„Nicht quatschen…machen!“ Tour 2015

fo23:56 und mittlerweile nur noch am gähnen, dabei hatte ich als Beifahrer die letzten beiden Tage noch den entspanntesten Job. Wenn man abrechnet das wir nur noch mit Handy leben, rund ums wach sein.

Vom gestrigen ersten Tag habt ihr sicherlich schon bei Facebook gelesen, wenn nicht folgt dem Link der Saarbrücker Zeitung, dort hat Tobi seine Geschichte von Tag 1 in Berlin erzählt. Auch der zweite Tag begann in der Hauptstadt, ganz in der Nähe des Potsdamer Platzes wo wir noch ein recht schäbiges Hotel fanden. Ein letztes Treffen mit Helmut und seiner Frau, noch ein paar Erinnerungsfotos des Käfers vor dem Stadion und schon ging es in den Ostteil der Stadt. Weiterlesen

Dieser Überlebenswille und die Verbundenheit reißen dich mit – Interview mit Mirko

SVEGrüß dich Mirko, du schreibst jetzt schon etwas länger für den Stahlwerkblog. Deine Eindrücke, Erfahrungen?

Hallo Nicky! Ja das ist richtig, zum Blog gekommen bin ich ja eher durch Zufall. Eigentlich sollte es ja bei einem Spielbericht zum Pokalspiel in Rockershausen bleiben, bei dem du leider nicht anwesend sein konntest. Daraus hat sich dann aber mehr entwickelt, sodass wir uns gerade die Spielberichte jetzt ja super teilen, finde ich. Bisher habe ich sehr viel gute Erfahrungen hier gemacht, die Leser bestätigen immer wieder, dass die Arbeit hier geschätzt wird und geben auch immer wieder Feedback oder nehmen einen Artikel als Grundlage für eine anregende Diskussion, das gefällt mir sehr.

Nicht ein jeder kennt dich, stell dich doch mal kurz vor?

Zu mir, ich heiße Mirko, mein seltener Nachname ist Müller und ich komme aus dem Baujahr 1995. Ich wohne zusammen mit meinen Eltern in Neunkirchen, für mich immer noch die schönste Stadt. Im Juli schließe ich meine Berufsausbildung als Industriekaufmann ab (wenn alles klappt).
 
Wie bist du zur Borussia gekommen, dein Elternhaus ist ja eher blau-schwarz gefärbt?
 
Mein Vater ist Fan der Landeshauptstadt, richtig. Meine Mutter ist da eher neutral, tendiert aber doch auch schon immer eher zu schwarz-weiß. Mein erstes Spiel der Borussia war 2003, DFB Pokal gegen die Bayern. Damals stand ich mit FCB Trikot, Mütze und mehreren Schals im Block 5, davon war irgendwie dort niemand wirklich begeistert, Haha. Die Kulisse war der Wahnsinn. Da ist die Borussia aber noch nicht wirklich bei mir angekommen. Das kam dann 2005, als ich mit meinen Eltern und meinem Bruder beim Saarlandpokal Halbfinale (?) gegen Homburg im Ellenfeld auf der Gegengerade war. Mehr als das Spiel faszinierte meinen Bruder und mich die Fankurven, die lauten Gesänge, die Fahnen, diese hemmungslose Freude oder eben Traurigkeit wenn ein Tor fällt. Danach begannen wir beide öfters Heimspiele zu besuchen, rückten jeden Samstag etwas näher an den Block 5, waren irgendwann drin und irgendwann dann auch bei denen, die uns 2005 noch so faszinierten. Der Auslöser bei mir war damit weniger der Fußball, mehr die Fanszene.
 
Was macht die Borussia für dich aus?
 
Eine Frage, die man 100 Leute fragen könnte und vielleicht 100 verschiedene Antworten bekommt. Für mich ist es zu einem großen Teil die „Familie“ im Stadion. Ich freue mich immer am Wochenende wieder die Leute im Stadion zu sehen, mit ihnen zu reden und das Spiel zusammen zu erleben. Nicht zu vergessen halte ich auch das Potential im Neunkircher Umfeld für ein Alleinstellungsmerkmal des VfB. Wie bei der Mahnwache im Dezember gesehen, wenn was passiert, sind sofort eine Menge Leute da, auch die, die seit Monaten oder Jahren nicht mehr ins Stadion gehen. Und immer wieder versuchen die Leute etwas zu ändern und egal wie schwer es um den Verein steht, niemand verliert die Hoffnung. Dieser Überlebenswille und die Verbundenheit reißen dich mit und lassen sich nie wieder los von der Borussia. Abgesehen davon ist Borussia Neunkirchen einfach der geilste Club der Welt, da gibt es keine Alternative.
 
Dein bisher größtes Borussenerlebniss?
 
