Classico der Neuzeit, 2 Jubiläen und ein verdammter Sieg…

Wenn am Samstag Borussia Neunkirchen gegen den SC Hauenstein spielt, dann spielt sich da auch eine ganz eigene Geschichte der Oberliga Südwest ab. Man könnte diese Partie auch als Classico der Neuzeit bezeichnen, denn beide Mannschaften sind die dienstältesten der Oberliga Südwest, seit Einführung der drei Punkte Regel Mitte der Neunziger. Doch während in den vergangenen Jahrzehnten die Rollenverteilung ziemlich eindeutig zugunsten der Schwarz-Weissen ausfiel, haben die Pfälzer in den vergangenen Jahren die Nase vorn.

Stadionprogramm

Stadionprogramm

Noch Mitte der Achtziger spielten die Pfälzer in der B-Klasse, über die A-Klasse, Bezirksliga und Verbandsliga konnte man 1990 erstmals in die Oberliga Südwest aufsteigen. Traditionell sind Spiele zwischen diesen beiden Mannschaften hart umkämpft und gehen nicht selten eng aus. So verwundert es nicht das die allerste Partie 1990 als „Regenschlacht“ in Erinnerung, erst in den letzten 20 Minuten entschieden wurde. Die Elf von Trainer Horst Brand siegte mit 3:1. Das erste Heimspiel am 24.März 1991 gewann man mit Jay-Jay Okocha und Tabellenführung mit 2:1. Am Ende der Saison spielte die Borussia in der Relegation und Hauenstein stieg ab. Am Samstag will es die Geschichte nach fast 25 Jahren noch einmal wissen, doch haben sich die Vorzeichen mittlerweile geändert, während diesmal die Gäste aus dem Wasgau noch von der Relegation träumen, hofft man im Ellenfeld irgendwie dem Abstieg noch einmal entrinnen zu können.

2:1 Siegtor durch Gerald (Gerry) Klein 1991

2:1 Siegtor durch Gerald (Gerry) Klein 1991

Insgesamt verzeichnet die Historie bisher 39 Begegnungen, am Samstag wird es also die 40. Partie und das 20.Heimspiel der Borussia gegen den SC Hauenstein geben. 2 Jubiläen die man sicherlich gerne gut in Erinnerung behalten möchte, zumal die Statistik mit nur drei Heimniederlagen durchaus Mut machen kann. Allerdings heißt es diesmal siegen oder fliegen…

Alle Meisterschaftsspiele gegen den SC Hauenstein

Heim Auswärts Liga

  • 1990/91  3:1  1:3  Oberliga Südwest
  • 1993/94  1:0  0:0  Oberliga Südwest
  • 1994/95  1:1  0:0  Regionalliga West/Südwest
  • 1995/96  1:2  3:0  Regionalliga West/Südwest
  • 1997/98  3:2  2:1  Oberliga Südwest
  • 1998/99  2:1  1:0  Oberliga Südwest
  • 1999/00  1:1  0:2  Oberliga Südwest
  • 2000/01  2:0  1:0  Oberliga Südwest
  • 2001/02  3:0  0:0  Oberliga Südwest
  • 2003/04  0:3  0:0  Oberliga Südwest
  • 2004/05  2:1  1:1  Oberliga Südwest
  • 2005/06  2:1  3:2  Oberliga Südwest
  • 2006/07  2:0  3:2  Oberliga Südwest
  • 2007/08  2:1  1:0  Oberliga Südwest
  • 2008/09  2:1  2:3   Oberliga Südwest
  • 2009/10  0:0  0:3  Oberliga Südwest
  • 2010/11  1:1  3:0  Oberliga Südwest
  • 2011/12  1:4  1:3  Oberliga Südwest
  • 2012/13  2:1  0:0  Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
  • 2013/14         0:0  Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

Gesamtbilanz
39 Spiele, 17 Siege, 11 Remis, 11 Niederlagen

Auswärtsbilanz:
SC Hauenstein – Borussia Neunkirchen
20 Spiele, 5 Siege, 7 Remis , 8 Niederlagen

Heimbilanz:
Borussia Neunkirchen – SC Hauenstein
19 Spiele , 12Siege, 4 Remis, 3 Niederlage

El clásico del suroeste…der Klassiker aus dem Südwesten

Wenn am Samstag Borussia Neunkirchen auf den FK Pirmasens trifft, dann werden sich besonders die älteren Zuschauer an die besseren Tage dieses Südwestklassikers zurück erinnern. Damals wie heute ging es zwischen diesen Mannschaften zumeist um Aufstieg oder Meisterschaft.

Dabei könnte es am Samstag mal wieder das vorerst letzte Aufeinandertreffen sein, dass es das allerletzte wird kann man bei einem Blick auf die Historie fast sicher ausschließen. Immerhin gab es die erste Partie vor fast 100 Jahren zu Zeiten des deutschen Kaiserreichs und inmitten des 1.Weltkriegs. Kaum ein anderes Traditionsduell im Südwesten hat eine solch lange und immer wiederkehrende Geschichte. Was wohl auch darin begründet liegt das beide Clubs mehr eint als sie wirklich trennt. Während Borussia Anfang der Zwanziger das erste Mal überregionale Schlagzeilen lieferte u.a. mit dem Gewinn des süddeutschen Pokals, beeindruckten die Westpfälzer besonders Anfang bis Mitte der 30iger Jahre mit regelmäßigen Qualifikationen zur süddeutschen Meisterschaftsendrunde.

