Neuzugang Yannick Bach…

27.08.14, Regionalliga Südwest: 1. FC Saarbrücken - SVN Zweibrücken 3:1Noch vor ein paar Tagen erwähnte Daniel Paulus auf dieser Seite, dass er sich noch einen Defensivspieler im Winter wünschen würde. Nun gilt Yannick Bach nicht unbedingt als ausgesprochener Defensivspieler, was auf den ersten Blick also irgendwie nicht ganz passen mag. Doch der Transfer hilft Daniel Paulus an einigen Baustellen weiter.

So gilt der 23jährige, der mit dem Fußball spielen beim SV Altstadt angefangen hat, als Mann für die linke Aussenbahn. Dort kann er sowohl offensiv, als auch defensiv agieren. Damit reagiert Paulus auf die Probleme in der Vorrunde, als sowohl Kadrija als auch Jorrin nicht wirklich bleibenden Eindruck hinterliessen. Sicherlich auch weil jeder für sich mit seinen eigenen Problemchen zu kämpfen hatte. Kadrija kam in der vergangenen Rückrunde kaum zu Spielpraxis und dürfte aufgrund seines Alters noch mit Formschwankungen kämpfen. Dasselbe gilt eigentlich auch für Jorrin. Beides Talente die aber Zeit brauchen ihre Erfahrungen zu machen. Dabei kann etwas Konkurrenzkampf nicht schaden. Zumal sie in Yannick Bach einen mit 23 Jahren noch recht jungen, aber schon weitaus erfahreneren Konkurrenten bekommen. Weiterlesen

…von der Liebe die man nicht kaufen kann.

dausend pogoNur wenige Orte vereinen die Gegenwart und Vergangenheit des Neunkircher Fußballs so extrem wie das Gelände des FC´s. Seit Jahren führt der Weg weg vom Stadion zum FC Sportfeld, im heutigen Falle noch nicht mal dorthin. Es wäre noch zu ertragen, würden nicht am Horizont wie Denkmäler die Flutlichtmasten des Ludwigparks erscheinen. Jenem Ort an dem Borussia vor 50 Jahren erstmals in die Bundesliga aufstieg. Weiterlesen

Milan Sasic – ein neuer Mann für den Leuchtturm

Milan Sasic heißt also der neue Mann an der Saarbrücker Seitenlinie. Der 54jährige Kroate soll den 1.FC Saarbrücken zurück in die Erfolgsspur führen und dafür sorgen das die unter Luginger oft fehlende Disziplin wieder Einzug hält. Zweifelsohne dürfte man mit Sasic den dafür richtigen Mann geholt haben. Denn Sasic gilt als knallhart nicht nur zu seinen Spielern, sondern auch zu sich selbst.milan-sasic-interview-514

Seine Anfänge in Deutschland

Er muss seine Frau und zwei Kinder ernähren. Also nimmt er erst Arbeit als Straßenkehrer an, dann verdingt er sich bei einer Baufirma und bekommt einen Presslufthammer in die Hand gedrückt. Zwei Jahre später ist der Hilfsarbeiter Kolonnenführer. Zu dieser Zeit fragt ihn einer aus seinem Dorf im Westerwald, ob er nicht Trainer des örtlichen Fußballklubs werden wolle. Sasic, der im ehemaligen Jugoslawien ein passabler Zweitligatorwart war, sagt zu. Er glaubt, bei einem Regionalliga-Klub gelandet zu sein, aber der Verein entpuppt sich als Vertreter der Kreisliga B. Sasic bleibt dennoch, verbietet den Spielern Bier und Zigaretten und steigt mit dem Team auf. So geht das ständig weiter. Beim Oberligaclub Vfl Hamm der alljährlich gegen den Abstieg spielt, ist er erst für die Reserve zuständig später für 3 Spiele Trainer der Ersten. Diesem Engagement verdankt er auch seine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung. Die TuS aus Koblenz wird auf seine Trainerleistungen aufmerksam und landet den großen Coup. Milan Sasic müsste eigentlich ein Denkmal ans deutsche Eck gebaut bekommen. Er macht aus dem trostlosen Oberligaclub der eigentlich vor der Pleite steht, innerhalb weniger Jahre ein Zweitligaverein.

