Wenn Menschen auseinandergehen, so sagen sie: auf Wiedersehen!

Der Rücktritt von Dieter Ferner beendet ein Kapitel aus Hoffnungen und Träumen, aber auch aus Irrungen und Wirrungen. Zweifelsohne war dem Vorstand mit der Verpflichtung ein Transfercoup gelungen, eigentlich, denn irgendwie entwickelte sich die Sache am Ende doch anders…

Dabei fing alles so gut an, die Meldung platzte ein wie eine Bombe, die Überraschung war perfekt. Bei Bild und SZ landete man auf Seite 1 im Sportteil und auf den altehrwürdigen Tribünen des Ellenfelds gediehen die Träume…es wird doch alles gut. Dabei wollte manch einer, einer kleinen Bemerkung von Dieter Ferner nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Denn sinngemäß antwortete er damals noch als Sportdirektor des FCS, er wolle nur Trainer sein in Neunkirchen, für Spielerverpflichtungen sind andere zuständig. Eine Aussage die im Laufe der Zeit eine immer bedeutendere Rolle einnahm.Dieter Ferner

Denn schon in seiner ersten Saison verfügte der Trainer nur über einen kleinen Kader, die Folge das ein weiterer Wunsch nicht in Erfüllung ging. Der Name Ferner elektrisierte zwar die Fans, aber neue Sponsoren die mit größeren Mitteln bereit geständen hätten, waren weit und breit nicht zu sehen. Trotzdem spielte man eine solide Saison, auch wenn gegen Ende etwas die Luft ausging. Doch schon damals stellte Dieter Ferner sein weiteres Engagement im Frühjahr in Frage. Als Gründe galten im Nachhinein der Sparkurs des Vorstandes und die Tatsache das wichtige Stammspieler nicht gehalten wurden oder zu halten waren.

Nach weiteren Gesprächen mit dem Vorstand entschied er sich seinen Vertrag bis 2014 zu erfüllen. Doch die Saisonvorbereitung mit seinen Testspielen zeigte einen sehr zerknirschten Dieter Ferner, der kleine Kader mit mangelnder Qualität machte ihm sichtbar zu schaffen. Erst der katastrophale Saisonstart ließ alle Alarmglocken klingeln, nach der sportlichen Offenbarung in Mehring, wurden trotz des Sparkurses nochmals kurzfristig Spieler verpflichtet. Und nun startete das Ferner Team sportlich richtig durch, bis zur Winterpause verlor die Ferner Army kein Spiel mehr. Die Konkurrenz wurde von hinten aufgerollt und mit den ersten kalten Tagen war die Euphorie zurück. In Neunkirchen träumte man vom Happy End.

Doch auch im Winter war das wichtigste Dauerthema der Kader. Zwei Stammspieler verließen den Verein, geholt wurde dafür mit Felix Dausend ein Topstürmer, der dies in Neunkirchen allerdings erst noch nachweisen muß, zum anderen mit Gashi ein talentierten Spieler, der aber letztlich nur eine Ergänzung des Kaders darstellt. Der Einstieg in die Rückrunde verlief dennoch grandios, 5:1 fegte man Mehring aus dem Stadion. Mehring? Da war doch was, denn wieder sollte es nach diesem Spiel eine Serie geben die bis jetzt traurigen Bestand hat, seitdem gab es in 7 Ligaspielen in Folge auf die Ohren, dazu das peinliche Aus im Pokal.

Zuviel für Dieter Ferner der mit seinem Rücktritt ein Zeichen setzen will. Vielleicht auch zuviel ein roter Faden der sich durch seine Amtszeit zieht. Denn eigentlich waren seine Ambitionen zu Amtsantritt ganz andere und letztlich sind es immer die selben Gründe die diesen im Wege standen. Am Ende kennen wohl nur wenige, vielleicht auch nur er selbst die Gründe warum er den Rücktritt gewählt hat.