Fritz Walter in seinem 13 Tore Spiel

Fritz Walter in seinem 13 Tore Spiel

Auch während des dritten Reichs blieb die FKP Mannschaft eine der besten in der Gauliga Südwest, doch während Borussia in jenen Jahren immer erstklassig blieb, zog sich der FKP 1942 nach einer 26:0 Klatsche gegen den FCK  (Fritz Walter machte 13 Tore) vom Spielbetrieb zurück. Der kriegsbedingte Verlust zahlreicher Spieler war nicht mehr aufzufangen. Unvergessen allerdings sind die Oberliga Jahre ab Mitte der Fünfziger als beide Teams regelmässig im Meisterschaftskampf mitsprachen. Sowohl für den FKP als auch für die Borussia waren es die großen Jahre, kaum eine Meisterschaft wo nicht beide Teams ein gewaltiges Wörtchen mitsprachen.

  • 1958 holte sich der FKP die Meisterschaft mit einem Punkt Vorsprung vor dem FCK und der Borussia. Am drittletzten Spieltag verpassten die Schwarz-Weissen den Big Point als man das unentschieden der Pirmasenser zu Hause gegen Trier nicht nutzen konnte und selbst in Ludwigshafen mit 2:1 verlor.
  • 1959 verteidigten die Blau-Weissen ihren Meistertitel, Borussia wurde mit 4 Punkten Rückstand Vizemeister.
  • 1960 schaffte es der FKP seinen Titel zum zweiten Mal in Folge zu verteidigen, wieder war die Borussia zweiter Sieger.
  • 1961 wieder ein Herzschlagfinale. Der FCS holt dank einer besseren Tordifferenz von zwei Törchen die Meisterschaft vor der Borussia, Pirmasens mit einem Punkt weniger muß nun zuschauen wie die beiden saarländischen Mannschaften um die deutsche Meisterschaft mitspielen dürfen.
  • 1962 holt sich die Borussia zum ersten und einzigen Mal den Titel als Oberligameister, der FKP wird Vizemeister.
  • 1963 wird die Borussia hinter dem FCK Vizemeister, zwar punktgleich aber trotz schlechterer Quote landet Pirmasens nur auf Platz drei.

In der ewigen Tabelle der „alten“ Oberliga Südwest rangiert Pirmasens auf Platz zwei hinter dem einstigen Pfälzer Rivalen aus Kaiserslautern. Mit Heinz Kubisch stellte man in jenen Jahren sogar einen Nationalspieler, Kubsch gehörte auch der 54er Weltmeisterelf an, war zweiter Torwart hinter Toni Turek.

weiter unten nochmals in groß

weiter unten nochmals in groß

Wie für die Borussia blieb auch für den FKP die Tür zur Bundesliga geschlossen, nur der Meistertitel 1963 hätte die Schuhstädter in die Bundesliga bringen können. Dann wäre der ewige Rivale FCK heute kein Gründungsmitglied der Bundesliga und wer weiß wie sich der Fußball in der Pfalz entwickelt hätte. Somit ging es für beide Clubs in der neuen zweitklassigen Regionalliga weiter. Auch hier bleiben sich die Rivalen treu und machen die Meisterschaft diesmal mit Wormatia Worms unter sich aus. Entscheidend dabei der viertletzte Spieltag als Borussia Neunkirchen den Tabellenführer Wormatia Worms vor 12.500 Zuschauern mit 1:0 zu Hause besiegt und sich damit selbst die Tabellenführung sichert, da auch Pirmasens überraschend bei den Sportfreunden Saarbrücken (zwei Tore durch Hennes Löhr) mit 1:4 Toren am 35. Spieltag verliert. Die folgenden drei Spiele sollte sich keines der beteiligten Teams mehr einen Ausrutscher leisten. Borussia wird mit einem Punkt Vorspung vor Pirmasens Meister. Kurios: Bei den Schuhstädtern spielte in jener Saison Horst Nußbaum, später als Produzent unter dem Künstlernamen Jack White bekannt…Während die Borussia die Qualifikationsrunde zur Bundesliga meistert, scheitert Pirmasens.

Nach der Bundesligazeit der Borussia bleiben beide Vereine auf Augenhöhe, auch der FKP scheitert mehrmals am Versuch in die Bundesliga aufzusteigen, trotzdem führen sie bis heute die „ewige Tabelle“ der Regionalliga Südwest an. Im Gleichschritt qualifizierte man sich 1974 auch für die neueingeführte 2.Bundesliga, doch während die Borussia insgesamt auf 2 Jahre 2.Bundesliga zurückschaut, sind es in der Pfalz 4 spannende Jahre. Im ersten Jahr qualifizierte man sich für die Aufstiegsrunde, im zweiten Jahr musste man schon bis kurz vor Schluß um den Ligaerhalt kämpfen.

