Borussia ist tot, es lebe Borussia

11079073_881134328612534_1167572276_nKnapp geschafft , ist auch geschafft. Doch ich möchte jetzt eigentlich keinen emotionalen Rückblick mehr schreiben, ich denke das hatten wir in der vergangenen Woche alle zur Genüge. Die Bilder und das kleine Video die weiter unten folgen sagen eh mehr als ich mit Worten hier ausdrücken könnte. 

Insofern nutze ich die Möglichkeit eher ein wenig zur Nachbetrachtung. „Der Südwesten hält zusammen, weil Eure Alte Liebe weiterleben muss – Szene KL“. So konnte man es auf der Spiesser Kurve lesen. Die Lautrer Ultras fassten damit zusammen was die ganze Woche über ablief. Ob die kleinen Vereine der Region oder eben die Ultras, Fans und Blogger der großen Vereine. Die Solidarität mit Borussia war unglaublich und wahrscheinlich so auch einmalig. „Getrennt in den Farben, Vereint in der Sache“ so in etwa kann man das beschreiben. In Zeiten in denen die Diskussionen um Werte, Traditionen und Kommerz immer neue Höhepunkte erfahren, war es um so schöner zu erleben welch Stellenwert die Borussia im südwestdeutschen Fußball immer noch geniesst. Weiterlesen

Borussia gegen Saar 05 – ein Spiel mit Historie

cropped-IMAG0251.jpgAuch wenn die Aktion 1000+X im Moment alles überschattet, so geht es am Wochenende auch noch um ein Fußballspiel und was für eins. Denn die Begegnung Borussia Neunkirchen gegen Saar 05 war vor fast 110 Jahren das erste Punktspiel unserer Borussia. Damals am 12.November 1905 spielte der Fußballclub Borussia noch auf der Drexler´schen Wiese auf dem Lämmerhof gegen den SC Saar 05. Weiterlesen

Die Lage ist ernst! – Mitgliederversammlung 16.03.15

blabVier Tage nach den überraschenden Rücktritten von Herrn Ferraro, Frau Verga und Herrn Ex war es soweit. Um 19:00 Uhr sollte die geplante Mitgliederversammlung trotz der Ereignisse in den letzten Tagen stattfinden. Ort des Geschehens war der VIP-Raum des Vereins.

Eröffnet wurde die erste ordentliche Mitgliederversammlung seit drei Jahren vom verbliebenen Sportvorstand Horst Klein um 19:08 Uhr. Nach einer Gedenkminute für alle verstorbenen Mitglieder verkündete er stolz, dass 90 Mitglieder den Weg zum VIP-Raum gefunden haben. Das ist eine wirklich gute Zahl, Klein sprach von der größten Anzahl bei einer MV seit 15 Jahren (nicht offiziell bestätigt, er schätzte es so). Insgesamt verkündete er 536 Mitglieder im Verein, die Zahl sei in den letzten Jahren rückläufig.
Trotzdem ist es positiv zu erwähnen, dass es eine aktuelle und strukturiert geführte Mitgliederliste gibt, in die sich jeder vor Beginn der MV mit seiner Unterschrift bei seinem Namen eintragen musste.

Einen Jahresbericht gab es selbstverständlich nicht, da es keinen Vorstandsvorsitzenden gibt. Klein dankte als Vorstand Sport vor allem Stefan Delles und Oliver Rinder, die die Damenabteilung der Borussia allein koordinieren und den Brüdern Simonetta für ihr Engagement bei der U23. Weiterlesen

„Alte Liebe lebt“ – Aktion 1000 + X

blaUnter dem Motto „Alte Liebe lebt“ rufen Fans und Mitglieder zur Aktion 1000 + X auf. Vermutlich jeder der mit dem Herzen an diesem Verein hängt, macht gerade schwere Stunden durch. Die Angst das es für Borussia sehr sehr eng wird spürt man in Gesprächen und Mails. Wir wollen uns aber nicht von der Angst treiben lassen und stattdessen uns gegenseitig Mut machen und unserem Verein so gut nur irgend möglich helfen. Deshalb haben wir beschlossen die Aktion 1000 + X ins Leben zu rufen. Wir wissen das Ziel ist ambitioniert, aber wir glauben das es durchaus möglich ist. Wenn jeder der für diesen Verein irgendwas übrig hat am kommenden Samstag ins Ellenfeld kommt, dann ist ein starkes Zeichen an Sponsoren und Öffentlichkeit möglich. Nebenbei würde uns ein solches Erlebniss wohl allen Kraft für die kommenden schweren Wochen und Monate geben.

