zurück im Geschäft…

überm Ellenfeld lacht die Sonne

überm Ellenfeld lacht die Sonne

Borussia Neunkirchen gegen den FSV Salmrohr das war auch die Rückkehr des Paul Linz ans Ellenfeld. Seit der ehemalige Borussencoach die „Macht vom Dorf“ übernommen hat, scheint der FSV wieder an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen zu können. Doch wie das Leben, so spielt manchmal auch der Fußball und so gewann Trainerneuling Paulus gegen den erfahrenen Hasen.

Entscheidend dabei waren zwei grundverschiedene Halbzeiten, die vielleicht gar nicht so verschieden gelaufen wären, hätte Salmrohr nicht das Glück gehabt durch einen abgefälschten Schuß in Führung zu gehen. Ein Gegentor das zur aktuellen Situation treffend passte. Denn dieser Szene vorrausgegangen war ein Missverständniss der Abwehr. Nicht das einzige Male an diesem Tag das die Kommunikation fehlte. In der Folge dominierte Salmrohr eine Partie die bis dahin eher dahin plätscherte. Immer wieder erspielten sich die Gäste mit schnellem Spiel auf Makiadi Torraumszenen, was fehlte war die letzte Konsequenz. Und doch hätte es zur Halbzeit 1:1 stehen müssen, als ausgerechnet Andreas Haas fast mit Pausenpfiff eine hundertprozentige liegen ließ.salm

Die Reaktionen des Publikums blieben bei Schweigen. In der 2.Hälfte brachte Daniel Paulus den zuletzt suspendierten Schmitt für Iashvili ins Spiel. Ein Wechsel für die Offensive, ein Zeichen das auch die Mannschaft verstand. Borussia übernahm in der Folge immer mehr das Geschehen und Innenverteidiger Armend Haliti bewies einmal mehr seine Wichtigkeit mit dem Ausgleichstreffer. Ab nun entwickelte sich das Spiel zu Einbahnstrassenfußball. Das Pressing funktionierte, Bälle wurden schon früh zurückerobert und auch vorne fand man nun wieder seine Anspielstationen. So das es Haas war der den 2:1 Führungstreffer markieren konnte. Später sollte ihn der Rasen nochmal eine Riesenmöglichkeit kosten. Überhaupt zeigt sich der Rasen nicht unbedingt im besten Zustand für technisch anspruchsvollen Fußball.

salm2Doch die Szene des Tages war vielleicht das 3:1 durch Markus Schmitt oder besser gesagt der Jubel danach. Wenn es Zweifel gab ob Schmitt ein Mannschaftsspieler ist oder ob er ins Team passt, dann hat er, als auch die Mannschaft gestern die Antwort geliefert. Alle Spieler kamen zum gratulieren gelaufen. Gelaufen war dann in der Folge auch das Spiel. Salmrohr steckte auf und Borussia ließ mit dem 4:1 dann auch Gnade walten. Felix Dausend demonstrierte dabei seine technischen Fähigkeiten. Am Ende ein verdienter Heimsieg, der einiges an Druck aus dem Kessel nimmt. Wenn gleich der Block 5 schon vor Anpfiff seine Unterstützung für Trainer und Mannschaft zeigte.

 

Ratlosigkeit…

IMG_3146Ok, ich muss ehrlich zu geben, ich kämpfe im Kopf seit Tagen mit diesem Bericht… Ich finde, die Überschrift passt sehr gut momentan.
Samstag ging es nach Mainz, zu Schott Mainz. Als Tabellenelfter, relativ langweilig, weil nichts nach oben geht, unten die aber auch nicht wirklich gefährlich sind. Jetzt fragt sich sicher der ein oder andere, warum man sich für solch eine Partie ins Auto setzt und 130km hin und später wieder zurück fährt. Tja, die Antwort darauf ist wohl, dass das das Leben eines Borussenfans ist. Und man samstags auch sonst nichts zu tun hat…..
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Nach gefühlten 25 Baustellen (oder mehr) in Mainz angekommen erwartete uns eine riesige Sportanlage. Das einzige Wissen, dass wir über Schott Mainz vor dem Spiel getankt haben war, dass es der größte Breitensportverein Deutschlands ist. Aber so groß hätte ich dann doch nicht gedacht. Fußball ist dort nur eine Sportart von vielen. Hockeyplatz, Tennisplatz, Multifunktionsplatz, große Halle, alles ist dort auf einem Fleck. Und nicht zu vergessen der Fußballplatz, zu dem wir, nach erfolgreicher Parkplatzsuche, dann gelaufen sind. Überraschenderweise gab es keine Kassen, man konnte einfach so rein. Nach Anpfiff stellte sich dann raus, dass bei Schott Mainz wegen der geringen Zuschauerzahl ein 3-Mann-Team mit Kasse einmal rund läuft und abkassiert.