Mir ist es als Trainer sehr wichtig, dass man meine Arbeit danach beurteilt, in welcher Verfassung ich einen Verein übernommen und in welcher Verfassung ich ihn wieder verlassen habe.

Doch als die TuS dann im Abstiegskampf ankommt, entlässt man den Erfolgstrainer obwohl man bis dahin nicht einmal auf einem Abstiegsplatz stand. Dafür holt ihn der FCK als Feuerwehrmann und er schafft das woran wohl niemand mehr geglaubt hatte. Er rettet die Teufel vor dem Sinkflug in die Pleite. Der ehemalige Bauarbeiter Sasic verlangt als Trainer von seinen Spielern das, was ihn selbst groß gemacht hat: bedingungslose Arbeit, Schweiß, Leidenschaft. Nicht überall kommt das an. Auf dem Betzenberg sagte man ihm nach es sich mit Vorstand und der Mannschaft verscherzt zu haben. In Duisburg schafft er wieder Großes, er führt den MSV ins Pokalfinale und doch scheitert er am Ende wieder an seiner Art. Nicht wenige im Fußballgeschäft sagen ihm nach ein Diktator zu sein. So faltet er schon mal den Busfahrer zusammen, weil dieser die Klimaanlage falsch eingestellt hätte oder der Platzwart wird zusammengestaucht weil er keinen heißen Tee im Training lieferte. Auch bei der Pressearbeit pflegt er seine Haltung, legte sich in Duisburg mit dem ein oder anderen Journalisten an, selbst mit der vereinseigenen Pressestelle. Er persönlich sieht das erwartungsgemäß etwas anders und verweist auf seine großartigen Erfolge, die ohne familiäre Atmosphäre gar nicht möglich wären.

Nun also soll Sasic den 1.FC Saarbrücken wieder zu neuen Erfolgen führen, zweifelsohne wird er das schaffen. Die Frage wird nur sein zu welchem Preis und wie lange? Sasic wird mit Fuat Kilic seinen eigenen Co-Trainer mitbringen und versuchen seinen gepflegten Offensivfußball auch an der Saar zu zelebrieren. Dieser lebt vorallem von der Taktik und der Überraschung. So spielten seine Teams im 4-4-2, 4-4-2 mit Raute, 4-5-1 oder im 4-2-3-1. Sasic ist also für alles offen, was ihm zur Umsetzung seines Spielplans dienlich ist. Vorallem die jungen Spieler dürfen sich auf Sasic freuen, denn Sasic gilt z.B. als Entdecker von Julian Koch beim MSV.

  • Nationalspielerin Celia Okoyino da Mbabi ist mit Sohn Marko Sasic verheiratet
  • Seine Statistik gegen Borussia Neunkirchen: 2 Spiele, 1 Sieg, 1 Unentschieden

Internationaler Saarland Pokal

Der Saarlandpokal ist bekanntermaßen der traditionelle Pokalwettbewerb des saarländischen Fußballverbandes. Doch kaum jemand weiß das es auch mal einen „Internationalen Saarland Pokal“ gab, ins Leben gerufen vom 1.FC Saarbrücken, im zweiten Jahr mitveranstaltet von Borussia Neunkirchen. (damals noch unter dem Namen VfB Neunkirchen)

der damalige Pokal

der damalige Pokal


Diesen Pokal gab es in den Jahren 1949/50 und 1950/51. Wer aufmerksam den Text über die saarländische Nationalmannschaft gelesen hat, wird wissen das es einige Jahre gab in denen saarl. Teams nicht am deutschen Ligensystem teilnehmen durften. So spielte der 1.FC Saarbrücken im Jahre 48/49 außer Konkurrenz im französischen Fußball mit und wurde inoffizieller Meister, aber aufsteigen durfte man nicht. Daher entschied man sich den „Internationalen Saarland Pokal“ ins Leben zu rufen. So lud sich der FCS 14 internationale Spitzenteams ein und gegen die drei besten davon, gab es am Ende nochmal ne extra Runde. Der Sieger erhielt einen Pokal von der Stadt Saarbrücken gestiftet und 2 Millionen franz. Franken die, die saarländische Wirtschaft aufbrachte. Für den finanziellen Rahmen war die saarländische Landesregierung zuständig. Im ersten Jahr gewann Saarbrücken im Finale auf dem Kieselhumes gegen Stade Rennais UC. Dritter wurde Hadjuk Split nach einem 3:2 über den FC Metz. Im zweiten Jahr war dann auch Borussia Mitveranstalter des Pokals. Leider wurde die Runde nie zu Ende gespielt, was vorallem an den finanziellen Belastungen lag. Den Zuschauern fehlte der sportliche Anreiz ohne Punkte und so blieb der Zuspruch hinter den Ansprüchen zurück. Man darf nicht vergessen das damals die Zuschauereinahmen ein sehr hohen Anteil der Kosten eines Vereins abdeckten. Was mich etwas dabei verwundert ist, das beide Mannschaften unterschiedliche Gäste hatten. So spielte der FC auf die Masse gesehen gegen meist namenhaftere Gegner als der VfB. Highlights aus schwarz-weisser-Sicht sicherlich die Spiele gegen Admira und Rapid Wien. Das 2:7 gegen den 1.FC Nürnberg wird man wohl auch länger im Gedächtniss behalten haben, ebenso das 2:2 unentschieden auf dem Betzenberg.