er war die Seele des Vereins

er war die Seele des Vereins

Im dritten Jahr blieb man nur dank des Rückzugs des SV Röchling in der 2.Liga, im vierten stieg man mit dem Negtivrekord von 6:70 Punkten aus der 2.Liga ab. Es sollte die letzte Profisaison sein die der Horeb sah. Seit 1978 gehört der FK Pirmasens fast ununterbrochen zum harten Kern der Oberliga Südwest, bis 1992 etablierte sich der FKP als „graue Maus“. Danach folgte ein Absturz bis in die Landesliga, erst 1997 kehrte man in die Oberliga zurück. Später folgten noch 2 Jahre Regionalliga um seitdem wieder fester Bestandteil der Oberliga zu sein.

der Horeb

der Horeb

Beide Vereine eint nicht nur der stetige Absturz, sondern eben auch der Verlust einstiger Gönner. War es in Neunkirchen das Eisenwerk und die Brauerei, so war es in Pirmasens das Ende des Schuhmacherhandwerks. Seit Jahren träumen nun beide Vereine wieder von der Rückkehr in die Regionalliga und wie einst in alten Oberligazeiten könnten auch diesmal am Saisonende beide Vereine wieder ganz oben in der Tabelle stehen.


Alle Meisterschaftsspiele zwischen Borussia Neunkirchen und dem FK Pirmasens: (soweit sie zu recherchieren waren)

Heim      Auswärts      Liga

Davor ?

  • 1917/18  ? ?  Westkreis Gau Pfalz Bezirk 1 (West) Frühjahrsrunde (1. Liga)
  • 1919/20  ? ?  Rheinkreis Bezirk 3 (Saar)

Keine Spiele bis 1926/27

  • 1927/28  2:0  5:2  Bezirksliga Rhein/Saar Gruppe Saar
  • 1928/29  3:2  1:3  Bezirksliga Rhein/Saar Gruppe Saar
  • 1929/30  4:2* 5:2  Bezirksliga Rhein/Saar Gruppe Saar  *Spiel in NK beim Stande von 0:0 witterungsbedingt abgebrochen, 2 Wochen später wiederholt
  • 1930/31  2:3  ?  Bezirksliga Rhein/Saar Gruppe Saar  *Spiel in PS am 12.10.1930 ausgefallen, Nachholspiel Ende Dezember liegt nicht vor. ;(
  • 1931/32  1:1  2:0  Bezirksliga Rhein/Saar Gruppe Saar
  • 1932/33  0:1  2:1  Bezirksliga Rhein/Saar Gruppe Saar
  • 1933/34  4:4  6:0  Gauliga Südwest
  • 1934/35  1:5  3:2  Gauliga Südwest
  • 1935/36  2:2  2:3  Gauliga Südwest
  • 1936/37  2:0  2:0  Gauliga Südwest
  • 1937/38  2:0  1:2  Gauliga Südwest
  • 1938/39  5:1  3:4  Gauliga Südwest
  • 1939/40  X:0  1:7  Bereichsklasse Südwest Gruppe Saarpfalz
  • 1940/41  3:3  3:1  Bereichsklasse Südwest Gruppe Saarpfalz
  • 1941/42  —*  2:1  Bereichsklasse Westmark  (Spiele ohne Wertung, FKP zog Ende März 1942 zurück, *Rückspiel am 28.12. in NK – FKP nicht angetreten, weil sie keine Mannschaft zusammen brachten)
  • 1945/46  1:3 1:8  Oberliga Südwest
  • 1947/48  4:0  0:3  Oberliga Südwest
  • 1952/53  1:1  0:1  Oberliga Südwest
  • 1953/54  1:2  2:1  Oberliga Südwest
  • 1954/55  0:1  6:1  Oberliga Südwest
  • 1955/56  1:2  1:0  Oberliga Südwest
  • 1956/57  1:1  2:1  Oberliga Südwest
  • 1957/58  1:0  2:1  Oberliga Südwest
  • 1958/59  1:2  4:2  Oberliga Südwest
  • 1959/60  1:1  ??  Oberliga Südwest
  •  1960/61  3:2  3:3  Oberliga Südwest1960
  •  1961/62  2:2  3:0  Oberliga Südwest
  • 1962/63  3:2  4:2  Oberliga Südwest
  • 1963/64  3:1  2:0 Regionalliga Südwest
  • 1966/67  2:1  3:2  Regionalliga Südwest
  • 1968/69  0:0  4:0  Regionalliga Südwest
  • 1969/70  2:2  4:0  Regionalliga Südwest
  • 1970/71  2:0  2:1  Regionalliga Südwest
  • 1971/72  4:0  3:1  Regionalliga Südwest
  • 1972/73  0:2  2:3  Regionalliga Südwest
  • 1973/74  4:1  2:0  Regionalliga Südwest
  • 1974/75  3:0  5:3  2.Bundesliga Süd
  • 1997/98  2:1  2:1  Oberliga Südwest
  • 1998/99  1:1  0:1  Oberliga Südwest
  • 2000/01  3:1  1:3  Oberliga Südwest
  • 2001/02  3:1  0:0  Oberliga Südwest
  • 2003/04  2:1  2:0  Oberliga Südwest
  • 2004/05  1:1  0:3  Oberliga Südwest
  • 2005/06  0:4  0:0  Oberliga Südwest
  • 2007/08  1:0  3:1  Oberliga Südwest
  • 2008/09  1:1  2:1  Oberliga Südwest
  • 2009/10  1:2  2:0  Oberliga Südwest
  • 2010/11  3:0  1:2  Oberliga Südwest
  • 2011/12  2:2  1:1  Oberliga Südwest
  • 2012/13  0:1  0:2  Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
  • 2013/14  0:0

