eine Nummer zu groß…

 

testspielDas Spiel gegen Eintracht Trier ist ein Vorbereitungsspiel das viele Geschichten erzählen kann. Zum Beispiel vom Trainer Daniel Paulus, der heute auf seinen einstigen Chef und Lehrmeister traf oder von einem dutzend Spieler im Neunkircher Trikot die schon unter Triers Coach Peter Rubeck in Zweibrücken aktiv waren. Es war also ein Treffen unter lauter Bekannten.

Trier aktuell auch im Aufbau einer neuen Mannschaft, demonstrierte vom Anpfiff weg was Peter Rubeck schon vor dem Spiel lobend über seine Mannschaft erwähnte, Pressing und eine sichere Defensive. Borussia in ungewohnter Aufstellung mit Kizmaz und Haas im Sturm, Bach und Kadrija auf den Aussen, Kern und Herraldo als Aussenverteidiger, in der Mitte Boris Becker und Gotthardt. Sicherlich eine Aufstellung die man so in Gonsenheim wohl nicht erwarten muss.

Spielerisch war es für die Mannschaft nicht ganz einfach gegen extrem laufstarke Trierer, die schon weit in Neunkirchens Hälfte pressten. Mit solch wenig Raum waren die Alternativen zwangsläufig. Der Versuch über die Aussenverteidiger das Spiel aufzubauen schlug meist fehl, denn sofort rückten wieder zwei Blau – Schwarze an, auch lange Bälle erwiesen sich selten als probates Mittel. Trier machte geschickt die Räume eng und sorgte so ständig für Druck auf den ballführenden Spieler. Ein Leistungsunterschied war deutlich zu spüren.

Dennoch schaffte es auch die Borussenabwehr die ganz großen Szenen der Trierer zu verhindern und so war man bei der Eintracht zwar bemüht, glänzen aber konnte man auch nicht. So ging dem 1:0 eine Unordnung im Mittelfeld der Borussen vorraus, wo man nicht schnell genug umschaltete und hinter den Ball kam. Eine Flanke von aussen verwandelte Robin Carnier freistehend am 16er sehenswert zum 1:0. Danach überließen die Hausherren den Schwarz-Weissen etwas mehr Platz, doch wirklich die ganz großen Chancen konnte man nicht kreieren. Zwei unplatzierte Distanzschüsse waren die einzige Ausbeute.

Nach der Halbzeit dann Trier wieder stärker, riss die Partie an sich und dominierte in der Folge das Geschehen. Das 2:0 eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff war erneut das Ergebniss eines sehr frühen Fehlers im Spielaufbau. Christopher Spang setzt Boris Becker am eigenen 16er unter Druck, dieser verliert den Ball und Albayrak braucht nur noch abzustauben. In der 84. Minute vergibt Trier noch einen Elfmeter so das es beim 2:0 blieb. Auffälligster Spieler im Neunkircher Trikot Yannick Bach der immer wieder versuchte Akzente nach vorne zu setzen.

Fazit: Die Abwehr macht einen recht sattelfesten Eindruck, dafür lief in der Offensive nur wenig zusammen. Doch Eintracht Trier ist auch in seinem Umbau eine Mannschaft mit Regionalligaformat – ein Ziel das Borussia erst noch erreichen möchte.

 

 

Neuzugang fürs Mittelfeld – Talent Jens Kirchen

jens kirchenNach den Abgängen von Schwartz und Karaoglan ist der Druck des Handelns sicherlich groß gewesen, zumal der Fehlstart einige grundlegende Schwächen im Kader offenbart. Die Offensive ist de facto kaum vorhanden und die Bank wird wohl auch in diesem Jahr kaum Druck auf die Etablierten ausüben können. Verstärkungen werden dringend gebraucht um nicht eine Saison zu erleben, die einen erneuten Tiefpunkt in der Historie setzt. Dabei helfen dies zu verhindern soll Jens Kirchen.

Der 24jährige Trierer kommt mit einer guten Bilanz ins Ellenfeld, was in dieser Situation nicht ganz unwichtig ist. Mit seiner Erfahrung aus 72 Spielen in Luxembourgs erster Liga, 62 Oberligaspielen und zuletzt drei Regionalligapartien sollte er schnell zu einem Leistungsträger im Team werden. Dabei kann der 24 jährige auch auf Erfahrung im Abstiegskampf verweisen, mit dem SV Mettlach stieg er zu Beginn seiner „Karriere“ ab. Eine Erfahrung auf deren Wiederholung er sicherlich gerne verzichten kann. Beeindruckend ist das er überall sofort zum Stammspieler wurde.

