers entscheiden oder urteilen möchte, allerdings sollte man langsam Fragen aufkommen lassen, wie z.B. „Warum spielt man gegen den Tabellenvorletzten nur 1:1?“, „Warum sieht man keine oder nur kaum Entwicklung im Spiel seit dem 1. Spieltag?“, oder „warum bringen bis dato Standarts größtenteils nicht mal ein bisschen Gefahr im gegnerischen 16er?“. Qualitativ ist der Kader reif genug um ganz oben mitzuspielen, leider zeigt sich das auf dem Platz nur sehr sehr selten.

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Julian Fricker im Gespräch mit Daniel Paulus

Nach dem Spiel habe ich noch den Kapitän des FCS U23, Julian Fricker, getroffen, der aufgrund eines Kreuzbandrisses noch immer die Spiele seiner Mannschaft auf der Tribüne verfolgen muss. Er fasste für uns das Spiel aus seiner Sicht noch kurz zusammen:
Also die 1. Halbzeit fand ich sehr ausgeglichen, viel Spielerei im Mittelfeld und dann quasi aus dem Nichts das 1:0 für uns. Wir hatten dann auch ein paar mehr Spielanteile für uns. Die letzten 10 Minuten kam die Borussia dann besser ins Spiel. Zweite halbzeit kam dann offensiv von uns ziemlich wenig und Neunkirchen hat sich dann immer mehr Chancen erspielt. Ich denke das 1:1 war dann auch verdient. Später haben wir ein bisschen Glück gehabt, dass ihr keine eurer Chancen zum 2:1 genutzt habt. Ich denke im Endeffekt war das 1:1 gerecht, da es neutral gesehen von beiden nicht das interessanteste und beste spiel war.“
Julian Fricker trug übrigens bis zur C-Jugend das goldene „B“ auf der Brust, bevor dann zum FCS wechselte.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Julian für das kurze und objektive Statement und an Nicky, der in Facebook den Liveticker gemacht hat und schöne Bilder geschossen hat.

Mit dem Heimsieg sollte es klappen – Vorbericht auf den 1.FC Saarbrücken II

NebenplatzEs war das vielleicht stärkste Auswärtsspiel der Paulus Elf in der Hinrunde. Nicht nur das Ergebniss von 3:0 konnte überzeugen, sondern auch die Spielweise der Mannschaft weckte damals die Hoffnung auf mehr Spielkultur, mehr Offensivgeist. Dinge die vielleicht auch am Samstag zu sehen sind, wenn die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigt als das in Gonsenheim der Fall war. Vieles spricht dafür…

Denn die U-23 der Saarbrücker befindet sich auf Abschiedstournee. 11 Punkte erst in dieser Saison, davon 7 schon nach 3 Spieltagen!!! Saarbrücken war Tabellenführer und fand sich sieben Spieltage später in der Abstiegszone wieder. Seitdem 19.Oktober dem Heimsieg gegen Tabellenschlusslicht SG Betzdorf konnte man nichts zählbares mehr holen. Im Gegenteil die Tendenz geht weiter nach unten. Am vergangenen Wochenende verlor man auf eigenem Platz gegen die U-23 der SV Elversberg mit sage und schreibe 1:5.

Mitleid wird hoffentlich trotzdem nicht gleich ausbrechen, denn für eine ganze Reihe Spieler wird das ein Wiedersehen mit ihrer Vergangenheit. Flauss, Bach, Kizmaz, Steiss, Dausend, Backmann, Kern, Gotthardt, Simonetta und Andreas Haas, sie alle haben schon ihre Fußballschuhe für die Blau-Schwarzen geschnürt. Für viele der genannten dürfte es noch immer ein besonderes Spiel sein. Das wird es wohl auch für die beiden Trainer. Martin Forkel kehrt erstmal als hauptverantwortlicher Cheftrainer ins Ellenfeld zurück. Für Daniel Paulus ist ein Sieg mehr oder weniger Pflicht, dank der Neuzugänge und formulierten Ziele (wenn auch erst im nächsten Jahr) werden die Ansprüche an ihn steigen. Mit dem Heimsieg sollte es klappen, spielerisch muß die Mannschaft dafür deutlich zulegen.

 

Vorwärts in die Vergangenheit – alles beim alten in Rheinhessen…

GonsenheimEs war ein glanzloser Auftritt der Borussia gestern nachmittag, vor den wenigen Zuschauern die sich am Wildpark einfanden. Unter den Augen von Michael Dusek hatte Borussia den besseren Start, vergab aber einen frühen „Haken“ und verlor sich dann im Bollwerk der Gastgeber. Ein Spiel wie es ausgerechnet nicht hätte laufen sollen, nach dem erneuten Umbau der Mannschaft und der unter den Bedingungen miserablen Vorbereitung.