Nicht nur neben den Platz geht es für den Verein um alles, auch auf dem Rasen spürt man die angespannte, ungewisse Situation. Es wäre also auch ein starkes Signal an die Mannschaft, wenn Neunkirchen und die Region zusammenrücken würde und den Spielern den Rücken stärkt. Wir glauben ganz fest an euch Neunkircher, likt den Beitrag, macht Werbung, erzählt es Freunden, Arbeitskollegen, Bekannten, Mitschülern, einfach jedem der euch bis Samstag begegnet. „ALTE LIEBE LEBT“…

 

Tendenz ist das ich bei Borussia Neunkirchen bleibe. – Tribünengespräch mit Armend Haliti

 

armend haliti Die letzten Jahre befindet sich Borussia in einem ständigen Wechsel zumindest was das Personal auf dem Platz betrifft. Identifikationsfiguren die sich mit dem Verein identifizieren oder die dem Umfeld die Möglichkeit geben sich mit der Mannschaft zu identifizieren gibt es so natürlich kaum. Armend Hailiti seit zwei Jahren bei der Borussia, hat sich mit seiner Art des Fußballs schnell in die Herzen der Zuschauer gespielt. Kämpfer werden im Ellenfeld noch immer hoch geschätzt. Wir haben uns unterhalten über seine Fitness, den Trainer, die Mannschaft und überhaupt. Ein kurzer Plausch der gerne auch hätte etwas länger gehen dürfen…Ich habe versucht alles weitestgehend im Orginal zu lassen, auch wenn es sich vielleicht nicht ganz so flüssig liesst…
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Vorwärts in die Vergangenheit – alles beim alten in Rheinhessen…

GonsenheimEs war ein glanzloser Auftritt der Borussia gestern nachmittag, vor den wenigen Zuschauern die sich am Wildpark einfanden. Unter den Augen von Michael Dusek hatte Borussia den besseren Start, vergab aber einen frühen „Haken“ und verlor sich dann im Bollwerk der Gastgeber. Ein Spiel wie es ausgerechnet nicht hätte laufen sollen, nach dem erneuten Umbau der Mannschaft und der unter den Bedingungen miserablen Vorbereitung.

Daniel Paulus setzte auf seine Startelf vom Trierspiel, musste allerdings auf Yannick Bach verzichten. Seine Position links aussen übernahm Kadrija, der in Trier noch auf rechts spielte. Kadrija spielte dabei zusammen mit Julian Kern. In der Innenverteidigung Backmann und Vituzzi, auf rechts Jorrin und offensiv rückte Tim Cullmann in die Startelf. In der Zentrale Gotthardt und Boris Becker, im Sturm Abdul Kizmaz als zweiter Stürmer neben Andreas Haas.

Die Anfangsminuten waren dann recht ausgeglichen, wobei Borussia mehr Offensivgeist an den Tag legte. Das frühzeitige stören des Aufbauspiels brachte die erste Chance des Spiels ein. Unter Handlungsdruck verliert der Innenverteidger der Gonsenheimer den Ball an den aufmerksamen Kizmaz, der steckt den Ball durch die Lücke der Abwehr und der einlaufende Cullmann vergibt überrascht. Danach stellen sich die Gonsenheimer tiefer in die eigene Hälfte, machen die Räume eng und versuchen nun Pressingspiel.

Spielaufbauversuche über die Aussenverteidiger erscheinen als schlechte Alternative, lange Bälle finden ebenfalls selten den richtigen Adressaten. Da half es auch nichts das Gotthardt sich oft zurückfallen ließ um den Spielaufbau voranzutreiben. Vorne kam einfach nix an, zum einen weil die Unterstützung aus der Mitte fehlte und zum zweiten, weil es zu wenig Bewegung gab. Entsprechend schnell fand man sich in Zweikämpfen zwischen den zwei 16ern wieder. Ein leichtfertiger Ballverlust ging der ersten Gonsenheimer Torchance vorraus. Arif Güclü der Topstürmer der Rheinhessen machte es Tim Cullmann gleich und scheiterte ebenso schwach. Ein paar Minuten später macht er es dann richtig und nach einem Freistoßabpraller brauchte er nur noch das Bein hinzuhalten.

