Tendenz ist das ich bei Borussia Neunkirchen bleibe. – Tribünengespräch mit Armend Haliti

 

armend haliti Die letzten Jahre befindet sich Borussia in einem ständigen Wechsel zumindest was das Personal auf dem Platz betrifft. Identifikationsfiguren die sich mit dem Verein identifizieren oder die dem Umfeld die Möglichkeit geben sich mit der Mannschaft zu identifizieren gibt es so natürlich kaum. Armend Hailiti seit zwei Jahren bei der Borussia, hat sich mit seiner Art des Fußballs schnell in die Herzen der Zuschauer gespielt. Kämpfer werden im Ellenfeld noch immer hoch geschätzt. Wir haben uns unterhalten über seine Fitness, den Trainer, die Mannschaft und überhaupt. Ein kurzer Plausch der gerne auch hätte etwas länger gehen dürfen…Ich habe versucht alles weitestgehend im Orginal zu lassen, auch wenn es sich vielleicht nicht ganz so flüssig liesst…
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Interview mit dem Trainerteam Paulus/Backmann

IMG_3195Ich würde sagen da ist uns kurz vor Jahresende und nach so langer Zeit mal wieder was Gutes geglückt. Ein Interview mit dem Trainer stand schon lange auf der Agenda. Das Daniel Paulus nach einer Halbserie schon in der Kritik steht, gehört scheinbar mittlerweile zum Cheftrainerposten dazu. Es wird halt gerne vergessen, wo der Verein im Sommer stand. Dabei haben der Trainer und sein Team aus ner handvoll Spielern in wenigen Wochen ne konkurrenzfähige Mannschaft gebaut. Unter Bedingungen die wahrlich nicht paradiesisch sind. Der Abstiegskampf, toi toi toi sollte in dieser Saison ohne Borussia laufen.

Gesprächstechnisch wird die Hinrunde mit Stärken und Schwächen abgearbeitet. Wir reden über den Kader, die Tabellenspitze, Saisonziele und der Kritik am Spielsystem. Das Interview haben wir live im Borussenheim geführt. Ich habe die Aussagen versucht so orginal wie nur möglich zu lassen. Das mag nicht immer schön aussehen, aber ich finde es authentischer. Weiterlesen

Heimspiele gibt es nur im Ellenfeld

zuletzt immer enge Spiele gegen Betzdorf

zuletzt immer enge Spiele gegen Betzdorf

Spitzenmannschaft gegen Tabellenletzter, Begegnungen die gerne mal ihre eigene Geschichte haben. Zumal und das ist wenn man die Statistiken verfolgt durchaus nachweisbar, Borussia sich gerne schwer tut gegen die Kleinen. Zumindest wenn es um Spiele in der Fremde geht. Das war vor 50 Jahren nicht anders als heute. Denn auch wenn es als Heimspiel in der Statistik stehen wird und es sich vom Publikum her auch so anfühlte, Heimspiele gibt es nur im Ellenfeld.

Auf fremden Terrain brauchte die Borussenmannschaft einige Minuten bis sie ins Spiel fand, auch weil der Gegner versuchte so früh wie möglich den Spielaufbau zu stören. Doch im Laufe der Zeit fand Rückkehrer Markus Schmitt ins Team und das Team Markus Schmitt. Bestes Zeichen dafür war die Tatsache das der Blondschopf einige Male bös auf die Socken bekam. Dabei würde ich den Gegenspielern noch nicht mal böse Absicht unterstellen, sondern ich glaube das ist eine Mischung aus qualitativer Unterlegenheit und oft genug zusammenhängend mit dem Griff zum letzten Mittel. Spieler der Marke Jens Kirchen oder Markus Schmitt spielen einfach weit über dem Schnitt der Liga, würden vielen Regionalligisten gut zu Gesicht stehen. Sie sind einfach viel zu oft zu schnell, zu versiert für ihre Gegenspieler, die einfach mit der Aufgabe überfordert sind. Das Problem an der Geschichte ist das die Schiedsrichter solche Spieler nicht schützen, sondern viel zu oft, viel zu lange diesem Treiben zuschauen, statt bei Zeiten Grenzen aufzuzeigen.innlaufen