Alle Daten vor 1945 stammen aus dem Privat Archiv von Ralf Pirmann, das zusammensuchen war eine Arbeit von Stunden. Ich danke dir für deine Unterstützung…

 

Zigaretten Sammelbild Gauliga 1938/39

Zigaretten Sammelbild Gauliga 1938/39

 

 

 

 

 

Eine treue Seele des Vereins…

Ende der Fünfziger entwickelte sich nach und nach die vielleicht beste Borussenmannschaft aller Zeiten, kein Wunder das Helmut Ferrang leuchtende Augen bekommt wenn er von jenen Jahren berichtet. Der gebürtige Bexbacher geht seit 1958 zu den Spielen der Schwarz-Weissen und dürfte eigentlich jedem der regelmässiger Gast im Ellenfeld ist, schon einmal aufgefallen sein. Denn Helmut pflegt nicht nur der erste an Spieltagen zu sein, sondern auch bei Wind und Wetter im Block5 zu stehen. Darauf angesprochen erzählt er, dass er den Tick so früh loszufahren noch aus Bundesligazeiten drinne hat. Damals musste er trotz früher Anfahrt noch in der Nähe des Neunkircher Zoo´s parken, den Rest ging es dann in der Menschenmasse Richtung Stadion. Schon mittags war es eine einzige Wanderung in der ganzen Stadt.

an Spieltagen fuhr eine Bahn hinter der anderen...

an Spieltagen fuhr eine Bahn hinter der anderen…

Auch nach den Spielen ging es noch hoch her, so zogen tausende über die Spieser Höhe zur Einkehr. Ein beliebter Anlaufpunkt damals war eine Kneipe zwischen Spiesen und St.Ingbert, wo ein ältere Dame immer die neusten Serviermädels am Start hatte. Überhaupt kann Helmut eine Menge Geschichten von Fahrten erzählen, so stellte der Verein zur damaligen Zeit regelmässig Fanbusse zur Verfügung. Nach Trier fuhren damals über 200 Leute auf diese Weise mit und selbst für einen Sonntag waren die Fahrten feucht fröhlich. Allerdings dauerten die Touren etwas länger, denn die Autobahn Richtung Trier gab es damals noch gar nicht. Genauso wenig wie eine ausgebaute Bundesstraße Richtung Landau und gerade Spiele in der Pfalz gab es zu Oberligazeiten noch reichlich. Damals wie heute gab es wohl auch schon das Gesetz, dass sich Borussia gerade bei den Kleinen immer besonders schwer tat.

photo.phpMan kann sich das heute wohl nur noch schwer vorstellen zu zweit auf einer Vespa nach Ludwigshafen zu fahren oder mehr oder weniger ohne Landkarte zum Pokalspiel nach Aachen. Doch wenn man hört wie Helmut ins schwärmen gerät wenn er über Erich Leist, Rudi Dörrenbächer oder Elmar May spricht: „und wenn wir den Dörrenbächer nicht verloren hätten, dann wären wir noch heute in der Bundesliga.“  Dann kann man eigentlich nur dankbar sein das es noch Zeitzeugen jener Jahre gibt. Auf das hier und jetzt angespochen merkt man, was nicht verwundern kann, wenn man die besseren Tage erlebt hat. „Heute spielen wir einen sehr guten Fußball, muß man ja sagen und trotzdem kommen nur 350 Zuschauer das kanns nicht sein, das kanns wirklich nicht sein. Wenn es gut lief dann haben sie die Leute immer verscheucht und die Leute haben sich das nicht gefallen gelassen. Das ist ne arme Zeit heute…“. Übrigens ist der Block 5 erst seit dem Umbau des Ellenfelds sein Stammplatz, vorher stand Helmut da wo heute nur noch ein Rasenstück zu sehen ist, auf Höhe Eingang des Ellenfelds.

mögliche Aufsteiger in die Oberliga – Verbandsliga Südwest

Von einer Tradition kann man noch nicht sprechen, aber auch in dieser Winterpause gibt es wieder den Blick auf die möglichen Aufsteiger 2014 in die Oberliga. Wobei es in diesem Jahr eine Neuerung gibt, so werden die Tabellenzweiten der Verbandsliga Südwest, Rheinlandliga und der Saarlandliga einen zusätzlichen Aufsteiger ausspielen. Spannung dürfte somit garantiert sein. Den Anfang macht die Verbandsliga Südwest, die grob beschrieben den östlichen Teil des Landes Rheinland-Pfalz abdeckt. Das geht los im Hunsrück und zieht sich über die Pfalz bis ins Rhein-Nahe Gebiet, insgesamt nehmen 16 Mannschaften am Spielbetrieb teil.