IMG_3148Nun, zum Spiel folgendes: Paulus trat in Mainz mit größtenteils der Pokalelf an: Flauss – Steis, Becker, Backmann, Kizmaz – Haliti, Cullmann – Jorrin, Iashvilli, Kadrija – Haas. Durch den Ausfall von Dausend grief er also wieder auf das 4-2-3-1 zurück. Die Abwehr gefiel ihm beim Pokalspiel wohl gut, weshalb er sie nicht änderte und Cullmann vor der Abwehr blieb. Dieser hatte IMG_3151am Samstag viel mehr Offensivakzente, die wirklich sehr gut aussahen. Generell muss man sagen, dass wir das Spiel in den ersten 20 Minuten hätten entscheiden können. Viele, sehr viele gute Spielzüge brachten uns einige Chancen, die nicht genutzt werden konnten. Die Gastgeber wirkten etwas überrascht, dass die Borussia so gut ins Spiel kam und benötigte Zeit sich zu sortieren. Hätten  wir in der Zeit das Tor geschossen, hätte das Spiel anders ausgehen können. Aber wie heißt es so schön, hätte der Hund nicht geschissen …..
Und so passierte dann, was passieren musste. In Halbzeit zwei war der Akku der Spieler leer, was zum Teil sicher auch dem nicht ganz lockeren Pokalspiel unter der Woche geschuldet ist, was aber „keine Entschuldigung sein sollte“ (Zitat eines Spielers nach dem Spiel). Schott Mainz kam ins Spiel rein und begann ihr Spiel zu spielen und konnte letztendlich nach vielen guten Szenen in der 70. Minute das 1:0 nach Freistoß erzielen. Zu bemängeln ist sicher, dass in unserem Team einfach große Spieler fehlen, beim Gastgeber war die komplette Abwehr größer, als 9 unserer Feldspieler. Das man da ein Kopfballtor fängt ist dann kein Wunder mehr.
Das 2:0 dann 13 Minuten später, als es aussah, als wäre unsere Abwehr schon zum duschen gegangen. Zwei Mainzer gaaaaaanz allein im Strafraum, Flanke, Tor. Auch der Anschlusstreffer von Backmann half dann nichts mehr.

Ein geschlagener Trainer...

Ein geschlagener Trainer…

So fuhren wir dann nach Gesprächen mit zwei Spielern wieder einmal mit nichts in den Händen nach Hause. die fünfte Niederlage in Folge nach einem super Start. Keiner weiß so genau, woran es liegt, dass nichts mehr geht. Stimmen gegen den Trainer werden lauter, welchen ich mich nicht anschließe! Und alles was bleibt ist die Hoffnung auf bessere Tage und die Erkenntnis: Ratlosigkeit ….

Kick it like Borussia…

Flutlichtspiel am Ellenfeld...

Flutlichtspiel am Ellenfeld…

Der gestrige Sonntag ähnelte meinem derzeitigen Gemütszustand, graues Wetter und später nasskalt mit Dauerregen. Ein Bild das die aufgegebene „Spiesser Kurve“ gestern noch untermalte. Durch diese Abgeschiedenheit dank Bauzaun, fängt die Natur an sich das zurückzuerobern, was man ihr einst genommen hat. So alleine mit dem Regen der durch die Stufen tropft, dieses Bauwerk mit seinen zwei Eingängen zeigt in diesem Moment seinen ganzen Charme. Die vielen Pfeiler, die Funktionalität der Aufgänge, die an ihrem Ende einen einmaligen Blick über das Ellenfeld bieten. Die schon seit Jahrzehnten verlassenen Kassenhäusschen aus massiven Beton…auf denen man Liebesbotschaften finden kann. Manch alter Graffitischriftzug („Scheiß FCS“) findet sich an den Wänden und erinnert an Zeiten als auch die Spiesser Kurve bessere Tage erlebte.

Bessere Tage sieht man aktuell auch auf dem Nebenplatz, wo die Mädels seit dieser Saison eine neue sportliche Heimat finden. Frauenfußball bei Borussia, kommt gut an in der Stadt. Es dürften gestern bei deprimierenden Wetter trotzdem ca. 80-100 Zuschauer auf dem Nebenplatz gewesen sein. Würstchen und Bier gab es auch, bei freiem Eintritt.

Die Borussenmannschaft empfing gestern den Tabellenführer und machte aus einer geordneten Defensive zwei Tore. Dabei fällt schon ein enormer Leistungsunterschied unter den Mädels auf. Doch die enorme Laufbereitschaft für die jeweils andere, gleicht manche Schwäche aus. Spielerisch kann die Mannschaft durchaus auch einiges und so manch 1.Mannschaftsspieler könnte sich im Moment bei den Damen anschauen was Paulus mit Pressing meint. Motivation scheint eh nicht die Schwäche des Teams. Und so gab es gestern auch einige Gesänge, ungewohnt für die Mädels, die sich aber sichtbar darüber freuten.  Borussia kann eben doch noch Spaß machen…

Der vergangene Pokalabend…

IMG_3080Leider bin ich zeitlich noch nicht zu dem Bericht gekommen, trotzdem kommt jetzt noch ein kurzer Artikel zum Pokalspiel vergangenen Mittwoch in Bildstock gegen die DJK.

Nun, erwartet wurde eigentlich ein schweres Spiel, Bildstock ist was anderes als Rockershausen und Heckendalheim. Eine gute, junge Mannschaft, die mit Sicherheit gerne die große Borussia rausgeworfen hätte. Im Gegensatz zu vielleicht manch anderem Trainer wusste das aber auch Paulus und ließ deshalb schon bei der Aufstellung nicht viel anbrennen: Flauss – Steis, Becker, Backmann, Kizmaz – Cullmann – Weston, Iashvilli, Kadrija – Dausend, Haas.

Der Mond schien für Borussia

Der Mond schien für Borussia

Damit spielte bis auf Weston eine Mannschaft, die größtenteils diese Saison in der Anfangself stand oder fast in jedem Spiel zum Einsatz kam. Manche werden sich jetzt sicher fragen, wo denn Schmitt abgeblieben ist, dazu aber später im Bericht mehr.
Die Idee von Paulus, Steis und Becker in die Abwehr zu ziehen und Culle vor der Abwehr agieren zu lassen ergab sich als eine Gute.