Die zweite Hälfte beginnt dann mit einem taktischem Tausch. Daniel Paulus bringt mit Felix Dausend einen weiteren Stürmer der auch sofort das Offensivspiel belebt. Etwas übermotiviert zieht er schnell den Unmut der Hausherren auf sich, aber zumindest sorgt er wieder für Lebenszeichen. Das gleiche gilt für die Einwechslung von Schmitt, der in der zweiten Hälfte mit einem Pfostenschuß die zweite ganz große Chance hatte. Vermutlich hätte der Momentum dann für Borussia gespielt, denn die Hausherren konnten trotz deutlich mehr Offensivgeist der Borussen bis auf eine Chance vorm Abpfiff kaum einen Konter setzen. Letztlich blieb es bei einer verdienten 1:0 Niederlage. Drei Chancen, der erste Eckball fast bei Abpfiff, dass ist zu wenig um ein Spiel zu gewinnen.

P.S.: Danke Jan für den Nachmittag, die Gläser und sowieso

 

 

 

eine Nummer zu groß…

 

testspielDas Spiel gegen Eintracht Trier ist ein Vorbereitungsspiel das viele Geschichten erzählen kann. Zum Beispiel vom Trainer Daniel Paulus, der heute auf seinen einstigen Chef und Lehrmeister traf oder von einem dutzend Spieler im Neunkircher Trikot die schon unter Triers Coach Peter Rubeck in Zweibrücken aktiv waren. Es war also ein Treffen unter lauter Bekannten.

Trier aktuell auch im Aufbau einer neuen Mannschaft, demonstrierte vom Anpfiff weg was Peter Rubeck schon vor dem Spiel lobend über seine Mannschaft erwähnte, Pressing und eine sichere Defensive. Borussia in ungewohnter Aufstellung mit Kizmaz und Haas im Sturm, Bach und Kadrija auf den Aussen, Kern und Herraldo als Aussenverteidiger, in der Mitte Boris Becker und Gotthardt. Sicherlich eine Aufstellung die man so in Gonsenheim wohl nicht erwarten muss.

Spielerisch war es für die Mannschaft nicht ganz einfach gegen extrem laufstarke Trierer, die schon weit in Neunkirchens Hälfte pressten. Mit solch wenig Raum waren die Alternativen zwangsläufig. Der Versuch über die Aussenverteidiger das Spiel aufzubauen schlug meist fehl, denn sofort rückten wieder zwei Blau – Schwarze an, auch lange Bälle erwiesen sich selten als probates Mittel. Trier machte geschickt die Räume eng und sorgte so ständig für Druck auf den ballführenden Spieler. Ein Leistungsunterschied war deutlich zu spüren.

Dennoch schaffte es auch die Borussenabwehr die ganz großen Szenen der Trierer zu verhindern und so war man bei der Eintracht zwar bemüht, glänzen aber konnte man auch nicht. So ging dem 1:0 eine Unordnung im Mittelfeld der Borussen vorraus, wo man nicht schnell genug umschaltete und hinter den Ball kam. Eine Flanke von aussen verwandelte Robin Carnier freistehend am 16er sehenswert zum 1:0. Danach überließen die Hausherren den Schwarz-Weissen etwas mehr Platz, doch wirklich die ganz großen Chancen konnte man nicht kreieren. Zwei unplatzierte Distanzschüsse waren die einzige Ausbeute.

Nach der Halbzeit dann Trier wieder stärker, riss die Partie an sich und dominierte in der Folge das Geschehen. Das 2:0 eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff war erneut das Ergebniss eines sehr frühen Fehlers im Spielaufbau. Christopher Spang setzt Boris Becker am eigenen 16er unter Druck, dieser verliert den Ball und Albayrak braucht nur noch abzustauben. In der 84. Minute vergibt Trier noch einen Elfmeter so das es beim 2:0 blieb. Auffälligster Spieler im Neunkircher Trikot Yannick Bach der immer wieder versuchte Akzente nach vorne zu setzen.

Fazit: Die Abwehr macht einen recht sattelfesten Eindruck, dafür lief in der Offensive nur wenig zusammen. Doch Eintracht Trier ist auch in seinem Umbau eine Mannschaft mit Regionalligaformat – ein Ziel das Borussia erst noch erreichen möchte.

 

 

Wenn der Fußball ruft …

TrffDer Wecker klingelt. Es ist Samstag Morgen 10:00 Uhr. Du öffnest deine Augen und denkst übermüdet an die stressige Arbeitswoche, die zurück liegt. Mal wieder musstest du Überstunden fahren, hast viel zu wenig geschlafen und kaum Freizeit gehabt. Doch auf dem Weg in die Küche schiebst du die Gedanken weit zurück in deinem Kopf. Du machst dir eine Tasse Kaffee, steckst dir eine Zigarette an, setzt dich an den Küchentisch ….. und beginnst zu lächeln.