Ein Blick auf den Tabellenzweiten und weitere mögliche Kandidaten zur Aufstiegsrunde wird es in einem extra Beitrag geben…

tsv-schott-mainzSchon vor Rundenbeginn gab es eigentlich für alle Interessierten nur einen Topfavoriten auf die Meisterschaft, den TSV Schott Mainz. Und der größte Breitensportverein des Landes Rheinland-Pfalz wird diesem Anspruch bisher durchaus gerecht. Immerhin hat man in 19 Spielen bisher erst eine Niederlage kassiert, stellt mit 59 Toren den besten Sturm und mit 14 Gegentreffern die beste Abwehr der Liga. Zur Winterpause beträgt der Abstand zum Tabellenzweiten Fortuna Mombach sieben Punkte, bei einem Spiel mehr. Zum dritten Platz hat man sogar schon neun Punkte Vorsprung bei gleicher Spielanzahl. Es darf also durchaus damit gerechnet werden das man in der kommenden Saison einen weiteren Mainzer Verein in der Oberliga Südwest begrüßen darf.

Der TSV Schott Mainz ist ein Vereinsgebilde das durchaus einen Blick mehr verdient. Der Verein selbst bezeichnet sich gerne als größten Breitensportverein und ein Blick auf die zahlreichen Abteilungen von denen es immerhin 25 gibt, legt das auch so dar, immerhin treiben rund 4000 Aktive beim TSV Schott Mainz Sport. Allerdings gibt es einen großen Unterschied zu dem normalen Breitensportverein um die Ecke, der TSV wird nämlich finanziell, konzeptionell, personell und organisatorisch von der Schott AG unterstützt. Das geht soweit das man durchaus die ein oder andere Abteilung auch im Spitzensport/Leistungssport ansiedeln kann. Der vollständigkeithalber sei erwähnt das die Schott AG einer der weltgrößten Produzenten von technischen Gläsern und Glasartikeln ist. Übrigens gibt es im thüringischen Jena einen weiteren Schott Verein.Otto-Schott-Sportzentrum

Im Fußballbereich wurde die Leidenschaft erst in den letzten Jahren geweckt, seit 2011/12 spielen die Herren in der Verbandsliga Südwest, das Ergebniss vier aufeinanderfolgender Aufstiege. Schon im vergangenen Jahr versuchte man einen ernsthaften Versuch in die Oberliga aufzusteigen, scheiterte aber an bärenstarken Waldalgesheimern die sich letztlich mit einer einzigen Saisonniederlage knapp durchsetzen konnten. Im Sommer dann ging man in Mainz offensiv ans Werk, erst wollte man Ex Profi Marco Rose als Trainer verpflichten, als dieser sich aber nach einem Traumangebot von Red Bull doch noch anders entschied, holte man mit Ali Cakici den Co-Trainer des Zweitligisten Ingolstadt für die Seitenlinie. Zusätzlich verpflichtete man mit Preston Zimmermann einen 24jährigen Drittligaspieler aus Darmstadt, der im Laufe seiner kurzen Karriere immerhin 14 3.Liga Tore und 19 Regionalligatore schoß…weiterer bekannte Spieler sind die Ex-Profis Markus Kreuz und Nils Döring. Doch der wer glaubt das nur Namen im Kader der Mainzer zu finden sind der irrt, auch aus der seit Jahren guten Nachwuchsarbeit wurden zahlreiche Spieler in die Mannschaft eingebaut. Ein kurzer Überblick auf die Spielberichte der vergangenen Monate zeigt auf, das die Schott Mannschaft sich letztlich nur selbst um den Aufstieg bringen kann.

Otto-Schott- Sportzentrum

Otto schottDer Name lässt es schon erahnen, hier handelt es sich weniger um ein einzelnes Stadion, sondern um einen ganzen Sportkomplex, bestehend aus diversen Hallen und Plätzen u.a. zwei Leichtahtletiktauglichen Anlagen. Das ganze wurde in den vergangenen Jahren großzügig von der Schott AG saniert und ausgebaut. Der Name geht auf den Firmengründer zurück. Neben den Verbandsligaherren, spielen auch die Damen die in der Regionalliga beheimatet sind auf dem Gelände. Das Fassungsvermögen wird mit 3000 Zuschauern angegeben.

 

 

Kader Special…Sommer 2013/14

MannschaftIn wenigen Tagen steht der Saisonauftakt an. Zeit mal auf die vergangene Transferperiode zurückzuschauen und einen Blick auf den kommenden Kader zu werfen. Was war das wieder für ein Sommer. Erst wird öffentlich das der Vorstand keinen Plan hat, dann das man kein Geld hat. Zwischendurch das der Trainer kein Bock mehr hat und am Ende beweist sich das sich kaum einer zeigt der das zu verantworten hat. Was wurde der Odssett Cup gefordert und gefeiert, nur gesehen hat man die Verantwortlichen nicht, aber auch das ist keine neue Erfahrung in den letzten Wochen und Monaten. Ich würde nach dem Erlebniss Salmrohr keine Garantie abgeben das Dieter Ferner zur Winterpause noch Trainer ist und nein ich kann es ihm nicht mal verübeln…Einmal mehr hat sich der Verein in der Öffentlichkeit bloß gestellt, deutlich gemacht das ihm sportliche Kompetenz abgeht. Nein nicht nur Herr Bach ist für die vielleicht schwächste Borussenmannschaft aller Zeiten verantwortlich, verantwortlich sind auch die, die hinter den Kulissen für die Möglichkeiten eines Herrn Bachs verantwortlich sind. Spätestens nach diesem Sommer sollten endlich mal Konsequenzen gezogen werden, will man wirklich noch ernst genommen werden bei seinen Aussagen.