Die Neunkircher dominierten das Spiel von vorne weg, nach 15 Minuten traf Haas schon zum 1:0. Auch der Ausgleich der Bildstocker durch einen abgefälschten Fallrückzieher konnte nicht zu einer Überraschung führen, die Borussia spielte ganz ruhig ihr Spiel weiter und so traf Dausend 12 Minuten später durch einen schönen Freistoß aus 16 Meter zum 1:2 aus Sicht des Gastgebers. So ging es dann auch in die Pause, kein besonders aufregendes Spiel, der Favorit ist am Ball, die Bildstocker versuchen irgendwie Chancen zu bekommen.
Auch die zweite Hälfte sollte dann nicht zu einer Wende führen, anders, als in den Jahren zuvor, nahmen die Schwarz-Weißen den Gegner in jeder Minute ernst, was Ihnen am Ende auch noch das 1:3 durch Dausend bringen sollte.

Flutlichtspiel

Flutlichtspiel

Großes Lob an den Trainer, der nicht geschont hat, sondern unbedingt weiter kommen wollte und auch an das Team, dass den Gegner nicht unterschätzt hat und so relativ locker ins Achtelfinale einziehen konnte.

Pünktlich mit dem Schlusspfiff in Bildstock erfuhren die Gästezuschauer dann, dass es im zeitgleichen Pokalspiel der Damen, im Nachbarort gegen die DJK Elversberg, 0:0 ausging und dementsprechend eine Verlängerung statt fand, wo dann 6 Mann noch schnell mit dem Auto hingefahren sind. Bei Ankunft stand es dort schon 1:0 für die Damen der Borussia, kurz nach dem Eintreffen fiel dann das 2:0. Auch der 2:1 Anschlusstreffer brachte den Elversbergern nichts mehr und so zogen auch die Damen in ihre 2. Saarlandpokalrunde.

Damenpokalspiel

Damenpokalspiel

Diese findet am Sonntag, 19.10.2014 um 15:00 Uhr zu Hause auf dem Kunstrasen neben dem Ellenfeld statt. Der Gegner heißt 1.FFG Homburg, Landesligist und somit klarer Favorit. Abzuschreiben ist die Damenmannschaft unserer Borussia aber mit Sicherheit noch nicht.

Somit war es ein super erfolgreicher Pokalabend für uns, 120 Minuten Fußball gesehen, zwei Grounds gemacht und zwei Siege mit in die Heimatstadt genommen.

Zu Schmitt: Markus Schmitt wurde nach nur 4 Spielen im Borussentrikot suspendiert. Hören-Sagen zu Folge soll es wohl diverse Auseinandersetzungen zwischen ihm und dem Trainer gegeben haben.

…eben ein ganz normaler Fußballnachmittag

immer wieder aufstehen...

immer wieder aufstehen…

Ich war die Saison bisher selten schauen, womit ich das seltene Glück hatte nur Siege gesehen zu haben und ehrlich gestanden bin ich auch davon ausgegangen das sich das gestern nicht ändern sollte. Das ist wohl irgendwie das Ding mit dem „Anspruch und Wirklichkeit“. In meiner Vorstellung ist das irgendwie noch immer keine Option eine Heimniederlage gegen Mechtersheim einzukalkulieren. Dabei sollte man meinen das die letzte Saion Demut gelehrt hätte.

frühzeitiger Kabinengang zur Halbzeit

frühzeitiger Kabinengang zur Halbzeit

Rein statistisch sprach auch alles für einen Heimsieg, nur einmal 2009 verlor man gegen die Blau-Weissen zu Hause. Abgebucht in der Rubrik Ausrutscher. Das gestern war wohl eher einer der Rubrik unnötig. Denn Mechtersheim war nicht die bessere Mannschaft, sie machte lediglich aus dem wenigen sehr viel. Während Borussia aus sehr viel, sehr wenig machte. Die Spielanteile waren klar zugunsten der Schwarz-Weissen verteilt, was sicherlich einmal mehr dem frühen Rückstand zu verdanken war. Mechtersheim konzentrierte sich darauf nichts anbrennen zu lassen und abzuwarten was sich nach vorne ergibt. Das war letztlich eine recht clevere Spielweise, denn Borussia agierte sehr einfallslos, war leicht auszurechnen.

10723617_856748207677020_2145548629_nIn der Regel versuchte man es über die Aussen, doch ohne das nötige Tempo war es nicht allzu schwer die Seiten dicht zumachen und wenn dann doch mal ne Gelegenheit in Aussicht war, gab es ein taktisches Foul und die Situation war wieder die alte. Es fehlte einfach die nötige Durchschlagskraft und vorallem jede Kreativität. Zwar konnte man sich ne handvoll guter Chancen erarbeiten, aber entweder wurden sie leichtfertig vergeben oder stark pariert. Als dann auch noch das 0:2 in Hälfte eins fiel, war die Luft auf den Rängen raus. Statt Fußball schauen pflegte man gemütlichen Smalltalk allseits.

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und sie stehen wieder auf…

Auf dem Feld konnte man dennoch eine niemals aufsteckende Borussenelf sehen, doch erweckte das ganze den Eindruck als hätte jeder gerade mit sich selbst zu tun. Es fehlte irgendwie der Teamspirit, das miteinander spielen, das mitdenken. Das kam wieder erst fünf Minuten vor Schluß, auf einmal machte man richtig Druck. Powerplay Fußball vom feinsten und die Gäste schwommen sichtbar. Mehr als der Anschlußtreffer sollte aber nicht mehr gelingen. Ohne unken zu wollen aber ohne Steigerung wird das am Mittwoch im Pokal in Bildstock eine ganz harte Nuss. Naja und Schott Mainz ist auch nicht unbedingt Laufkundschaft.