Die aktuell geäußerten kann ich nur schwer nachvollziehen, denn ob ein Trainerwechsel zu diesem Zeitpunkt und unter diesen Umständen irgendwas ändert, daran habe ich leise Zweifel, denn auch wenn ich nicht immer mit der Arbeit von Dieter Ferner konform gegangen bin, ist und bleibt er ein kompetenter Trainer. Doch entweder sieht er in seiner Einwechselbank weit mehr Potenzial als die meisten anderen, dass er von der Mannschaft eine Reaktion erwartet hat oder aber es gibt irgendwelche Gründe im mannschaftsinternen Kreis. Letztlich aber ist das alles Spekulation…und spätestens ab morgen hat eh die Zeitrechnung nach Dieter Ferner begonnen!

In diesem Sinne alles Gute Dieter Ferner, auf Wiedersehen!

 

ein ganz normaler Ausflug…?!

Schon lange her die Ausflüge nach Idar-Oberstein. Vor Jahren war ich dort täglich beruflich unterwegs, seitdem scheint sich einiges getan zu haben, allerdings eher im negativen. Wirkte die Stadt doch gestern selten grau und runtergekommen in einigen Ecken. Positiv hat sich der „Haag“ entwickelt, die Spielstätte der Hunsrücker hat zumindest nicht ganz unbeschadet die Regionalliga überstanden und so zieren neuerdings Stehstufen die Gegengeraden. Übel ist allerdings der Sicherheitswahn, konnte man früher noch den Platz umrunden, ist mittlerweile der völlige Zäunewahn ausgebrochen. Man hat ernsthaft Schwierigkeiten sich in den Ambiente aus Türen und Gittern zurechtzufinden. Vorallem die Abtrennung der Umkleideräume zum Platz hat echtes Knastfeeling für die Spieler.

Interessant zu beobachten waren heute die völlig hilflosen Sicherheitsfunktionäre des Vereins. Da traf Beamtentum mit Hang zur deutschen Ordnung auf proletarische Fußballfans. Das war Realsatire pur…Wer den Gästeblock in Idar-Oberstein kennt, der weiß das das ne flache Ebene ist, auf Höhe des Spielfelds. Dank Lage hinter dem Tor und umzäunt von Bauzäunen ist auch wirklich garantiert das keinerlei Spaßfeeling aufkommt. Von hinten grüßen die Kühe und von vorne Knastfeeling mit weit entfernten Fußballspiel. Darauf hatten dann wohl heute einige gar keinen Bock und so zog die Masse an Neunkircher Fans und Zuschauer auf die Gegengeraden. Das war nun gar nicht im Interesse des Sicherheitsverantwortlichen, der irgendwie seinen Einsatz verpennt hatte. So kam er also nach Spielbeginn mit einem Ordner unterm Arm zum Neunkircher Eck und fragte nach einem Ansprechpartner. Da bekanntlich unter Fußballfans nur selten Sicherheitsfunktionäre mitreisen, war die Ausbeute also recht mager. Aber ganz so traurig wollte man den Mann nun ja auch nicht in der Gegend rumstehen lassen, deshalb wurde einfach der besoffenste zum Gespräch geschickt. Was natürlich für ein Gespräch nicht unbedingt förderlich ist, dennoch zog der Sicherheitsfuzzi nun glücklich seinen Ordner und präsentierte den Stadionplan mit Lage des Gästeblocks. Allerdings dauerte das Spielchen eindeutig zu lange und so hatten sich sämtliche Neunkircher wieder dem Spiel zugewandt.

Das war allerdings recht unterhaltend, wenn man nicht unbedingt ein Herz für Borussia hatte. Denn so ganz unschuldig war die Spielweise der Schwarz-Weissen nicht an dieser „Unterhaltung“.  Nach vorne lief nur wenig zusammen, was vorallem auch am schwächelnden N´Ganvala lag. Nicht das erste erschreckend schwache Spiel in dieser Saison. Ihm scheint im Moment die Kontinuität in der Leistung abzugehen. Aber nicht nur er war gestern irgendwie von der Rolle. Insgesamt stand man zu weit von den Gegenspielern entfernt und wirkte unkonzentriert. Ein mitzählen ergab das fast immer nach dem dritten Abspiel der Ball beim Gegner landete, dazu fehlte die Bindung zwischen Offensive und Defensive. So musste sich Hajdarovic gestern immer wieder fallen lassen und selbst den Ball holen. Was er auch durchaus gut machte, spielte stark. Auch Schmitt gestern in der zweiten Hälfte mit starken Einzelleistungen, so nutzte er ein Missverständniss zwischen Abwehrspieler und Torwart zu seinem 3. Saisontreffer. Er scheint mit regelmäßigen Spieleinsätzen so langsam zu alter Stärke zu finden. Noch herausheben muß man Sebastian Flauss, der gestern kurz vor Schluß eine unglaubliche Parade auspackte und damit wenigstens den einen Punkt sicherte.