Tor: Thomas Wiener (27), Sebastien Flauss (23)

Im Tor hat sich nichts getan, zwar war wohl Enver Marina groß im Gespräch, letztlich wird man aber mit der selben Besetzung in die neue Saison gehen. Ob die Hierarchie aber auch die selbe bleibt, ist aktuell wohl eher fraglich. Wiener hat als Nummer eins sicherlich nicht enttäuscht, konnte aber durch die ungewisse Vertragssituation nicht von Anfang an mit der Mannschaft trainieren. Sein Konkurrent Flauss hingegen konnte die ersten Testspiele bestreiten und sich als Rückhalt gegen Saarbrücken auszeichnen. Dennoch würde ich sagen liegen beide Torhüter auf einem Level. Flauss ist der attraktivere Flieger, kann Fußball spielen und überzeugt vorallem durch Reflexe. Wiener hingegen ordnet seine Hintermannschaft lautstark und zeigt mehr seine Torhüterspezifische Ausbildung und gefällt mir in der Spieleröffnung besser.

Rechtsverteidiger: Tim Schwartz (26), Abdul Kizmaz (21), Tim Cullmann (22)

So richtig klar ist die Position noch nicht. Im Testspiel in Klarenthal spielte Schwartz auf rechts, auch beim Odsset Cup in Salmrohr gegen die Hausherren war Schwartz auf rechts im Einsatz. Im zweiten Spiel war Abdul Kizmaz dafür zuständig. Eigentlich muß man sagen das beide nicht die Optimalbesetzung sind. Kizmaz ist offensiv sicherlich besser aufgehoben, obwohl er seine Sache gut gemacht hat gegen Saarbrücken II. Schwartz im zweiten Spiel als Brückenspieler zwischen 6 und 10 wesentlich stärker, wäre eigentlich auch verschenktes Kapital auf hinten rechts. Vorallem aber gäbe es mit Ömeroglu eine zusätzliche Alternative…Tim Cullmann fällt ja leider verletzungsbedingt länger aus

Innenverteidiger: Benjamin Ludwig (24), Alpan Ömeroglu (17),

Beim Odsset Cup durfte Alen Ejupovic im ersten Spiel als rechter Innenverteidiger ran und machte seine Sache recht unspektakulär solide. Im zweiten Spiel durfte Ömeroglu ran, der junge Türke wirkte trotz seiner 17 Jahre schon sehr abgeklärt, zweikampfstark. Ehrlich gesagt ist die Verteidigung im gesamten das kleinste Problem, Alternativen sind da. Als linker Innenverteidiger war Ludwig gesetzt, dürfte auch am Samstag auf dem Platz stehen.

Linksverteidiger: Benny Früh (26), Abdul Kizmaz (21), Tim Cullmann (22)

Benny Früh ist wie Benjamin Ludwig gesetzt. Früh ist defintiv eine Klassetransfer. Defensiv richtig stark, setzt er offensiv Akzente, versucht sich immer wieder als Spieleröffner und marschiert an der Linie. Wird sicherlich schnell zum Liebling im Ellenfeld. Über links kamen sowohl Salmrohr als auch der FCS II zu keiner einzigen Chance. Dazu ist er schon der Kapitän der Mannschaft und tritt auch so auf dem Platz auf. Theoretisch könnte auch Abdul die Position spielen, dürfte aber dann nur bei einem Ausfall passieren. Ebenfalls eine mögliche Alternative wäre Tim Cullmann.

defensives Mittelfeld: Raffaele Marino (20), Tim Schwartz (26), Armend Haliti (24), Mersad Mehmedovic (26)

In Ferners 4-4-2 System kommt besonders den beiden defensiven Sechsern eine wichtige Rolle zu. Denn sowohl im Offensiv als auch im Defensivspiel gibt es eine klare Marschroute. Während im Angriffsspiel einer der beiden sich nach vorne einschaltet und schon fast als Zehner agiert, lässt sich bei Ballbesitz des Gegners einer zusätzlich in die Viererkette fallen. Womit man die Räume deutlich enger macht und den Gegner im Idealfall doppeln kann. Ausserdem haben beide Sechser den Auftrag an der Aussenlinie Überzahl zu schaffen. Bisher immer in defensiver Funktion habe ich Raffaele Marino gesehen. Eigentlich ja nicht seine Wunschposition, aber als junger Spieler wird man kaum Ansprüche stellen können. Ich fand ihn sehr bemüht, aber er tauchte in der Regel etwas unter. Würde zumindest bei mir nicht in der Startaufstellung spielen, mal gespannt wie Herr Ferner mit den vielen Alternativen am Ende entscheidet. Bei mir gesetzt wäre Schwartz, der den offensiven Part neben Marino einnahm. Sehr engagiert wirkte, viel lief und versuchte in die Zweikämpfe zu kommen. Man merkt ihm seine Erfahrung an, trotzdem war nicht zu übersehen das er noch nicht ganz fit ist, seinen Rhytmus noch nicht gefunden hat. Wäre aber auch verwunderlich wenn. Im anderen Spiel des Tages übernahm Armend Haliti die Rolle sehr offensiv, dennoch gab es am Ende der 45 Minuten keine wirkliche Borussenchance zu verzeichnen. Was nicht unbedingt an ihm lag, Salmrohr war halt einfach eine Klasse besser und hätten sie nicht nen Gang runtergeschalten, dann hätte das auch bös ins Auge gehen können. Von daher fällt hier eine Einschätzung schwer, aber auch er kann mit etwas Erfahrung wuchern. Mersad Mehmedovic spielte defensiv gegen Salmrohr, wirkte abgeklärt und machte mit Früh und Ludwig seine Seite dicht. So gesehen würde ich Schwartz zusammen mit Mehmedovic spielen lassen, aber ich bin mir sicher das es nicht so kommen wird :-).Auf jeden Fall kann Dieter Ferner hier aus dem Vollen schöpfen…