Sonntags gibt’s Rotwein und Käse

P1040954Irgendwie ist der letzte Tag der Woche nicht für Fußball gedacht. Aufgrund der Tatsache, dass man, insofern man überhaupt weg geht, dies am Samstagabend macht, ist man sonntags eher im Eimer und wünscht sich Schlaf. Natürlich geht das nicht, wenn der Verein ruft und ein Auswärtsspiel ansteht. Also war aufstehen angesagt, schließlich mussten wir ja noch knapp 100 Kilometer zum Spiel in Pfeddersheim fahren. Dies war übrigens meine erste Auswärtsfahrt, die ich mit eigenen PKW gemacht habe, vorher war ich immer nur Mitfahrer.

Was als erstes sehr erschreckend war, war die Tatsache, dass es nur grobe Wurst gab, nicht mal normale Wurst als Alternative. Im Sportheim hörte man dann, wie die nette Frau die Herren fragte, ob sie Rotwein und Käse wollen, was mich auch etwas verwirrte, immerhin waren wir doch beim Fußball und nicht beim feinen Dinner. Naja, andere Länder, andere Sitten. das Verletzungspech will dieses Jahr auch mal wieder P1040946kein Ende nehmen, Trainer Paulus musste nun auch noch auf den Stürmer Dausend verzichten. Mbote durfte nach seiner Sperre wieder ran, was dann folgende Aufstellung ergab: Flauss – Cullmann, Mbote, Backmann, Kizmaz – Steis, Iashvilli – Schmitt, Kadrija, Simonetta – Haas. Wenn ich mich recht erinnere, dann ist das das erste Mal, dass wir ein 4-2-3-1 und kein 4-1-3-2 spielten, wir haben ja aber auch keinen Stürmerersatz für Dausend.

Die erste Szene des Spiels ließ dann auch gar nicht lange auf sich warten, in der 8. Minute pfiff der Schiri Elfmeter für Pfeddersheim und zog rot gegen Backmann. Aber moment, unkommentiert kann man diese Szene nicht lassen. Über den Elfmeter will ich nicht lange reden, man kann ihn durchaus geben, muss aber nicht unbedingt. Die rote Karte für Backmann hingegen ist mit Abstand die lächerlichste Entscheidung in der letzten Zeit. Nein, er flog nicht für das Foul vom Platz, das beging nämlich Cullmann. Backmann ging vom Platz, weil er zu Cullmann sagte, dass er im 16er nicht so dumm hingehen darf, der Schiri Kreutz (jener Schiri, der uns gegen Wirges zu Hause schon verpfiffen hat) verstand, dass Backmann „du bist dumm“ zu ihm sagte. Ich weiß echt nicht, ob ich über diese Sache lachen oder weinen soll, es ist einfach eine Frechheit, dass man einen Schiri, der scheinbar Hörschwierigkeiten hat, in der Oberliga pfeifen lässt. Nach langen Diskussionen ging Backmann dann vom Feld, ebenfalls wurde Paulus hinter die Absperrung geschickt, nach dem er auch in den Strafraum gelaufen war. Der Elfmeter war drin, 0:1 aus Borussensicht.

Neue Trainerbank

Neue Trainerbank

Nach 12 Minuten dann der taktische Wechsel: Steis ging in die Abwehr, Becker kam für Simonetta ins Spiel. Brachte aber nichts, beide Teams ohne Ideen, ohne Zug zum Tor. Neunkirchen war mit Sicherheit gleichwertig, auch mit einem Mann weniger, leider muss man aber sagen, dass beide eher gleich schlecht als gleich gut waren. Ich wäre jetzt auch eigentlich schon mit meinem Bericht zu Ende, weil es über die 90 Minuten Fußball nichts zu berichten gibt, einfach ein langweiliger Kick von beiden. Aber es gab noch eine Szene, die ich niemand vorenthalten will. Nach 71 Minuten will Kizmaz den Ball an der Eckfahne nach vorne schlagen und die Szene klären, zeitgleich wollte der Linienrichter schauen, ob der Ball ins Aus rollt. Was dann passierte, könnt ihr  euch sicher denken.

Der Ball flog dem SRA Skala frontal ins Gesicht, wer Kizmaz kennt, weiß, dass er nicht gerade locker schießt. So lag Skala dann auch 15 Minuten am Boden, die ersten 10 war er komplett weg und nicht ansprechbar. Er wurde danach sofort ins Krankenhaus gefahren.

SRA wird behandelt

SRA wird behandelt

Das krasse an dieser Situation war aber, dass der Trainer, sowie alle Spieler der TSG Kizmaz Absicht unterstellen wollten, ihn teilweise angegangen sind. Leute, ich bitte euch, Kizmaz schaute auf den Ball und wollte ihn wegschlagen, er konnte nichts dafür, dass der SRA da steht. Anschließend wurde ein Ersatzschiri gesucht. Es meldete sich ein unabhängiger, der mit keinem Verein was zu tun hatte und einer, der bei der TSG Pfeddersheim als Schiedsrichter gemeldet ist. Und, wen wundert es, natürlich wurde der TSG’ler genommen. Trotz, dass sowohl Flauss als Kapitän, sowie Paulus als Trainer ihn abgelehnt haben.  Schiri Kreutz rief extra den Spielleiter Hemmler an, um sicher zu gehen, dass er das auch darf. Nach 19 Minuten Unterbrechung ging es dann weiter, bis zum Schlusspfiff passierte nichts mehr.