Denn es ist Samstag. Heute Mittag spielt dein Verein auswärts in diesem Dorf, zum gefühlten 20. Mal und doch kannst du dir den Namen des Dorfes einfach nicht merken. Aber es ist dir auch nicht so wichtig, denn es zählt nur, dass dein Verein dort spielt. Die Fakten zum Spiel selbst kennst du: Dein Team ist Zehnter in der 5. Liga, es hat nichts mit dem Aufstieg und genauso wenig mit dem Abstieg zu tun, egal wie das Ergebnis heute Mittag lautet.

Auf der Arbeit wirst du von den Kollegen nur müde belächelt, du bist der Verrückte, der wohl am Wochenende nichts Besseres zu tun hat. Sie verstehen dich nicht, wenn du ihnen versuchst zu erklären, was der Fußball für dich ist. Doch du stehst da auch drüber, gibst nichts mehr auf die ewigen Sticheleien.

Du springst unter die Dusche und ziehst dich an. Die Jeans, der Hoodie, die Basecap und den Schal. Alles wie immer. Du trägst jede Woche das Selbe, weil du daran glaubst, es bringt Glück. Und hey, deine Mannschaft hat die letzten zwei Spiele nicht verloren, das muss sicher damit zusammen hängen. Eigentlich weißt du, dass dieser Gedanke einfach Schwachsinn ist und dennoch kannst du dieses Ritual nicht aufgeben.
Auf dem Weg zur Tür plünderst du noch schnell dein Erspartes, weil deine Bank eher gerne mal wieder Geld von dir sehen möchte, als dir noch weiter Welches zu geben. Und dann verlässt du das Haus in Richtung Supermarkt um die Ecke. Du kaufst dir vier Dosen Bier und gehst weiter zum Treffpunkt.

Da warten sie auch schon, deine Freunde, die du eine ganze Woche nicht gesehen hast. Von weiter weg hörst du schon, wie sie sich noch über das Heimspiel letzte Woche unterhalten. Als sie dich sehen beginnt schon das Gelächter und die Witze darüber, was du wohl so getrieben hast, weil du 15 Minuten zu spät zum Treffpunkt kommst. Mal wieder. Eigentlich wie jeden Samstag. Doch das bist du ja schon gewohnt und wahrscheinlich würde es dir auch fehlen, wenn sie es nicht tun würden.
Angekommen bei den Jungs stößt du erst Mal mit ihnen an, auf das bevorstehende Spiel. Auch wenn du es ihnen niemals sagst, du bist immer froh bei ihnen zu sein, du fühlst dich bei diesen Jungs zu Hause und sie sind für dich wie deine Familie.

Nach zwei Bier geht es dann los, ihr teilt euch auf die Autos auf und fährt die 130km in das Dorf, wo mittlerweile wenigstens einer den Namen kennt, der mit dem Navi, der immer vor fährt. 200 Zuschauer verfolgen das 5. Ligaspiel zwischen dem Zehnten und dem Dreizehnten. Deine Mannschaft verliert 0:2 und das auch noch verdient. Keine Ahnung was momentan im Team nicht stimmt, oder woran es liegt, dass die Mannschaft so schlecht spielt. Du wirst es auch nicht herausfinden können und doch denkst du die ganze Rückfahrt lang darüber nach. Der Gedanke lässt dich nicht los, du musst den Grund für die Niederlage kennen, vorher kommst du nicht zur Ruhe.
Auf der Rückfahrt ist es still im Auto, es gibt ja nichts zu feiern. Wenn ihr redet, dann nur über diesen Verteidiger, der das 0:1 verschuldet hat.

Am Treffpunkt angekommen verabschiedest du dich von den Jungs und trittst den Heimweg an. Du bist wütend wegen der Niederlage und weißt nicht wie es weiter gehen soll. Ein weiteres Jahr 5. Liga, wieder in diese Dörfer, deren Namen du dir nicht merken kannst, wieder ein Zuschauerschnitt von 200 Mann. Und du entschließt dich zum 7. Mal dazu nicht mehr hinzugehen und dem Fußball den Rücken zu kehren. Denn die Arbeitskollegen haben Recht, es gibt so viel, was man besseres tun kann an einem Samstag Nachmittag.
Zu Hause angekommen um 18:30 Uhr legst du deinen Schal und deine Basecap auf den Tisch, wirfst dich auf dein Bett, schaust das Trikot an, das seit Jahren an deiner Wand hängt und lächelst. Denn du weißt, dass du deinem Verein morgen wieder verzeihst und nächste Woche im Stadion stehst ……….