1.FC Kaiserslautern - VfB Neunkirchen         2:2   
VfB Neunkirchen      -  1.FC Nürnberg            2:7
VfB Neunkirchen      -  SK Admira Wien         2:2 
TuS Neuendorf         -  VfB Neunkirchen         4:2       
FK Pirmasens          -  VfB Neunkirchen         3:2   
SV Eintracht Trier     -  VfB Neunkirchen         4:0      
Phönix Lübeck          -  VfB Neunkirchen         2:1     
VfB Neunkirchen       -  FSV Mainz 05             7:1  
VfB Neunkirchen       -  Schwaben Augsburg  1:5
FSV Mainz 05           -  VfB Neunkirchen         2-0       
VfB Neunkirchen       -  VfL Neustadt               2-0  
VfB Neunkirchen       - SV Eintracht Trier        2-0

Neuzugang Tim Schwartz

tim-schwartzTim Schwartz wird mit seinen 25 Jahren als erfahrener Spieler angepriesen. Was er zweifelsohne auch ist, schon im Jugendbereich kann er auf Erfahrungen fern von zu Hause verweisen. So lernte er das Fussball spielen beim FC Energie Cottbus und beim SV Werder Bremen, bevor es ihn wieder Richtung Heimat zog. Beim 1.FC Saarbrücken debütierte er mit 19 Jahren unter Didier Philipp in der Regionalliga. Mit seinem ersten Einsatz konnte er sich sofort in der Mannschaft etablieren. Trotz des Abstiegs und einem Trainerwechsel (MichaelKrüger) blieb er vorerst Stammspieler in der Abwehr, bis zu seiner Suspendierung durch Manager Loose. (Vermutlich ging es wohl dabei um einen Konflikt zwischen Manager Loose und einem in Saarbrücken und Elversberg nicht ganz schlecht aufgestellten Spielerberater). In der Winterpause war dann Schluß und er suchte die erneute Herausforderung in der Regionalliga. Aber in Elversberg fand er nicht sein Glück, zwar kam er noch auf 8 Einsätze fiel aber dann erneut in Ungnade. Kurz nach Saisonbeginn sortierte Trainer Vasic Schwartz aus. Ein Probetraining beim 1.FC Nürnberg blieb ohne Erfolg und so wechselte er zum SV Karlsbrunn in die Verbandsliga um nach eigener Aussage wieder dem „Spaß am Fussball zu finden“. Allerdings war dieser schon im Oktober erneut beendet und in der Winterpause erfolgte ein erneuter Versuch in Richtung Profifussball. Offenbach sollte seine neue Heimat werden, wenn auch in der zweiten Garnitur die zu dem Zeitpunkt in der Hessenliga spielte. Immerhin kam er hier wieder zu Spielpraxis und konnte in 13 Spielen 3 Tore erzielen. Trotzdem trennten sich im Sommer wieder die Wege, der SVN Zweibrücken sollte Station Nummer fünf werden im Männerbereich. Und diesmal ging es gleich gut los. Schwartz wurde sofort zum Stammspieler in der Abwehr und Kapitän mit 22 Jahren. In 19 Spielen erzielte er 6 Tore und machte 4 Torvorlagen. Laut Aussagen vom damaligen Trierer Sportchef Fuchs, sollte er dort nur geparkt werden um im Jahr darauf nach Trier zu wechseln. Bekanntlich kam es nie soweit. In der Winterpause stoppte ihn ein Kreuzbandriss was zugleich das Saisonende und damit auch das Ende seiner Zeit in Zweibrücken bedeutete. Denn mit dem FC Homburg rief erneut ein Regionalligaverein, 20 Spiele, 1 Tor und 1 Vorlage lautete die Bilanz. Der FC Homburg stieg nach der Saison ab, Schwartz hingegen blieb dank seines Wechsel nach Idar-Oberstein in der Liga. In zwei Jahren kam er auch aufgrund eines Kreuzbandrisses und weiterer kleinerer Verletzungen auf 43 Regionalligaspiele.