Denn es war durchaus mehr drin, Idar-Oberstein wirkte alles andere als selbstsicher. Doch dank der leichtfertigen Ballverluste im Neunkircher Aufbauspiel machte man den Gegner sozusagen selber stark. Vorallem Andrew Riemer machte über die rechte Seite mächtig dampf und brachte die Abwehr immer wieder in größte Not, auch Dansoko wirbelte fleissig mit, doch die Abschlußschwäche lag auch am eigenen klein, klein was sie erst mit fortlaufender Spieldauer ablegten. So muß man nach den Chancen geurteilt von nem glücklichen Punkt reden, der aber durch Einsatz verdient wurde, wenn er auch nicht immer glücklich war. So wie bei Nabil Dafi der mit einem umstrittenen Handspiel den Foulelfmeter verursachte. Persönlich hätte ich ihn nicht gegeben, dafür bekam Dafi gelb. Weshalb Ferner ihn sofort vom Platz holte, steht mit Hauenstein schon das nächste „Big Play“ ins Haus und Dafi ist Ferners wichtigster Spieler. Das konnte man danach sehen, als jede Ordnung auf dem Platz verloren ging, selbst in Überzahl stand man ein paar mal kurz vor dem klassischen „auskontern“. Trotzdem durfte man wieder die Erfahrung machen das man mit der Mannschaft durchaus rechnen muß, denn auch gestern gab es wieder drei richtig gute Freistöße. Manchmal kann auch das einen Unterschied ausgleichen…nach Spielende gab es aufmunternden Applaus und Gesänge für die Mannschaft.

IMAG0122während des Spiels durfte man dafür die Statutenwut des Ordnungsdienstes kennenlernen. So durften selbst vereinzelte Rentner nicht zwischen dem unteren Zaun des Stehbereichs und der Werbebande das Spiel verfolgen. Der Zaun war vielleicht nen lächerlichen Meter hoch und hatte wohl auch nicht mehr Sinn wie ein Gartenzaun…Schön aussehen, dumm rumstehen. Der Sinn erschließt sich einem nicht wirklich. Schön waren auch die Tore darin, die ständig von den Ordnern verschlossen wurden, unfassbar. Natürlich war unseres schon zur Halbzeit so verbogen das man es nicht mehr öffnen konnte…wir wären schlechte Hools ;-). Allerdings lag das eher an der minderen Qualität als an irgendwelchen Aggressionen. Übrigens sehr erstaunlich das man nicht mit Gästefans rechnete, gab es doch einen szenekundigen Beamten vor Ort, aber wenn der seinen Job genauso versieht wie der Sicherheitschef…425 Zuschauer ist übrigens ziemlich erbärmlich, immerhin mit ca.150 Zuschauern aus Neunkirchen. Naja vielleicht lässt der nächste Ausflug nach Oberstein ja wieder etwas länger auf sich warten.

Interview mit Dieter Ferner

aus dem FC-Magazin der Amateure entnommen. Sicherlich vor dem Spiel interessanter gewesen, aber da es von Herrn Ferner eher selten mehr als zwei Sätze zu lesen gibt, dürfte es trotzalledem lesenswert sein…Sorry für die Schriftgröße aber meine Technikfähigkeiten geben nicht mehr her…

InterviewDF

noch immer ohne Sieg in Waldalgesheim

IMAG0043Auch eine Nacht später fällt es mir schwer das gestrige Oberligaspiel in Waldalgesheim einzuordnen. Ein Punktgewinn oder zwei leichtfertig hergegeben? Dieter Ferner sprach, wie auch sein Kollege von einem gutklassigen Oberligaspiel, mit einer Nullnummer auf höherem Niveau.