Nun, was bleibt von diesem Spiel hängen? Die Mannschaft wurde nach 8 Minuten stark benachteiligt, ich kann aber nicht sagen, ob es mit 11 Mann zwingend besser gelaufen wäre. Die Leistung eines jeden Einzelnen war einfach nicht diese, wie sie es vor 4 Wochen noch war. Jeder Spieler wirkt müde, als würden sie mal 1 Woche Pause gebrauchen können. Dennoch müssen wir schauen, dass wir die Kurve kriegen und die Talfahrt schnellstmöglich beenden.

Bilder hat wie immer Carsten gemacht, danke dafür!

Das alte Leid im Ellenfeld…

14_09_20 Borussia Neunkirchen - Arminia Ludwigshafen (2)

Unser Ellenfeldstadion

Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie quält mich seit Samstag das Gefühl, dass ich jede Saison ziemlich genau das gleiche zu sehen bekomme. Wir spielen gut, wir spielen uns oben dran, wir verlieren das Topspiel und plötzlich wissen wir nicht mehr, wie man Fußball spielt. Für mich hat der Samstag eine Menge Fragen aufgeworfen, die man wohl nie beantwortet bekommt, insofern sie überhaupt jemand beantworten kann.

Ritaul seit dem ersten Heimspiel der Saison

Ritual seit dem ersten Heimspiel der Saison

Doch kommen wir erstmal zum Spiel. Borussia begrüßte als Gast die Arminia aus Ludwigshafen. Ein unbequemer Gegner den man nach den ersten neun Spielen auch schlecht einschätzen konnte. 3 Siege, 2 Unentschieden, 4 Niederlagen bei einer Torbilanz von 18:17 standen bis Samstag auf dem Konto der Arminia. Unsere Borussia hatte zu dem den Verletzungsausfall von Haliti, sowie den Ausfall des rotgesperrten Mbote zu beklagen. Das warf beio der Aufstellung ganz klar ein Problem in der Abwehr auf. Mit solch einem Pech hat man bei der Kaderplanung sicher nicht gerechnet. So liefen die Schwarz-Weißen dann wie folgt auf: Flauss – Cullmann, Steis, Backmann, Kizmaz – Iashvilli – Schmitt, Kadrija, Jorrin – Dausend, Haas.

Ich denke, dass war die beste aller Lösungen, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob Steis zu 100% spielbereit war, teilweise sah es zumindest nicht so aus.
Schon nach 10 Minuten waren aber die meisten der 400 Zuschauer geschockt. Es spielte von Beginn an nur eine Mannschaft, das Gästeteam. So hat sich das wohl niemand vorgestellt, aber irgendwie funktionierte gar nichts. Das Aufbauspiel wurde sehr früh von den Ludwigshafenern unterbunden, viele einfache Ballverluste und die Abwehr stand alles andere als sicher. Dies änderte sich auch nicht und so fiel in der 32. Minute das längst überfällige 0:1.

Block 5 vor dem Spiel

Block 5 vor dem Spiel

In der Halbzeit wurde gerätselt, was da auf dem Platz eigentlich gerade abging. Borussia war kein bisschen Borussia, so wie man sie die letzten Wochen erlebte. Keine Ahnung ob das Hauensteinspiel noch in den Knochen der Spieler verweilt, ob sie den Gegner einfach unterschätzt haben oder ob irgendein anderes Problem ausschlaggebend war. Jedenfalls kann man diese Halbzeit gerne aus dem Gedächtnis streichen, denn sowas schlechtes habe ich im Ellenfeld lange nicht gesehen.

Nach der Pause sah man dann so ziemlich das gleiche Bild und wir kassierten den frühen 0:2 Treffer in der 53. Minute. Und danach ging es dann los. Plötzlich war Neunkirchen wieder da. Plötzlich spielten sie wieder Fußball, wie sie es die letzten Spiele gezeigt haben. Vom Anstoß weg ging man viel engagierter in die Zweikämpfe, fightete um den Ball und kombinierte sich vors gegnerische Tor. Immer wieder gab es dicke Chancen, die nicht verwertet wurden. In der 70. Minute dann der Doppelwechsel: Iashvilli ging angeschlagen (nach einem harten Aufprall nach einem Zweikampf in der Luft) und Becker kam. Zusätzlich kam der immer kämpferische Weston für den unauffälligen Jorrin, der schon in der ersten Hälfte mit Schmitt die Seiten tauschte, was aber leider wirkungslos blieb für beide. 4 Minuten später dann der Anschlusstreffer durch Backmann, nach einem Freistoß. Und der VfB lag nochmal einen Zahn zu. 16 Minuten Dauerfeuer, eine Chance nach der anderen, aber immer war entweder das Aluminium, oder Klug, der Torwart der Arminen im Weg. In der 90. Minute fing man sich dann noch das 1:3 durch einen Konter.

Irgendwie war es zum Haare raufen, hatte man doch so viele Chancen in der Schlussviertelstunde. Doch wenn ich objektiv bin, wäre es nicht verdient gewesen, nicht nach diesen schlechten 55 Minuten, die die Mannschaft da gezeigt hat. Und so bleibt nur eine Niederlage und die eine Frage: Was war in der ersten Halbzeit mit der Mannschaft los???

Am Sonntag geht es dann nach Pfeddersheim, Anstoß ist um 15:00 Uhr.

PS: Danke geht erneut an Carsten Hör, der wieder mal super Bilder für den Bericht stellt.

Wenn Borussia gegen den Schiri spielt…

Der äußere Rahmen stimmte

Der äußere Rahmen stimmte

…dann gewinnt leider immer der Schiri. Vorab soll gesagt sein, dass ich sicher keiner bin, der die Schuld für eine Niederlage zu erst bei jemand anderem sucht, als bei der eigenen Mannschaft. Manchmal ist es aber einfach Tatsache, dass die eigene Mannschaft zu 90% nicht daran schuld war.