Da kommen einige in Frage. Sei es mein erstes Spiel gegen Bayern im ausverkauften Ellenfeld, der Oberligaauftakt 2007/2008 zu Hause gegen den FCS, das verlorene Saarlandpokalfinale 2010 gegen Elversberg oder der Abstiegskampf in der letzten Saison mit dem eigentlichen sportlichen Abstieg. Ja, ich denke große Ereignisse müssen nicht immer ein gutes Ende haben, deshalb ist mein größtes Erlebnis das Pokalfinale 2008 gegen den FC Homburg in Elversberg. Leider verloren wir 1:2 nach 120 Minuten, wenn ich aber heute zurück denke, war es einfach nur überwältigend. Diese Menge an Neunkircher und Saarbrücker, die Luftballonchoreo, der super Support und der Kampf bis zum Schluss der Mannschaft. Für mich eine der schönsten Erinnerungen überhaupt, wenn wir vom Ergebnis absehen.
 
Was ließt du an anderen Blogs regelmässig?
 
Ich lese oft das FCSBlog, Oldforrest und den Blog rot & weiß.
 
Welche Sachen schreibst du mit Vorliebe für den Blog. Welche fallen dir schwerer?
 
Ich schreibe gerne Spielberichte. Egal wie langweilig vielleicht das Spiel ist, erlebt man auf dem Hin- und Rückweg und im Stadion abgesehen vom Spiel immer etwas Neues, worüber man schreiben kann. Schwerer fällt es mir dagegen über aktuelle Geschehnisse im Verein zu bloggen wie im letzten Jahr die Diskussion um die MV. Irgendwie willst Du auf Missstände hinweisen, gleichzeitig aber deinen Verein nicht zu schlecht da stehen lassen. Die Mischung zu finden ist da schwer. Ohnehin gefallen mir 95% meiner Text selbst am Ende nicht gut, da bin ich aber sicher nicht der Einzige Blogger dem das so geht, richtig?
 
Zum Schluss was wünschst du dir wo soll der Verein in zwei drei Jahren stehen?
 
Sportlich wünsche ich mir den Aufstieg in die Regionalliga, welcher bei momentan Kader machbar sein sollte, wenn man einen Großteil des Teams über den Sommer hinweg halten kann. Noch mehr wünsche ich mir allerdings, dass wieder etwas mehr Struktur und Kommunikation in den Verein kommt, wie bei der Mahnwache gefordert wurde. Angefangen hat man ja schon mit dem neuen Manager, ich bin gespannt was nun noch passiert in Sachen Stadion und Sponsoren.

 

 
 

remember…Enkel mögen kraftvoll walten, schwer Errungenes zu erhalten

Wenn man ein wenig sarkastisch sein wollte könnte man behaupten das Bild das, dass Stadion mit seinen Absperrgittern und Fangnetzen liefert spiegelt den Zustand dieser Stadt und seines Vereins wieder. Es ist schon eine gewisse Provinzposse die da abläuft. Ein Verein steht vor dem finanziellem Aus, muß sein Stadion verkaufen und ausgerechnet die Politik führt sich dabei auf, wie man es von einer unseriösen Versicherungsfirma erwarten könnte.

So erwartet man allen Ernstes das Borussia für das Stadion gerade steht, ein 5.Ligist der auch Dank der eigenen Stadt alljährlich um´s überleben kämpft. Wie soll so was gehen und wie kann man sich als Stadt so aus der Verantwortung ziehen? Sicherlich die Stadt hat einen Vertrag vor über 20! Jahren abgeschlossen in der all das geregelt ist und der ihr auch das Recht gibt so zu handeln, aber was ist mit der Moral? Weiterlesen

“So viele Chancen auf einen Neuanfang wird es nicht mehr geben…”

Zwei Wochen sind es noch bis zum Saisonstart und es ist schon lange her, das es so früh gegribbelt hat. Selten aber stand der Verein in der jüngsten Vergangenheit so hoffnungsvoll da wie heute. Im vergangenen Herbst war es nicht mehr weit bis zur Insolvenz, und wer weiß schon ob man heut noch im Vereinsregister stehen würde, wenn es nicht einen Wechsel in allen Ämtern gegeben hätte. Neue Gesichter haben sich der Verantwortung gestellt, Leute die nicht schon ewig und drei Tage mit dem Klüngel rund um den Verein verstrickt sind. Man kann sich nicht vorstellen was für ein Chaos wir vorgefunden haben. Keine Zahlen, keine Informationen, wir wurden regelrecht im Stich gelassen. Okan Kaya und der Rest der Truppe sind nicht um ihren Job zu beneiden. Früh ging das Gerücht um das eine neue Mannschaft antritt, doch schnell nach der Aufsichtsratswahl gab es Streitigkeiten hinter den Kulissen. Was sich lange andeutete, war dann auch der Fall, Roland Schön und seine Mannen zogen sich zurück und vergaßen dabei wohl auch gleich mal ihrer Funktion als Hauptsponsor nachzukommen. Schlechter hätte der Start kaum losgehen können. Doch schnell…,ungewohnt schnell für Borussenfans, sollten Nägel mit Köpfe gemacht werden. Nach der Präsentation von Paul Linz, wurden im Anschluß drei neue Spieler geholt, wann gab es das, dass letzte Mal und dann noch solche. Man vergisst immer so schnell…aber Paul Linz zur Borussia, nen Patschinski, daran hat doch in den letzten Jahren keiner mehr geglaubt. Weiterlesen