Rechtes Mittelfeld: Anthony Weston (19), Yacine Hedjilen (22), Tim Cullmann (22), Abdul Kizmaz (21), Emir Ljubijankic (21)

Hier scheint es aktuell so als würden Hedjilen und Weston diese Position unter sich ausmachen. Wobei die große Zahl der Alternativen daran liegt das eigentlich alle auf beiden Seiten spielen können. Wechsel der Seiten gehört beim Fußball nun mal zum Reportaire. Hedjilen hat mir in Salmrohr überhaupt nicht gefallen, irgendwie fehlte mir da der Zweikampfwille. Weston wirkte da schon etwas agiler und trotz seinem jungen Alters schon recht sicher. Vorallem merkt man das er wirkliche gute Veranlagungen mitbringt. Wäre mein Kandidat für meine Startelf. Grundsätzlich fehlt aber durch die Reihe die Erfahrung. Klar ein Cullmann hat sie, aber er wird erstmal Zeit brauchen. Kizmaz ist immer noch sehr schwankend in seiner Leistung, fand ihn am Wochenende als Stürmer recht blass, als Verteidiger gefiel er mir deutlich besser. Ob er also auf der Seite nochmal so schnell zum Einsatz kommt, mal gespannt. Das er im Team sein wird, dafür spricht schon das er sämtliche Standards trat.

Linkes Mittelfeld : Emir Ljubijankic (21), Yacine Hedjilen (22), Phillip Kuhnen

Definitiv eine Problemzone im Team. Emir Ljubijankic ist schwankend, den Nachweis das er Oberliga kann, konnte er bisher nicht antreten, vorallem die Defensive geht ihm ein bißchen ab. Hedjilen hat mir im Zusammenspiel mit Früh als rechtem Verteidiger eigentlich besser gefallen, aber auch hier fehlt noch der Nachweis, zumal er nicht in Form wirkt. Phillip Kuhnen hab ich noch nicht spielen sehen, von daher keine Wertung.

Zentrales Mittelfeld: Tim Schwartz (26), Raffaele Marino(20), Yacine Hedjilen (22)

Eigentlich relativ uninteressant der Blick, da es die Position aktuell so in der Taktik gar nicht gibt. Tim Schwartz könnte, dürfte aber wohl kaum in den Genuss kommen die Position zu spielen. Dafür dürfte er in der Defensive zu wichtig sein. Raffaele Marino könnte auch in der Position spielen, dürfte aber kaum Chancen haben. Hedjilen ist da glaub ich neben Kizmaz der gefragtere Mann, insgesamt aber auch hier eine Problemzone, aber das gilt wohl zugleich für die gesamte Offensive.

Sturm: Nazif Hajdarovic (28), Anthony Weston (19), Francesco Laino (23)

Zuletzt konnte man deutlich Hinweise sehen das es wohl in Zukunft zwei feste Stürmer gibt. Hajdarovic dürfte unbestreitbar Stammspieler sein, immerhin ist er auch in einer schwächeren Saison für 10-15 Tore gut. Neben ihm aber wirds schon schwierig. Laino gefiel mir bisher gar nicht. Kizmaz wurde in Salmrohr ebenfalls im Sturm eingesetzt, blieb ebenfalls blass. Anthony Weston kam vorzugsweise auf rechts zum Zug, also nicht in der direkten Spitze was dafür spricht das Ferner ihn aktuell nicht dort sieht.

Fazit: Die Defensive wird auch in dieser Saison unbestreitbar der stärkere Mannschaftsteil sein. Sicherlich insgesamt gesehen gehört der Mannschaftsteil in die obere Tabellenhälfte. Die Offensive dagegen mit bloß zwei erfahrenen Spielern aktuell, dürfte das große Problemkind werden. Das der Kader noch immer nicht vollständig ist macht die Aufgabe nicht einfacher. Dieter Ferner hat defensiv sicherlich einige Möglichkeiten, nach vorne aber sind ihm die Hände gebunden. Denn nicht jeder Spieler der in einem Oberligakader steht, hat zwangsläufig das Können dafür. Für die obere Tabellenhälfte müsste schon alles passen und selbst dann müsste wohl zugleich die Konkurrenz mitspielen. Abstiegskampf wie von einigen vorausgesehen ist sicherlich möglich, gerade bei dem Auftaktprogramm kann man sich im Herbst schnell in bösen Schwierigkeiten wiederfinden. Dennoch hoffe ich das man dank der Abwehr gegen Mannschaften wie Roßbach, Waldalgesheim oder Pfeddersheim mithalten kann.