Fazit: Tim Schwartz galt in seiner Saarbrücker Anfangszeit als ganz großes Talent, aus verschiedenen Gründen sollte es am Ende nicht wie bei seinem Mitspieler aus Jugendtagen Maik Frantz für ganz oben reichen. Dennoch kann er reichlich Erfahrung in der Regionalliga und Oberliga vorweisen. Er gilt als fussballerisch top ausgebildet, ist beidfüßig und im Defensivbereich flexibel einsetzbar. Seine große Stärke ist das Umschaltspiel, seine Zweikampfstärke und er kann auch aus der zweiten Reihe schießen, eine Qualität die Borussia seit Ewald Bucher abgeht. Somit wäre er eigentlich die Idealbesetzung für die offensive Sechs. Nachteil: Er ist nicht unbedingt der Schnellste und hat im Laufe der Jahre einige Verletzungen (Kreuzbandrisse, Faserrisse) erfahren. Ein Blick in verschiedene Fanforen zeigt das sich an ihm die Geister scheiden…sollte er Lust haben und von Verletzungen verschont bleiben ist er sicherlich ein Leistungsträger in der kommenden Saison.

verdientes Unentschieden…

UPDATE: Video unter dem Bericht

Die Reaktionen nach Spielende ergingen sich allgemein in Galgenhumor, vielmehr bleibt einen wohl in der aktuellen Situation auch nicht mehr übrig. Zu unverständlich sind die Leistungen die man Woche für Woche auf dem Rasen zu sehen kriegt. Wobei die erste Überraschung schon der Blick auf die Mannschaftsaufstellung war. Thomas Wiener scheint wohl endgültig Torwart Nummer drei zu sein. Kizmaz nicht im Kader und auf der Ersatzbank war auch kein Mohammed zu finden. Das ausgerechnet mit Kizmaz einer der stärksten Akteure der letzten Wochen zur Zweiten abkommandiert wurde, hinterließ einige Fragezeichen. Als Antwort gibts eine offizielle Version die von Krankheit spricht und deshalb von Trainingsrückstand…die inoffizielle davon das Kizmaz wohl Fehlverhalten an den Tag gelegt haben soll. Wie auch immer der Trainer ist der Boss… Weiterlesen

Wundertüte 1.FC Saarbrücken II

Eigentlich müsste man den Artikel wohl mit einem philosophischen Diskurs eröffnen. Darüber ob es Zufälle gibt und wenn ja was dann Zufall überhaupt ist oder ist es vielleicht auch Schicksal oder am Ende eine Fügung, das man ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt zum 1.FC Saarbrücken fährt. Die wenigsten dürften wissen das allein sieben potenzielle Startelfspieler schon einmal für den FCS die Fußballschuhe schnürten, nicht wenige davon auch hauptsächlich für die Zweite und auch für Dieter Ferner und seinen Co wird es die erste Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Es wird also für viele mehr als ein normales Oberligaspiel werden, auch für die dann mitgereisten Fans, die eine Reaktion ihrer Mannschaft erwarten werden.

Der Gang ins FC-Sportfeld dürfte aus sportlicher Sicht sowieso alles andere als ein leichter werden. 2005 gab es mit einem 2:1 Auswärtssieg zum letzten Mal was zu holen, die beiden letzten Spiele dort dürften alle noch lebhaft in Erinnernung haben, 6:3 und 4:0 gab es auf die Ohren. Doch auch für Sonntag gilt das jede Statistik nichts zählt und das Spiel wieder unter ganz anderen Voraussetzungen stattfindet, bei U-23 Mannschaften sowieso und damit kommen wir jetzt zum eigentlichen Bericht. Weiterlesen