Aus einem dieser Fouls entsprang dann auch die Führung. Culle? brachte den Freistoß vors Tor, wo Haliti veredelte. Sein Jubellauf ging dann demonstrativ Richtung Ersatzbank, wo der Pechvogel Jens Kirchen frisch operiert Platz genommen hatte. Das Tor brachte der Mannschaft spürbar weitere Sicherheit, die Gäste hatten nun alle Hände voll zu tun den Ball fern des eigenen Tors zu halten. Doch Dausend der zuvor schon eine Großmöglichkeit vergab, machte dann das 2:0 fast mit dem Pausenpfiff. Das Spiel schien entschieden. Zumal Andreas Haas schon 7 Minuten nach Wiederanpfiff zum 3:0 einnetzte und das Spiel nur noch eine Richtung kannte.

Doch vorne verpasste man das 4:0 und fast im Gegenzug gab es einen langen Ball, den Moritz Brato ohne Bedrängnis einschieben konnte. Eine für das weitere Spiel nicht ganz unwichtige Entscheidung war die Auswechslung 3 Minuten später von Armend Haliti, der schon angeschlagen in die Partie ging. Der Kosovare ist in den letzten Monaten zu einer wichtigen Figur im Defensivverbund gereift.10686968_766260763433627_4416417822911432355_n Ohne ihn wirkte díe Abwehr nicht mehr ganz so sattelfest. Prompt gab es kurz später das zweite Gegentor und Paulus drehte auf. Lautstark gab es den Hinweis auf Extratraining nach dem Spiel. Es schien zu helfen. Kizmaz setzte mit einem sauberen Foul das erste Ausrufezeichen und packte dann den Hammer aus. Haas delegierte vorne immer wieder seine Nebenleute, gefälligst hinter dem Ball zu verteidigen. Noch ein wenig Zeitspiel und irgendwann war die Kiste endlich vorbei.

3 Punkte die man sich sicherlich leichter hätte verdienen können an diesem Nachmittag. Auf der anderen Seite weiß die Mannnschaft jetzt vor der englischen Woche das es nur über 90 Minuten Fußball geht. Während viele auf den Rängen schon den Sonnabend und damit das Spitzenspiel in Hauenstein im Kopf hatten, geht es unter der Woche erst noch im Saarlandpokal gegen Rockershausen. Ein Weiterkommen sollte Pflicht sein, die Frage wird lauten ob und wieviele Spieler der Trainer schont. Hauenstein steht erst danach an…

 

 

 

 

 

 

 

Auch wenn sich zahlreiche Neunkircher auf den Wege machten, es waren wohl dennoch zu wenige um die Kosten für den Verein zu decken. An den Ursachen wird diese eigenartige Bestrafung sowieso nichts ändern, aber das war wahrscheinlich auch nicht das Bestreben des Verbandes.

Armend Haliti ein Wandervogel auf Durchreise oder neues sporliches Glück?

armend halitiWenn das erste Spiel der Saison angepfiffen wird, dann wird man Spieler wie Martin Forkel oder Christian Frank vergeblich suchen. In einer fast neu aufgestellten Mannschaft wird neben dem Sturm auch die Abwehr komplett mit neuen Spielern auflaufen. Die Fans werden neue Namen lernen müssen. Wer hat da jetzt auf der Linie geklärt? Wer ist eigentlich der mit der Nr.2 auf dem Rücken? So oder so ähnlich wird es wohl von den Tribünen klingen.