Aber fangen wir einfach vorne an. Am Samstag spielten unsere Schwarz-Weißen in Hauenstein, das absolute Topspiel der Liga am 9.Spieltag. Erster gegen Zweiter, Ligaprimus gegen Verfolger Nummer eins. Und wir hatten die Ehre als Tabellenführer anzureisen. Dementsprechend konnte man auch wieder eine große Menge Neunkircher dazu motivieren, die Auswärtsfahrt mitzumachen. Nicht ganz soviele wie im Vorjahr, dennoch fuhr man mit 5 besetzten Autos vom Treffpunkt weg und stieß in Hauenstein auf noch viel mehr Borussen. Offiziell waren es 500 Zuschauer, die zum Spitzenspiel kamen (ich persönlich schätze mehr), aber davon waren dann mindestens 300 Neunkircher.

als Tabellenführer auf den Platz...

als Tabellenführer auf den Platz…

Folgende Aufstellung brachte Trainer Paulus dann aufs Feld: Flauss – Cullmann, Mbote, Backmann, Kizmaz – Haliti – Jorrin, Iashivilli, Kadrija – Dausend, Haas. Eigentlich die ganz normale Startelf, warum aber Schmitt nicht spielte weiß ich nicht. Habe gehört er wäre angeschlagen und konnte nicht von Anfang an ran.

Jedenfalls begannen wir das Spiel eher zurückhaltend und abwartend, ließen den Gegner kommen und lauerten darauf, einen guten Konter zu setzen. Dies gelang aber nicht, denn wenn wir in Ballbesitz kamen, dann dauerte das Umschalten viel zu lange. Niemand lief konsequent nach vorne um einen langen Ball zu nehmen, es bat sich aber auch keiner an, um schnell über kurze Pässe nach vorne zu kommen. Diese Taktik, die eigentlich nicht schlecht war, hätte man sie dementsprechend umgesetzt, ging also nicht auf.
Dennoch haben wir es geschafft, das Spiel offen zu halten. Die Abwehr stand dicht, in den Zweikämpfen waren wir meistens bissiger und die Chancen, die die Gastgeber hatten, wurden dann von Flauss abgewehrt. Viel mehr bot die erste Hälfte auch gar nicht, relativ Chancenarm und wenn, dann meist auf der falschen Seite. Ein klassisches 0:0 Spiel eben.P1040638

Trotzdem bin ich an dieser Stelle noch nicht mit der 1. Halbzeit fertig. Da gibt es noch einen Spieler, der in dieser Hälfte wohl die klare Hauptrolle eingenommen hat. Robin Vogtland, Rechtsverteidiger des SCH, ehemals beim FCH. Ich habe selten einen Spieler gesehen, der gegenüber Zuschauern so provozierend wurde, sicherlich nicht ganz grundlos, aber trotzdem für einen Fußballer nicht vertretbar. Als Spieler sollte ich mich zumindest in sofern unter Kontrolle haben, dass ich nicht einzelne Zuschauer auch nach dem Spiel noch beschimpfe.
Sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der Linienrichter während der Provokationen während des Spiels von Vogtland nicht einmal 3 Meter von ihm weg stand, aber nicht mal reagierte.

Nach der Halbzeit dann gewohntes Bild, Borussia zieht sich etwas zurück, lässt Hauenstein das Spiel gestalten, die drücken zwar, haben aber auch nicht die entscheidende Idee, wie sie durch die Abwehr der Neunkircher kommen. Dafür kamen die Jungs aus dem Saarland dann besser in die Partie und erarbeiteten sich Chancen, die aber leider vom ebenfalls bärenstarken Sebastian Grub gehalten wurden. In der 57. und 59. Minute wechselte Paulus dann gleich zweimal. Steis kam für den nicht so starken Iashivilli und Schmitt kam für Jorrin auf der rechten Außenbahn. Mit dieser Einwechslung kam auch wieder Hoffnung auf im Gästeblock. Doch viel änderte das nicht am Spielverlauf, es scheinte, als würden beide nicht unbedingt auf die 3 Punkte bestehen, sondern auch mit einem Punkt leben können. Doch dann kam die 70. Spielminute. Hauenstein spielt den Ball in den Strafraum der Borussen, Mbote geht zum Ball, trifft den Ball, danach leicht den Gegner, der Gegner fällt, ein Pfiff. Elfmeter, rot für Mbote, gelb für Haliti wegen Beschweren, Schock….

Der Elfmeter der letztlich das Spiel entschied

Der Elfmeter der letztlich das Spiel entschied

Ich weiß nicht, warum es immer uns passiert, aber langsam fühle ich mich von den Schiris unserer Oberliga auf den Arm genommen. Aus meiner und vieler anderer Sicht, die mit Sicherheit nicht rein subjektiv mit der Borussenbrille ist, war das kein Elfmeter. Ein Zweikampf, bei dem Mbote den Ball trifft und danach den Gegner. Und wenn er Elfmeter gibt, was ich ihm jetzt noch durchgehen lasse, dann war es niemals eine rote Karte. Weder hat er eine klare Torchance verhindert, noch war er letzter Mann. Für mich war die Schirileistung gestern eine absolute Frechheit.