Aufstellungstechnisch blieb sich der Trainer treu. N´Ganvala der zuletzt nach schwacher erster Halbzeit ausgewechselt wurde, bekam eine neue Bewährungschance. Wirkte aber auch gestern noch nicht in der Form wie zu Saisonbeginn. Jens Kirchen noch angeschlagen musste bis zur 66.Minute warten, für ihn rückte Weston ins Team. Der rieb sich auf der Außenbahn fleissig auf, machte viele Sprints, zeigte eine herausragende Laufleistung, aber in den entscheidenden Situationen wirkte er eher unglücklich.

So wie eigentlich das ganze Team, das auch gestern wieder den Anpfiff verpennte und erstmal einige Mühe hatte die Anfangsminuten ohne Gegentor zu überstehen. Waldalgesheim, bester Aufsteiger bisher zeigte deutlich warum. Ziemlich kombinationssicher, mit hohem Tempo, streckenweise „One-Touch“ Fußball, war die recht flinke Offensive nur schwer zustellen. Zahlreiche brenzlige Situationen waren die Folge, letztlich aber hielt Flauss auch gestern wieder die Mannschaft im Spiel. Man muß schon sagen, was er aktuell zeigt ist höheres Niveau. Nach ner halben Stunde kam dann die Ferner-Elf besser in die Zweikämpfe, konnte einen Großteil für sich entscheiden und somit dem Gegner den Spielfluss nehmen. Doch oft allzu leichte Ballverluste machten es schwer selber in Aktionen zu kommen.

ungewohnt Freitagabend Flutlichtspiel

ungewohnt Freitagabend Flutlichtspiel

Es fehlte so ein bißchen an der Reaktionsschnelligkeit Situationen zu erfassen und das Tempo mal im richtigen Moment zu forcieren. So mussten zumeist hohe Bälle her, das diese auch eine Alternative sein können bewies zweimal Nazif Hajdarovic der nur knapp scheiterte. So hatte er fast mit dem Halbzeitpfiff den Torschuß auf dem Fuß, aber manchmal fehlt im Moment einfach das Quentchen Glück.

Auch aus der Halbzeit kam die Mannschaft unverändert. Doch das Spiel sollte jetzt umkämpfter sein, Torraumszenen wurden Mangelware, Kampf wurde Trumpf. Beide Mannschaften suchten den Sieg. In der 66.Minute dann brachte Ferner Kirchen für Weston. Ein Wechsel der nochmal augescheinlich ein Ruck durchs Team gehen ließ. Kirchen selbst zeigte in seiner stärksten Aktion seine individuelle Klasse, als er mal eben so drei Abwehrspieler stehen ließ und schön an den zweiten Pfosten flankte, wo Hajdarovic einschußbereit dastand, aber es soll wohl im Moment einfach nicht sein. Die gelbrote Karte für Mehmedovic wegen wiederholten Foulspiels, war zumindest bei der zweiten Aktion ein Witz. Das sah eher nach einem Presschlag aus. Eher hätte ich ihm die Karte für sein ewiges diskutieren gegeben, das nervt schon als Zuschauer. Die rote Karte der Heimelf durch Deniz Darcan ging absolut in Ordnung, sein Angriff galt nur den Knochen von Schmitt. Die letzte Aktion hatten aber nochmal die Gastgeber durch Armando Grau,  der in Lothar Matthäus Gedächtnissmanier, mit dem Ball aus der eigenen Hälfte durch´s komplette Mittelfeld marschiert und nur haarknapp verzieht.IMAG0035

Fazit: Spielerisch lässt die Mannschaft noch vieles vermissen, die individuelle Klasse ist zweifelsohne vorhanden. So zeigte auch Schmitt in einer Situation seine Fertigkeiten mit dem Ball, als er zwei Gegenspieler traumhaft stehen ließ, seine Hereingabe allerding fand keinen Abnehmer. Symptomatisch für das derzeitige Offensivspiel, das vorallem durch Einzelleistungen auffällt. Wenn man sich das Spiel im ganzen betrachtet, dann kann man mit dem Unentschieden gut leben. Waldalgesheim war insgesamt dominanter und mit nem Hauch mehr Chancen unterwegs, insofern ein Unentschieden das ok geht, ein Sieg war möglich, aber nicht zwangsläufig verdient gewesen. Am Ende hilft der Punkt aber auch nicht so richtig weiter und so bleibt man dem Unten näher als dem Oben.