Ein Namen den man nicht lernen muß ist der von Armend Haliti. In sechs Spielen gegen seinen neuen Verein gewann er 3 mal und verlor nur ein Spiel. Von seinen insgesamt 6 Oberligatoren schoß er zwei gegen die Borussia. Sein erstes in der Saison 2011/12 im Trikot des SVN Zweibrücken war zugleich das Siegtor beim 1:0. Das zweite war das I-Tüpfelchen eines 3:0 Derbysiegs seines FC Homburg´s. Ursprünglich stammt Armend Haliti aus dem Kosovo.

„Mein Vater ist schon seit ungefähr 48 Jahren in Deutschland, hatte aber vier Kinder im Kosovo. Irgendwann hat meine Mutter die Sachen gepackt, wir haben uns in den Bus gesetzt und dann waren wir hier. Am Anfang haben wir mit sieben Leuten in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung in Homburg gelebt“

Der Vater schaffte dann irgendwann Abhilfe und kaufte ein Haus im nahegelegenen Kirrberg, einer der Nachbarn der spätere Bundesligaspieler Rodolfo Cardoso. So verwundert es auch nicht das der als ewig gut gelaunt geltende Abwehrspieler schon mit 3 Jahren auf den Stufen des Homburger Waldstadions zu Hause war. Seine ersten fussballerischen Erfahrungen im Verein machte er in Kirrberg, beim FCH und beim FC Palatia Limbach. Dort entdeckte den 19jährigen Melori Bigvava der ihn im Winter zu den Sportfreunden Köllerbach holte. Schon im ersten Einsatz nach der Winterpause krönte er sein Oberligadebüt mit seinem ersten Oberligator und sicherte damit den Sportfreunden ein Unentschieden. Im Laufe der Saison sollten es immerhin noch 10 Rückrundenpartien werden, davon 3mal ein und 4mal ausgewechselt. Scheinbar genug Spielzeit um Eindruck bei Peter Rubeck zu hinterlassen. Hier entwickelte sich der Youngster in seiner ersten richtigen Oberligasaison zum Dauerbrenner. 32 Einsätze krönte er mit 2 Toren und 2 Vorlagen zu seiner statistisch besten Saison. Im Umfeld des SVN schätzte man ihn schnell als Kämpfernatur. Doch soviel Talent weckt bekanntlich Begehrlichkeiten und wenn der 1.FC Saarbrücken ruft dann will man sich probieren. Während Haliti unter Andreas Fellhauer weiter Stammkraft war, konnte er sich scheinbar nicht in das Blickfeld von Jürgen Luginger spielen. 31 Einsätze standen am Schluß zu Buche und erneut zwei Tore. Der bekennende Freund von Poker und Rouletterunden wechselte zu seinem FC Homburg und statt Regionalliga, hieß es nach einem Jahr sich erneut einen neuem Verein anzuschließen. Überraschenderweise wurde es ein Saarlandligist…

Das Umfeld in Wiesbach stimmt, der Vorstand macht einen guten Job, dies sieht man nicht zuletzt an der tollen neu geschaffenen Infrastruktur mit Kunstrasenplatz und Tribüne. Ich möchte sportlich dazu beitragen, das gute Abschneiden meiner neuen Mannschaftskameraden in der Saarlandliga weiter zu festigen.

sicherlich wird man auch in Wiesbach gut bezahlen, aber wer hat der kann. Kein Grund für Neid, denn so ganz falsch liegt Haliti mit seiner Einschätzung nicht. Trotz allem Erfolg bleibt er sich treu und so folgt jetzt Verein Nummer sechs in 5 Jahren.

Fazit: Armend Halitis fussballerische Karriere zeigte früh steil nach oben. Zuletzt schien der Wandervogel in seiner Entwicklung zu stocken. Borussia dürfte für ihn also zu einer wegweisende Station werden. Mit erst 24 Jahren gehört er mit 95 Oberligaspielen zu den Erfahreneren im Team. Haliti gilt dank seiner Beidfüssigkeit als Allrounder im Defensivbereich. Er kann sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Abwehr spielen. Er gilt als Kämpfer, dem der Ruf vorraus eilt ein „linkischer“ Spieler zu sein, der mit allen Wassern gewaschen ist.