Daniel Paulus setzte auf seine Startelf vom Trierspiel, musste allerdings auf Yannick Bach verzichten. Seine Position links aussen übernahm Kadrija, der in Trier noch auf rechts spielte. Kadrija spielte dabei zusammen mit Julian Kern. In der Innenverteidigung Backmann und Vituzzi, auf rechts Jorrin und offensiv rückte Tim Cullmann in die Startelf. In der Zentrale Gotthardt und Boris Becker, im Sturm Abdul Kizmaz als zweiter Stürmer neben Andreas Haas.

Die Anfangsminuten waren dann recht ausgeglichen, wobei Borussia mehr Offensivgeist an den Tag legte. Das frühzeitige stören des Aufbauspiels brachte die erste Chance des Spiels ein. Unter Handlungsdruck verliert der Innenverteidger der Gonsenheimer den Ball an den aufmerksamen Kizmaz, der steckt den Ball durch die Lücke der Abwehr und der einlaufende Cullmann vergibt überrascht. Danach stellen sich die Gonsenheimer tiefer in die eigene Hälfte, machen die Räume eng und versuchen nun Pressingspiel.

Spielaufbauversuche über die Aussenverteidiger erscheinen als schlechte Alternative, lange Bälle finden ebenfalls selten den richtigen Adressaten. Da half es auch nichts das Gotthardt sich oft zurückfallen ließ um den Spielaufbau voranzutreiben. Vorne kam einfach nix an, zum einen weil die Unterstützung aus der Mitte fehlte und zum zweiten, weil es zu wenig Bewegung gab. Entsprechend schnell fand man sich in Zweikämpfen zwischen den zwei 16ern wieder. Ein leichtfertiger Ballverlust ging der ersten Gonsenheimer Torchance vorraus. Arif Güclü der Topstürmer der Rheinhessen machte es Tim Cullmann gleich und scheiterte ebenso schwach. Ein paar Minuten später macht er es dann richtig und nach einem Freistoßabpraller brauchte er nur noch das Bein hinzuhalten.

Die zweite Hälfte beginnt dann mit einem taktischem Tausch. Daniel Paulus bringt mit Felix Dausend einen weiteren Stürmer der auch sofort das Offensivspiel belebt. Etwas übermotiviert zieht er schnell den Unmut der Hausherren auf sich, aber zumindest sorgt er wieder für Lebenszeichen. Das gleiche gilt für die Einwechslung von Schmitt, der in der zweiten Hälfte mit einem Pfostenschuß die zweite ganz große Chance hatte. Vermutlich hätte der Momentum dann für Borussia gespielt, denn die Hausherren konnten trotz deutlich mehr Offensivgeist der Borussen bis auf eine Chance vorm Abpfiff kaum einen Konter setzen. Letztlich blieb es bei einer verdienten 1:0 Niederlage. Drei Chancen, der erste Eckball fast bei Abpfiff, dass ist zu wenig um ein Spiel zu gewinnen.

P.S.: Danke Jan für den Nachmittag, die Gläser und sowieso

 

 

 

eine Nummer zu groß…

 

testspielDas Spiel gegen Eintracht Trier ist ein Vorbereitungsspiel das viele Geschichten erzählen kann. Zum Beispiel vom Trainer Daniel Paulus, der heute auf seinen einstigen Chef und Lehrmeister traf oder von einem dutzend Spieler im Neunkircher Trikot die schon unter Triers Coach Peter Rubeck in Zweibrücken aktiv waren. Es war also ein Treffen unter lauter Bekannten.

Trier aktuell auch im Aufbau einer neuen Mannschaft, demonstrierte vom Anpfiff weg was Peter Rubeck schon vor dem Spiel lobend über seine Mannschaft erwähnte, Pressing und eine sichere Defensive. Borussia in ungewohnter Aufstellung mit Kizmaz und Haas im Sturm, Bach und Kadrija auf den Aussen, Kern und Herraldo als Aussenverteidiger, in der Mitte Boris Becker und Gotthardt. Sicherlich eine Aufstellung die man so in Gonsenheim wohl nicht erwarten muss.

Spielerisch war es für die Mannschaft nicht ganz einfach gegen extrem laufstarke Trierer, die schon weit in Neunkirchens Hälfte pressten. Mit solch wenig Raum waren die Alternativen zwangsläufig. Der Versuch über die Aussenverteidiger das Spiel aufzubauen schlug meist fehl, denn sofort rückten wieder zwei Blau – Schwarze an, auch lange Bälle erwiesen sich selten als probates Mittel. Trier machte geschickt die Räume eng und sorgte so ständig für Druck auf den ballführenden Spieler. Ein Leistungsunterschied war deutlich zu spüren.

