500 Kilometer nur für dich…

Das gestern sind die Spiele die ich liebe, nach denen ich schon suche sobald die grobe Terminierung feststeht, unter der Woche schön weit weg. Klingt völlig unlogisch, aber ich bin nicht der einzige der da so bekloppt ist. Da hat sich schon ein kleiner Stamm herausgebildet, frei nach dem Motto wenn es schon keine Spiele gibt, wo man um 6 Uhr morgens los muß, dann wenigstens diese kleinen Herausforderungen im sonst gewohnten Oberligaalltag. Also um drei von der Schaff nach Hause, kurz nen Kaffee runtergestürzt, dabei umgezogen und ab nach Primstal wo ich dann zugestiegen bin. Wie zu erwarten bei solch einem „Freundschaftsspiel“ am Ende der Saison hielt sich die Besucherzahl mit 120 Zuschauern in Grenzen. Sogar den einheimischen Fanblock (Siegpiraten) vom letzten Jahr gibt es noch, allerdings hat sich der Schwerpunkt von Fahnen und Gesängen aufs Biertrinken verlagert. Mit 15, 16 darf man eigentlich noch etwas mehr Motivation erwarten. Weiterlesen

starker Auftritt bei Kaffee und Kuchen

Spiele in Elversberg sind in aller Regel an Grausamkeit nicht zu überbieten. Was für einen selbst der Höhepunkt der Woche, erscheint im Stadionumfeld der SVE nur eine absolute Randerscheinung. Neben zwei viel belebten Tankstellen, erwecken auch die samstäglich florierenden Supermärkte neben der Kaiserlinde alles andere als Fußballatmosphäre. Die viel befahrene Hauptstrasse mit ihrem Blumenverkäufern am Strassenrand, gibt dem Bild den endgültig passenden Rahmen. Mit dem viel deklarierten Derby hat das hier nichts zu tun. Eher erinnern die Gastspiele gegen die zweite Mannschaft, an das stochern in einer offenen Wunde. Weiterlesen

Willkommen in der Realität…

Startaufstellung

Startaufstellung

trifft den Nagel ziemlich auf den Punkt. Bei schönsten Fußballwetter fanden überraschend viele Neinkejer den Weg in den Wasgau. Schon der Biergarten war fest in schwarz-weisser Hand, am Ende dürfte wohl fast die Hälfte der Zuschauer (300) aus NK gewesen sein und sie sahen das, was die Statistik schon erahnen liess, eine Auftaktniederlage. Aber fangen wir vorne an, die Aufstellung von Dieter Ferner überraschte mich doch ein wenig. Zwei defensive Mittelfeldspieler mit Dafi und N´Ganvala, machte schon klar das es erstmal darum ging Sicherheit in den Laden zu bekommen. Der Spielbeginn sah dann auch gar nicht so schlecht aus es ging zwar nicht viel nach vorne, aber hinten wirkte auch alles sehr sicher. Beide Mannschaften tasteten sich erstmal ab. Bis zu einem Eckball für Borussia in Minute 14, der Ball flog über Freund und Feind hinweg so das Frank in Höhe des zweiten Pfostens etwas überraschend an den Ball kam doch sein Kopfball war zu unplaziert. Nur eine Minute später die erste richtige Chance durch Mohammed der sich auf der rechten Seite schön durchtankte mit Tempo Richtung Tor zog, aber sein Schuß ging knapp am linken Pfosten vorbei. Das war es dann aber auch schon mit der Herrlichkeit in Halbzeit eins. Durch viele Nickligkeiten gab es nur wenig Spielfluss und wenn es mal ein paar Kombinationen zu sehen gab dann von Hauensteiner Seite. Auffallend war das sich die Mannschaft bei gegnerischen Angriffen weit hinten reindrängen ließ, leider bekam ich dann nicht mit wie das 1:0 (25min.) fiel, lediglich das der Angriff über links kam. Das Bild auf dem Platz sollte sich jetzt ändern, Hauenstein wurde sicherer in seinen Aktionen, rückte weiter auf und liess Borussia kaum noch ins Spiel kommen. Symtomatisch für den Druck waren jetzt die vielen weggedroschen Bälle aus der Abwehr.

Wer vom Aufstieg in die Regionalliga in dieser Saison redet, der hat den Schuß nicht gehört

Dieter Ferner

Die zweite Halbzeit begann mit der selben Aufstellung, optisch konnte man jetzt das Bild wieder gerade rücken ohne wirklich gefährlich zu werden. Nach 15 Minuten gab es dann den ersten Wechsel für Mohammed kam Ljubijankic ins Spiel. Eine Minute später hat Matthias Krauß die hundertprozentige auf den Fuß, allein verfolgt von zwei Abwehrspielern läuft er auf das Tor zu, doch Hauensteins Torwart Ronny Fahr bleibt stehen und kann den versuchten Schuß durch die Hosenträger abwehren. Jetzt fing Hauenstein auf einmal an nervös zu werden, das Publikum wurde unruhig und nur eine Minute später bekommt Ljubijankic die Möglichkeit zu einem Heber, allerdings aus einer schwierigen Position so das er deutlich übers Netz ging. Das Spiel schien jetzt wieder offen doch die zunehmende Hektik auf und neben dem Platz sorgten für viele Nickeligkeiten die einmal mehr den Spielfluss zerstörten. In der 76. Minute gab es dann den nächsten Wechsel für N´Ganvala kam Yacin Hedjilen ins Spiel der kurz drauf auch nochmal ein Schuß aus der Ferne probierte, Hauensteins Torwart machte dabei nicht die sicherste Figur. In der 89.Minute war der Drops dann gelutscht, einen strammen Distanzschuß konnte Wiener noch abwehren aber gegen den Nachschuß von Diehl war er machtlos.

Fazit: Hauenstein wirkte aufgrund der nur punktuellen Verstärkungen eingespielter und kombinationssicherer, auf der anderen Seite hätte ich sehen wollen was passiert wenn Krauß das Ding zum 1:1 macht. Eine Niederlage die man im Vorfeld schon als Möglichkeit in Betracht ziehen musste, von daher Mund abputzen und weiter…

Ein Blick auf den Kader…

Nach der Verpflichtung von Mohammed dürfte wohl der Abgang von Kaban beschlossen sein, wenn man bei der Devise bleibt Neuzugänge nur bei gleichzeitigen Abgängen. Somit bekommt die Offensive eine Variable mehr. Ob damit jetzt endgültig alle Transferaktivitäten erledigt sind wird man sehen, zumindest defensiv könnte ich mir vorstellen gibt es noch Handlungsbedarf. Entscheidend dabei dürfte wohl sein was aus Arthur Mezler wird…

Mit neun Neuzugängen hat Borussia in der aktuellen Transferperiode vergleichsweise zurückhaltend agiert. Letztes Jahr war man am Ende bei 12 Zugängen (zwei Eigengewächse, plus 10 weitere im Winter). Und von den neun Neuen dieses Jahres kommen mit Persch und Marino zwei aus der eigenen Jugend und mit Onur Dede ein weiterer Spieler dazu der eigentlich jeden Sommer auf der Matte steht. Somit kann man im Gegensatz zum Vorjahr nicht wirklich von einem Kaderumbruch sprechen, dafür von einer Kaderreduzierung. Mit Karaoglan, Forkel, Kizmaz, Krauß und Mohammed kommt jedenfalls eine interessante Mischung aus viel Klasse und Potenzial dazu. Weiterlesen