Der Elfmeter brachte natürlich das 0:1 aus unserer Sicht und dann brauch man nicht mehr viel zum Spiel zu sagen. So richtig wollten wir nicht aufmachen, versuchten spielerisch den Ausgleich zu schaffen und liefen dann in der 85. Minute doch noch in einen Konter, der das 0:2 bedeutete.P1040791
Ein 0:0 Spiel, das aufgrund mangelnder Kompetenz des Schirigespanns mit 0:2 verloren ging. Meiner Meinung nach sollte sich der Verband über die Besetzung der drei Herren bei solch einem Topspiel mal Gedanken machen. Es kann doch nicht sein, dass ein Spiel, das erste Tendenzen in dieser Saison zeigen soll, von drei Pflaumen geleitet wird. Ich will mich da aber auch nicht zu sehr hinein steigern jetzt.
Es war eine ordentliche Leistung unserer Mannschaft, vielleicht hätte man ein frühes Tor erzwingen können, statt abzuwarten was Hauenstein macht. Von den Chancen her wäre ein Unentschieden verdient gewesen, so fuhren wir leider mit leeren Händen nach Hause. Trotzdem sollten wir jetzt kein Trübsal blasen, es sind nur 3 Punkte auf Hauenstein und wir sind als Fünfter in einer guten Überholposition. Abhaken und auf Ludwigshafen am nächsten Samstag konzentrieren! Vielleicht dann mit einem besseren Schiedsrichtergespann…

Großer Dank geht an Carsten Hör, der die tollen Fotos vom Spiel gestern gemacht hat.

Vielleicht nach Teneriffa, eine Woche Sandstrand…

Rock3

Sportplatz Rockershausen

…EUROPAPOKAL, EUROPAPOKAL… Ja, ja, träumen darf man ja noch. Wobei der Gedanke daran ja berechtigt ist, da man dafür nur den Saarlandpokal gewinnen muss und das Jahr drauf den DFB-Pokal. Aber genug geträumt, heute geht es um die 3. Runde des Saarlandpokals (Ich werde Lottopokal bewusst nicht sagen!), in der unsere Borussia in Rockershausen ran musste.

Treffpunkt war wie immer am Ellenfeldstadion und dort war um kurz nach 18 Uhr Abfahrt. Glücklicherweise kannte einer den Weg, denn neuste Navigationssysteme bestanden darauf, dass es die Straße, wo der Sportplatz sein soll, gar nicht gibt. Angekommen in Rockershausen waren wir doch etwas vom Stadion überrascht. Nach dem wir eigentlich mit einem alten Ascheplatz und einfach nur Wellenbrecher um den Platz herum rechneten, war die Überraschung groß: Gut gepflegter Naturrasen, eine komplette Gerade mit Stehrängen und, wofür man mittlerweile fast jeden Verein als Neunkircher beneidet, eine Flutlichtanlage bestehend aus 8 Flutlichtern rund um das Spielfeld.

Amateuridylle

Amateuridylle

Die Aufstellung unserer Borussia kann ich euch nicht genau sagen, die Sprechanlage machte während den Aufstellungen schlapp und man konnte nichts mehr hören. Fakt ist, dass wir mit Backmann, M’Bote, Jorrin, Kadrija und Haas doch fünf Spieler auf dem Feld hatten, die momentan in der Oberligamannschaft unverzichtbar sind.Mit so vielen hätte ich nicht gerechnet.

Der Rest des Teams setzte sich aus Reservespielern und U23 Spielern zusammen.
Nach dem Anstoß passierte dann das, womit jeder eigentlich gerechnet hat, außer die sehr hoffnungsvollen Rockershausener Zuschauer, die sich ihrem Gespräch zu folge sehr siegessicher waren. Kadrija auf Simonetta, welcher dann den Ball aber weit verzog. 3 Minuten später Ecke für uns, die Ecke kommt in den Strafraum, Backmann geht hoch, 1:0 nach 5 Minuten. Neun Minuten nach dem ersten Treffer, zwischendurch hatte Rockershausen übrigens noch eine gute Chance zum Ausgleich, verwandelte Jorrin dann den Ball zum 2:0. Steis, der ebenfalls nach seiner Verletzung wieder spielte, hatte Spaß am Spiel und bereitete das 3:0 und 4:0, beide Tore durch Andreas Haas vor. Mit dem 4:0 ging es dann in die Pause. Zwischenzeitlich sah es in der ersten Hälfte gar nicht gut aus für M’Bote, der dreimal verletzt am Boden lag ohne Fremdeinwirkung, ausgewechselt wurde er aber nicht.

und am Rande steht der Feldherr

Spaß! Wer hat hier Spaß?

An dieser Stelle sei zu erwähnen, dass es während der Halbzeit zum einen schlagartig dunkel wurde, sodass auch das Flutlicht zum Einsatz kommen durfte, und zum anderen die Temperaturen auf gefühlte -10°C sanken. Im September, wo es normal noch 24°C sein sollten. Schätze mal bis zur Winterpause werden wir alle erfrieren, wenn das so weiter geht.