  • Vor Jahren gab es im Umfeld des „Stadions an der Waldstrasse“ nur einen Schotterparkplatz oder die Möglichkeit am Strassenrand zu parken. Zwischenzeitlich wurde dann ein weiterer Schotterparkplatz angelegt. Zuletzt konnte man dann erleben wie die Stellplätze überdacht wurden, ein seltener Anblick. Diesmal dann des Rätsels Lösung, die Dächer wurden mit Photovoltaikanlagen versehen.

    Dieter Ferner bei der PK

    Dieter Ferner bei der PK

  • 238 Zuschauer, darunter cirka ein dutzend Borussen
  • nur wenige Vereine der Oberliga können solch ein Essensangebot vorweisen wie die Rand-Rheinhessen. Die Wurst gibts in rot und weiß, dazu Currywurst wahlweise mit Pommes. Mettbrötchen gab es gestern ebenfalls und in der Stadionkneipe kann man sich auch Pizza oder wie gestern ein halbes Hähnchen gönnen. Lediglich beim Bier muß man Punkte abziehen, denn neben dem Park-Pils in Pirmasens ist das Kirner was man hier ausschenkt so mit das grausamste an Biergeschmack. Dafür kann man hier aber auch Viez trinken.

Kleines Land, großer Fußball – die Ausstellung

Borussentrainer Dieter Ferner in Aktion auf dem Veranstaltungsflyer

Borussentrainer Dieter Ferner in Aktion auf dem Veranstaltungsflyer

Im Moment wird man wahrlich zugebombt mit dem 50jährigen Jubiläum der Bundesliga. Egal ob Print, Radio oder TV, keine Sportsendung ohne dieses Thema. Während es in aller Regelmässigkeit die immer selbe Kost ist die man vorgesetzt bekommt, macht diese kleine Ausstellung eine kleine Ausnahme. Ihr Blick richtet sich auf den saarländischen Hintergrund. Sie zeigt die Geschichte des saarländischen Fussballs von 1920 – 1963. Das Landesarchiv stellt dafür einige interessante Dokumente zur Verfügung u.a. von der saarländischen Nationalmannschaft, als auch vom internationalen Saarlandpokal.

Und natürlich ist der größe Teil der Ausstellung den drei Saarclubs und ihrer Bundesligazeit gewidmet. Auf rund 100 Bildern wird man Zeuge besonderer Momente, die zumeist durch Texte oder Dokumente abgerundet werden. Besonders schön für alle Freunde der Statistik, die Aufführung der 80 saarländischen Protakonisten dieser Zeit. Schon bei der heutigen Eröffnung konnte man sehen das diese zu interessanten Diskussionen führt und manch verborgene Geschichte zu Tage fördert.

Die Eröffnungsfeier

Eröffnet wurde die Ausstellung von der Sportministerin und Schirmherrin Monika Bachmann mit einer kurzen Rede, der sich noch eins, zwei Beiträge anschlossen. Interessant wurde es allerdings erst mit der Talkrunde, die vom SR Moderatoren Daniel Scheider geführt wurde. Als Gäste an seiner Seite fanden sich Dieter Ferner, Bernd Franke (Eintracht Braunschweig), Günter Schröder (Borussia Neunkirchen), Wolfgang Seel (Fortuna Düsseldorf) sowie Kulttrainer Uwe Klimaschefski (Homburg/Saarbrücken) ein. Günter Schröder, Verteidiger der Schwarz-Weissen in der ersten Bundesligaära erzählte aus dem Alltag der Borussenprofis, den Trainingslagern vor den Spielen bei der Arbeitskammer in Kirkel.

wunderschönes Bild von Willi Ertz

wunderschönes Bild von Willi Ertz

Von der Nähe zwischen Mannschaft und Fans, dem gemeinsamen Bierchen nach Spielende in der Turnhalle und von der Begeisterung die in der Stadt herrschte. Günter Schröder wirkt dabei heute noch bescheiden wenn er über die damalige Zeit spricht, mit glänzenden Augen und großem Borussenherzen.