Interview mit dem Trainerteam Paulus/Backmann

IMG_3195Ich würde sagen da ist uns kurz vor Jahresende und nach so langer Zeit mal wieder was Gutes geglückt. Ein Interview mit dem Trainer stand schon lange auf der Agenda. Das Daniel Paulus nach einer Halbserie schon in der Kritik steht, gehört scheinbar mittlerweile zum Cheftrainerposten dazu. Es wird halt gerne vergessen, wo der Verein im Sommer stand. Dabei haben der Trainer und sein Team aus ner handvoll Spielern in wenigen Wochen ne konkurrenzfähige Mannschaft gebaut. Unter Bedingungen die wahrlich nicht paradiesisch sind. Der Abstiegskampf, toi toi toi sollte in dieser Saison ohne Borussia laufen.

Gesprächstechnisch wird die Hinrunde mit Stärken und Schwächen abgearbeitet. Wir reden über den Kader, die Tabellenspitze, Saisonziele und der Kritik am Spielsystem. Das Interview haben wir live im Borussenheim geführt. Ich habe die Aussagen versucht so orginal wie nur möglich zu lassen. Das mag nicht immer schön aussehen, aber ich finde es authentischer. Weiterlesen

zurück im Geschäft…

überm Ellenfeld lacht die Sonne

überm Ellenfeld lacht die Sonne

Borussia Neunkirchen gegen den FSV Salmrohr das war auch die Rückkehr des Paul Linz ans Ellenfeld. Seit der ehemalige Borussencoach die „Macht vom Dorf“ übernommen hat, scheint der FSV wieder an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen zu können. Doch wie das Leben, so spielt manchmal auch der Fußball und so gewann Trainerneuling Paulus gegen den erfahrenen Hasen.

Entscheidend dabei waren zwei grundverschiedene Halbzeiten, die vielleicht gar nicht so verschieden gelaufen wären, hätte Salmrohr nicht das Glück gehabt durch einen abgefälschten Schuß in Führung zu gehen. Ein Gegentor das zur aktuellen Situation treffend passte. Denn dieser Szene vorrausgegangen war ein Missverständniss der Abwehr. Nicht das einzige Male an diesem Tag das die Kommunikation fehlte. In der Folge dominierte Salmrohr eine Partie die bis dahin eher dahin plätscherte. Immer wieder erspielten sich die Gäste mit schnellem Spiel auf Makiadi Torraumszenen, was fehlte war die letzte Konsequenz. Und doch hätte es zur Halbzeit 1:1 stehen müssen, als ausgerechnet Andreas Haas fast mit Pausenpfiff eine hundertprozentige liegen ließ.salm

Die Reaktionen des Publikums blieben bei Schweigen. In der 2.Hälfte brachte Daniel Paulus den zuletzt suspendierten Schmitt für Iashvili ins Spiel. Ein Wechsel für die Offensive, ein Zeichen das auch die Mannschaft verstand. Borussia übernahm in der Folge immer mehr das Geschehen und Innenverteidiger Armend Haliti bewies einmal mehr seine Wichtigkeit mit dem Ausgleichstreffer. Ab nun entwickelte sich das Spiel zu Einbahnstrassenfußball. Das Pressing funktionierte, Bälle wurden schon früh zurückerobert und auch vorne fand man nun wieder seine Anspielstationen. So das es Haas war der den 2:1 Führungstreffer markieren konnte. Später sollte ihn der Rasen nochmal eine Riesenmöglichkeit kosten. Überhaupt zeigt sich der Rasen nicht unbedingt im besten Zustand für technisch anspruchsvollen Fußball.

salm2Doch die Szene des Tages war vielleicht das 3:1 durch Markus Schmitt oder besser gesagt der Jubel danach. Wenn es Zweifel gab ob Schmitt ein Mannschaftsspieler ist oder ob er ins Team passt, dann hat er, als auch die Mannschaft gestern die Antwort geliefert. Alle Spieler kamen zum gratulieren gelaufen. Gelaufen war dann in der Folge auch das Spiel. Salmrohr steckte auf und Borussia ließ mit dem 4:1 dann auch Gnade walten. Felix Dausend demonstrierte dabei seine technischen Fähigkeiten. Am Ende ein verdienter Heimsieg, der einiges an Druck aus dem Kessel nimmt. Wenn gleich der Block 5 schon vor Anpfiff seine Unterstützung für Trainer und Mannschaft zeigte.