Fußballerisch ausgebildet wurde der beidfüßige, schnelle Offensivspieler der entweder als Außen oder als Mittelstürmer agieren kann im Nachwuchsbereich der Trierer Eintracht. Entdeckt hat ihn der heutige A-Jugendtrainer der SV Elversberg Markus Kneip, er holte den damals 19-Jährigen in die Oberliga zum SV Mettlach. Nach dem Abstieg gings für drei Spielzeiten zum CS Pétange in die erste luxembourgische Liga, was ihm 72 Einsätze einbrachte. Seine Statistik weist allerdings nur 9 Treffer auf, was wohl daran liegt das er zumeist als Aussenbahnspieler eingesetzt wird. Das war auch zuletzt in Zweibrücken nicht anders, wo er zum Stamm der Aufstiegsmannschaft gehörte und von Rubeck bescheinigt bekam das er eine sportlich wichtige Stütze ist.

Dennoch suspendierte ihn besagter Rubeck, der Vorstand stärkte ihm den Rücken mit der Aussage das Jens Kirchen nicht mehr im Trikot des SVN auflaufen wird. Über die Gründe schweigt man sich in Zweibrücken aus. Somit die Chance für Borussia sich einen Spieler zu sichern, der in dieser Saison sicherlich zum Regionalligastammspieler geworden wäre und somit eigentlich fern des Beuteschemas liegt.

  •  …gefunden in einem Blogeintrag

Das Stadion selbst war ansehnlich gefüllt und das Publikum zeigte sich stark engagiert. Direkt hinter uns saß die Mutter vom Mittelstürmer Jens Kirchen, die in Hockey-Mom-Manier jeden Ballkontakt frenetisch feierte, dem Schirigespann jegliches Fachwissen absprach und im Prinzip jede Spielsituation lautstark kommentierte. Der Vorteil war, dass Frau Kirchen dies auf Deutsch und nicht auf Lëtzebuergesch tat, sodass wir alles verstehen konnten.

Ausblick auf Salmrohr…

Am Wochenende kommt es wieder zu einem Klassiker im Ellenfeld, zu Gast der FSV Salmrohr. Bei den Salmtalern hat sich im Sommer viel getan, nach Robert Jung hat man mit Patrick Klyk einen neuen Trainer engagiert der den FSV mittel bis langfristig zur neuen Nummer eins in der Region Trier führen soll. Den Weg ebnen sollen regionale Talente wie Johannes Kühnen, Daniel Petersch, Markus Schottes oder Christian Schroeder die wie fast alle Salmrohrer das Fußballspielen in der Nachbarschaft bei der Trierer Eintracht lernten. Ergänzt wird die junge Mannschaft durch Routiniers wie Ex-Borusse Sebastian Grub, Gustav Schulz, Daniel Schraps oder Markus Bauer. Nicht mehr dabei sein wird der beste FSV Stürmer der letzten Jahre Dino Toppmöller, der nach seiner Suspendierung auch mittlerweile seine Kündigung des Vertrages erhalten hat. Grund war wohl eine Machtprobe nach der Niederlage in Pirmasens mit Trainer Klyk. (mehr dazu hier) Laut transfermarkt.de gehört auch Tommy Toppmöller, Sohn von Klaus Toppmöller nicht mehr zum Kader. Weiterlesen

Paul Linz im Portrait

Eigentlich wollte Paul Linz keinen Job in der Oberliga annehmen, zu groß sind eigentlich die Ambitionen des Mannes der schon immer Trainer werden wollte.
Doch die Verantwortlichen von Borussia Neunkirchen konnten ihn überzeugen, diese schwere Aufgabe anzunehmen. Die Nähe zu seiner Familie und seiner Heimatstadt Trier dürften sicherlich auch eine Rolle dabei gespielt haben.

“Er hat einen Bezug zur Region, kennt den regionalen Spielermarkt und
will in Neunkirchen etwas Nachhaltiges aufbauen”
Martin Bach Weiterlesen