Dagegen selten so entspannt hab ich Dieter Ferner bei einem öffentlich Anlass gesehen. Er schien sichtlich Spaß zu haben mit all den anderen einstigen Fußballgrößen von früher zu erzählen. Von seiner Zeit in Chicago wo er amerikanischer Meister wurde und die Fußballgrößen der Zeit traf. Allerdings kamen auch Fragen zur aktuellen Lage des saarländischen Fußballs und sämtliche Gäste waren sich einig das es aus finanziellen Gründen und der Vielzahl an Clubs wohl nicht mehr reichen wird für einen saarländischen Verein in Liga eins. Natürlich kam dann zwangsläufig auch wieder die Frage nach dem FC Saar auf, die aber Dieter Ferner mit dem Verweis auf gewachsene saarländische Traditionsvereine und deren Rivalität, eher mit einem Nein beantwortete. Wolfgang Seel hielt noch einen Appell für die Nachwuchsarbeit und Bernd Franke wusste zu berichten das Paul Breitner eher ein ungeliebter Querkopf in Braunschweig war. Insgesamt eine recht kurzweilige Runde mit vielen Anektoden, aber auch viel Kritik am heutigen Fußball. Ob der Spieltagszersplitterung, des Ausmaßes an Geld wegens oder einfach der Medienlandschaft heutzutage, nur schade das man auch ihnen nicht zuhören wird…logo verein

Als Fazit kann man sagen das die Auftaktveranstaltung durchaus sehr sehenswert war und sich der Tag Urlaub gelohnt hat. In den nächsten Tagen dann, sollen sowohl die Mannschaft des 1.FC Saarbrücken als auch des FC Homburg vorbei schauen. Schön wäre es natürlich auch wenn die aktuelle Borussenmannschaft mal vorbei schauen würde, denn ein bißchen Vereinshistorie soll noch nie geschadet haben, im Gegenteil. Die Ausstellung geht übrigens noch bis zum 07.09. also wer in Neunkirchen weilt oder nur nen Katzensprung entfernt wohnt ruhig vorbeischauen, lohnt sich.

  • der Saarparkcenter sucht übrigens die „Bundesliga Jubiläumself“ fürs Saarland. Abstimmen dafür kann man hier
  • der SR hat auf seiner Onlineseite ebenfalls etwas Bundesligageschichte aufgearbeitet u.a. mit Filmaufnahmen und Bildern hier

Ferner bleibt…

Nun steht es also fest, Dieter Ferner wird seinen Vertrag erfüllen und auch in der nächsten Saison als Trainer auf der Bank Platz nehmen. Dabei bietet er allerdings viel Interpretationsspielraum, in der Pressemeldung heißt es: „Wenn es absolut keinen Sinn mehr gemacht hätte, hätte er nach der Saison trotz Vertrages bis 2014 aufgehört.“ Nun kann man also spekulieren, was in diesem Zusammenhang absolut heißt. Zweifelsohne wird es um die Ausrichtung der Mannschaft gegangen sein, inwiefern nun das Ziel der Aufstieg sein wird, bleibt fraglich. Weniger fraglich wird das Umfeld damit umgehen, die Erwartungshaltungen nach dieser Meldung dürften wohl kaum kleiner geworden sein, im Gegenteil. Für den Verein dem das Tamtam einmal mehr öffentlich geschadet hat, dürften jetzt wieder ruhigere Tage bevorstehen, wie lange allerdings werden wohl die anstehenden Personalfragen entscheiden. Persönlich finde ich das Verhalten von Dieter Ferner zwar verständlich, dennoch bleibt bei mir ein etwas schaler Nachgeschmack. Denn irgendwie klingt das nicht nach 100% prozentiger Identifikation mit der Aufgabe, sondern nach einem erfüllen des Vertrages.

Spannung garantiert

Das die Bild fleissig mitmischt beim Thema Dieter Ferner dürfte wenig verwundern. Die Saarbrücker Ikone würden wohl nicht nur die Bild Schreiber gerne wieder im blau-schwarzen Lager sehen, wären doch die Schlagzeilen für Wochen gesichert. Allerdings erweist sich der Trainer mit seinen vehementen Dementis als Spielverderber. Wer dies allerdings für einen Verbleib bei Borussia wertet, dürfte unter Umständen demnächst unsanft wach werden. Das könnte übrigens auch dem 1.Vorsitzenden widerfahren, der in seinem Vorwort im aktuellen Stadionheft den Eindruck erweckt als wäre alles irgendwie schon klar. Die Realität dürfte allerdings etwas anders aussehen.