Dennoch schaffte es auch die Borussenabwehr die ganz großen Szenen der Trierer zu verhindern und so war man bei der Eintracht zwar bemüht, glänzen aber konnte man auch nicht. So ging dem 1:0 eine Unordnung im Mittelfeld der Borussen vorraus, wo man nicht schnell genug umschaltete und hinter den Ball kam. Eine Flanke von aussen verwandelte Robin Carnier freistehend am 16er sehenswert zum 1:0. Danach überließen die Hausherren den Schwarz-Weissen etwas mehr Platz, doch wirklich die ganz großen Chancen konnte man nicht kreieren. Zwei unplatzierte Distanzschüsse waren die einzige Ausbeute.

Nach der Halbzeit dann Trier wieder stärker, riss die Partie an sich und dominierte in der Folge das Geschehen. Das 2:0 eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff war erneut das Ergebniss eines sehr frühen Fehlers im Spielaufbau. Christopher Spang setzt Boris Becker am eigenen 16er unter Druck, dieser verliert den Ball und Albayrak braucht nur noch abzustauben. In der 84. Minute vergibt Trier noch einen Elfmeter so das es beim 2:0 blieb. Auffälligster Spieler im Neunkircher Trikot Yannick Bach der immer wieder versuchte Akzente nach vorne zu setzen.

Fazit: Die Abwehr macht einen recht sattelfesten Eindruck, dafür lief in der Offensive nur wenig zusammen. Doch Eintracht Trier ist auch in seinem Umbau eine Mannschaft mit Regionalligaformat – ein Ziel das Borussia erst noch erreichen möchte.

 

 

…ich kann sagen, dass ich die Regionalliga lieb gewonnen habe – Interview mit Markus Horn (Blog Rot & Weiß)

Auf Markus bin ich eigentlich erst durch ihn selbst aufmerksam geworden, als er eines Tages einen Beitrag von mir likte. Seitdem verfolge ich seinen Blog Rot&Weiß der sich mit den Offenbacker Kickers und Benfica Lissabon beschäftigt. Vorallem letzteres bietet sehr interessante Einblicke. Doch Markus betreibt noch ein weiteres Blog…Links findet ihr unter dem Text. Wir sprachen aber wie soll es anders sein hauptsächlich ums runde Leder.

Hallo Markus, ich lese jetzt schon ziemlich lange deine Texte, verrat mir doch mal wer hinter den Texten steckt?

Ein Fußballfan aus Offenbach, auch wenn das leider nur die halbe Wahrheit ist. Ich muss mit dem Makel leben, in Frankfurt geboren zu sein. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur vorbringen, dass ich diesen Fehler bereits als Einjähriger korrigiert habe, indem ich auf die richtige Seite des Mains nach Offenbach gezogen bin. Seit 1973 gehe ich sehr regelmäßig auf den Bieberer Berg und komme damit langsam in die Nähe, mich als Stammzuschauer bezeichnen zu dürfen. markus horn Weiterlesen

Neuzugang Yannick Bach…

27.08.14, Regionalliga Südwest: 1. FC Saarbrücken - SVN Zweibrücken 3:1Noch vor ein paar Tagen erwähnte Daniel Paulus auf dieser Seite, dass er sich noch einen Defensivspieler im Winter wünschen würde. Nun gilt Yannick Bach nicht unbedingt als ausgesprochener Defensivspieler, was auf den ersten Blick also irgendwie nicht ganz passen mag. Doch der Transfer hilft Daniel Paulus an einigen Baustellen weiter.

So gilt der 23jährige, der mit dem Fußball spielen beim SV Altstadt angefangen hat, als Mann für die linke Aussenbahn. Dort kann er sowohl offensiv, als auch defensiv agieren. Damit reagiert Paulus auf die Probleme in der Vorrunde, als sowohl Kadrija als auch Jorrin nicht wirklich bleibenden Eindruck hinterliessen. Sicherlich auch weil jeder für sich mit seinen eigenen Problemchen zu kämpfen hatte. Kadrija kam in der vergangenen Rückrunde kaum zu Spielpraxis und dürfte aufgrund seines Alters noch mit Formschwankungen kämpfen. Dasselbe gilt eigentlich auch für Jorrin. Beides Talente die aber Zeit brauchen ihre Erfahrungen zu machen. Dabei kann etwas Konkurrenzkampf nicht schaden. Zumal sie in Yannick Bach einen mit 23 Jahren noch recht jungen, aber schon weitaus erfahreneren Konkurrenten bekommen. Weiterlesen