Gleich nach der Pause machten die Schwarz-Weißen dann da weiter, wo sie aufgehört haben, Kadrija auf Simonetta, 5:0. Kurze Zeit später dann Ljaic auf Haas und der machte mit seinem 3. Treffer das 6:0. Man hat lange nicht gesehen, dass die Mannschaft auch im Saarlandpokal nach einem 4:0 in der Pause noch so lustvoll Fußball spielt, ist man es doch eher gewohnt, dass die zweite Hälfte dann extrem langweilig wird. Die Rockershausener hatten aber immer noch im Hinterkopf, dass sie auch was zu dem Spiel beitragen wollten. So gelang es ihnen dann auch, den 1:6 Ehrentreffer zu erzielen, der gut rausgespielt war. Natürlich tobten die geschätzten 200 Zuschauer, als hätten sie gerade das 1:0 in der 93. Minute geschossen, naja, sei es ihnen gegönnt.Rock1 Kurz vor Schluss machte dann Dausend, der für Haas kam, noch das 7:1, nach dem ein Rockershausener im eigenen Strafraum beim Ball stoppen, über den selbigen fiel.
Das war unser erstes Pokalspiel für diese Saison, die nächste Runde wird heute Abend ausgelost. Die Mannschaft präsentierte sich gestern wirklich souverän, nahm das Spiel zu jedem Zeitpunkt ernst und spielten ihre individuelle Überlegenheit aus.
Nun, der Traum lebt weiter, jeder, der ihn mitleben will, sollte sich für Mai 2016 nichts vornehmen, da findet das DFB-Pokalfinale in Berlin statt, welches Neunkirchen dann gewinnen wird. EUROPAPOKAL, EUROPAPOKAL…..

Heimspiele gibt es nur im Ellenfeld

zuletzt immer enge Spiele gegen Betzdorf

zuletzt immer enge Spiele gegen Betzdorf

Spitzenmannschaft gegen Tabellenletzter, Begegnungen die gerne mal ihre eigene Geschichte haben. Zumal und das ist wenn man die Statistiken verfolgt durchaus nachweisbar, Borussia sich gerne schwer tut gegen die Kleinen. Zumindest wenn es um Spiele in der Fremde geht. Das war vor 50 Jahren nicht anders als heute. Denn auch wenn es als Heimspiel in der Statistik stehen wird und es sich vom Publikum her auch so anfühlte, Heimspiele gibt es nur im Ellenfeld.

Auf fremden Terrain brauchte die Borussenmannschaft einige Minuten bis sie ins Spiel fand, auch weil der Gegner versuchte so früh wie möglich den Spielaufbau zu stören. Doch im Laufe der Zeit fand Rückkehrer Markus Schmitt ins Team und das Team Markus Schmitt. Bestes Zeichen dafür war die Tatsache das der Blondschopf einige Male bös auf die Socken bekam. Dabei würde ich den Gegenspielern noch nicht mal böse Absicht unterstellen, sondern ich glaube das ist eine Mischung aus qualitativer Unterlegenheit und oft genug zusammenhängend mit dem Griff zum letzten Mittel. Spieler der Marke Jens Kirchen oder Markus Schmitt spielen einfach weit über dem Schnitt der Liga, würden vielen Regionalligisten gut zu Gesicht stehen. Sie sind einfach viel zu oft zu schnell, zu versiert für ihre Gegenspieler, die einfach mit der Aufgabe überfordert sind. Das Problem an der Geschichte ist das die Schiedsrichter solche Spieler nicht schützen, sondern viel zu oft, viel zu lange diesem Treiben zuschauen, statt bei Zeiten Grenzen aufzuzeigen.innlaufen

Aus einem dieser Fouls entsprang dann auch die Führung. Culle? brachte den Freistoß vors Tor, wo Haliti veredelte. Sein Jubellauf ging dann demonstrativ Richtung Ersatzbank, wo der Pechvogel Jens Kirchen frisch operiert Platz genommen hatte. Das Tor brachte der Mannschaft spürbar weitere Sicherheit, die Gäste hatten nun alle Hände voll zu tun den Ball fern des eigenen Tors zu halten. Doch Dausend der zuvor schon eine Großmöglichkeit vergab, machte dann das 2:0 fast mit dem Pausenpfiff. Das Spiel schien entschieden. Zumal Andreas Haas schon 7 Minuten nach Wiederanpfiff zum 3:0 einnetzte und das Spiel nur noch eine Richtung kannte.

Doch vorne verpasste man das 4:0 und fast im Gegenzug gab es einen langen Ball, den Moritz Brato ohne Bedrängnis einschieben konnte. Eine für das weitere Spiel nicht ganz unwichtige Entscheidung war die Auswechslung 3 Minuten später von Armend Haliti, der schon angeschlagen in die Partie ging. Der Kosovare ist in den letzten Monaten zu einer wichtigen Figur im Defensivverbund gereift.10686968_766260763433627_4416417822911432355_n Ohne ihn wirkte díe Abwehr nicht mehr ganz so sattelfest. Prompt gab es kurz später das zweite Gegentor und Paulus drehte auf. Lautstark gab es den Hinweis auf Extratraining nach dem Spiel. Es schien zu helfen. Kizmaz setzte mit einem sauberen Foul das erste Ausrufezeichen und packte dann den Hammer aus. Haas delegierte vorne immer wieder seine Nebenleute, gefälligst hinter dem Ball zu verteidigen. Noch ein wenig Zeitspiel und irgendwann war die Kiste endlich vorbei.

3 Punkte die man sich sicherlich leichter hätte verdienen können an diesem Nachmittag. Auf der anderen Seite weiß die Mannnschaft jetzt vor der englischen Woche das es nur über 90 Minuten Fußball geht. Während viele auf den Rängen schon den Sonnabend und damit das Spitzenspiel in Hauenstein im Kopf hatten, geht es unter der Woche erst noch im Saarlandpokal gegen Rockershausen. Ein Weiterkommen sollte Pflicht sein, die Frage wird lauten ob und wieviele Spieler der Trainer schont. Hauenstein steht erst danach an…

 

 

 

 

 

 

 

Auch wenn sich zahlreiche Neunkircher auf den Wege machten, es waren wohl dennoch zu wenige um die Kosten für den Verein zu decken. An den Ursachen wird diese eigenartige Bestrafung sowieso nichts ändern, aber das war wahrscheinlich auch nicht das Bestreben des Verbandes.