Denn die Bildzeitung dürfte insofern Recht haben, das die aktuelle Entwicklung nicht so aussieht als wollte man im Sommer den Aufstieg als Saisonziel ausgeben. Immerhin laufen 99 Prozent der Spielerverträge aus und bisher wurde offiziell noch keiner verlängert. Und genau das dürfte der Knackpunkt bei den Verhandlungen werden, denn ein Neuaufbau scheint schon wieder unausweichlich. Doch nochmal so eine Hängepartie wird Dieter Ferner nicht mitmachen wollen, entsprechend müsste man zwangsläufig Geld in die Hand nehmen, Geld von dem man immer wieder betont keins zu haben.

Nach einem Jahr hat auch Dieter Ferner diesen Verein und sein Umfeld kennen gelernt, wird die Möglichkeiten weit realistischer einschätzen können wie noch im letzten Frühjahr. Man darf gespannt auf den Ausgang der Verhandlungen schauen, Spannung ist garantiert so oder so.

Zukunft ungewiss?

Das Ellenfeld liegt schon im Winterschlaf. Die Weihnachtszeit ist jetzt so langsam spürbar und so schnell wie jetzt die Tage kommen, werden sie auch wieder rum sein. Und dann beginnt sie wieder die Vorbereitung auf die Rückrunde, eine Vorbereitung die wohl viel verlangen wird von den Verantwortlichen. Sportlich liegt man voll im Soll und kann sogar noch träumen von der Rückkehr in die Regionalliga. Doch die Baustellen sind groß, zum einen ist da die finanziell angespannte Lage des Vereins, mit der Großbaustelle Stadion. Zum anderen eben die Frage nach der kurzfristigen Zukunft, verbunden mit der Tatsache das im Sommer zahlreiche Verträge auslaufen. Weiterlesen

verdientes Unentschieden…

UPDATE: Video unter dem Bericht

Die Reaktionen nach Spielende ergingen sich allgemein in Galgenhumor, vielmehr bleibt einen wohl in der aktuellen Situation auch nicht mehr übrig. Zu unverständlich sind die Leistungen die man Woche für Woche auf dem Rasen zu sehen kriegt. Wobei die erste Überraschung schon der Blick auf die Mannschaftsaufstellung war. Thomas Wiener scheint wohl endgültig Torwart Nummer drei zu sein. Kizmaz nicht im Kader und auf der Ersatzbank war auch kein Mohammed zu finden. Das ausgerechnet mit Kizmaz einer der stärksten Akteure der letzten Wochen zur Zweiten abkommandiert wurde, hinterließ einige Fragezeichen. Als Antwort gibts eine offizielle Version die von Krankheit spricht und deshalb von Trainingsrückstand…die inoffizielle davon das Kizmaz wohl Fehlverhalten an den Tag gelegt haben soll. Wie auch immer der Trainer ist der Boss… Weiterlesen

Wundertüte 1.FC Saarbrücken II

Eigentlich müsste man den Artikel wohl mit einem philosophischen Diskurs eröffnen. Darüber ob es Zufälle gibt und wenn ja was dann Zufall überhaupt ist oder ist es vielleicht auch Schicksal oder am Ende eine Fügung, das man ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt zum 1.FC Saarbrücken fährt. Die wenigsten dürften wissen das allein sieben potenzielle Startelfspieler schon einmal für den FCS die Fußballschuhe schnürten, nicht wenige davon auch hauptsächlich für die Zweite und auch für Dieter Ferner und seinen Co wird es die erste Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Es wird also für viele mehr als ein normales Oberligaspiel werden, auch für die dann mitgereisten Fans, die eine Reaktion ihrer Mannschaft erwarten werden.

Der Gang ins FC-Sportfeld dürfte aus sportlicher Sicht sowieso alles andere als ein leichter werden. 2005 gab es mit einem 2:1 Auswärtssieg zum letzten Mal was zu holen, die beiden letzten Spiele dort dürften alle noch lebhaft in Erinnernung haben, 6:3 und 4:0 gab es auf die Ohren. Doch auch für Sonntag gilt das jede Statistik nichts zählt und das Spiel wieder unter ganz anderen Voraussetzungen stattfindet, bei U-23 Mannschaften sowieso und damit kommen wir jetzt zum eigentlichen Bericht. Weiterlesen