Eins ist aber auch Fakt, die Mannschaft kann ganz sicher nichts für diese Situation und genau deshalb sollte auftretender Frust nicht an jener ausgelassen werden. Was die Mannschaft braucht ist den Rückhalt und die Unterstützung der Zuschauer und Fans gerade dann wenn es schwierig wird. Und das es bei einer solch unerfahrenen und jungen Mannschaft schwierig wird, steht wohl außer Frage.

von alten Bekannten und neuen Gesichtern Teil III – FC Hertha Wiesbach

FC_Hertha_Wiesbach_LogoHertha Wiesbach wird der dritte Verein aus dem Landkreis Neunkirchen in der Oberliga sein. Wiesbach ist ein Ortsteil und Gemeindebezirk der Gemeinde Eppelborn im Landkreis Neunkirchen. Bis Ende 1973 war Wiesbach eine eigenständige Gemeinde. Wiesbach wurde erstmals im Jahre 1201 urkundlich erwähnt. Die Geschichtsforschung erklärt die Wortbestandteile damit, dass der Ort seinen Namen von dem zuerst vorhandenen Bach, der durch die Wiesen floss, erhalten hat. Der Wiesbach entspringt im Hahnwald und mündet in Eppelborn in die Ill.

die Geschichte des FC Hertha Wiesbach

Die Geschichte des Wiesbacher Fussballs beginnt im August 1908. Im Wiesbacher Ortsteil Mangelshausen gründete man den Fussballverein Spiel und Sportclub Hertha Mangelshausen. Großes Vorbild bei der Namensgebung Hertha, war der – am 25. Juli 1892 in der deutschen Hauptstadt gegründete –  Berliner Fußballclub Hertha. Mitte der 20er Jahre wurde der SSK Hertha Mangelhausen in FC Hertha Wiesbach umbenannt. Seit 1959 ist das heutige Wallenborn Stadion die Heimat des Vereins. Den ersten Meistertitel konnte die erste Mannschaft des FC Hertha Wiesbach erst im 84-zigsten Jahr der Vereinsgeschichte erringen. Der Verein wurde in der Saison 1991 / 1992 Meister der Kreisliga A Ill-Theel und stieg in die Bezirksliga Nord auf. Im Jahr 2000 errang man auch hier den Titel und sicherte sich die Teilnahme in der Landesliga Nordost. Nach nur 4 Jahren stieg man im Jahre 2004 als Meister der Landesliga Nordost in die Verbandsliga Saar auf. Somit war der Aufstieg in die höchste saarländische Amateurklasse besiegelt. Mit der Oberliga Südwest leitet man nun ein weiteres neues Kapitel in der Vereinsgeschichte ein.

  • übrigens seit 1993 hatte man nur zwei Trainer Helmut Berg und Oliver Braue.
  • Kuriosum am Rande: noch nie stieg eine Aktivenmannschaft in der Geschichte der Hertha ab.
Blick aufs Spielfeld

Blick aufs Spielfeld

der Aufsteiger FC Hertha Wiesbach

dürfte wohl der stärkste Aufsteiger sein. Neben dem Aufstieg feierte man auch den Gewinn des saarländischen Hallencups und zog ins Saarlandpokalfinale ein. Die Hertha stand in der vergangenen Saison für attraktiven Offensivfussball im 4-2-3-1 System. Daran wird vermutlich auch die neue Liga nichts ändern, denn Trainer Helmut Berg steht für „grundoffensiven Fussball“. 30 Tore mehr als die Konkurrenz belegen eindeutig die Offensivstärke der Mannschaft, was auch dadurch belegt wird das allein vier Spieler zweistellig trafen. Mit 23 Toren war der ehemalige Neunkircher Angelo da Col der treffsicherste. Doch die Offense gewinnt Spiele, die Defense Meisterschaften und so kann man auch auf die zweitstärkste Abwehr der Liga verweisen. Die Mannschaft wird größtenteils zusammenbleiben und wurde noch deutlich verstärkt. So kommt mit Björn Recktenwald vom FC Homburg ein Stürmer der beim FCS und der TSG Hoffenheim das Fussball spielen erlernte. Mit Matthias Krauß hat man ebenfalls den Torschützenkönig der Saarlandliga vom vorletzten Jahr verpflichtet. Mit Jan Stutz und Carsten Mann gestandene Spieler die schon Oberliga und Regionalligaluft geschnuppert haben. Zwar wurde erwartungsgemäß das Ziel Klassenerhalt ausgerufen, aber es wäre schon sehr verwunderlich wenn man wirklich nur gegen den Abstieg spielen würde.

die Spielstätte

Blick auf die Tribüne während des Bau´s

Blick auf die Tribüne während des Bau´s

Das heimische Wallenborn-Stadion (neuerdings pro-win Arena) fasst 2000 Zuschauer. Highlight ist sicherlich die 200 Mann fassende Tribüne in Vereinsfarben mit Schriftzug. Ansonsten bleibts ein idyllischer Sportplatz mit Rasenhügeln und einem Sanitärtrakt in dem auch die Stadionkneipe untergebracht ist, vom dortigen Balkon hat man ebenfalls eine gute Sicht aufs Feld. Der Zuschauerschnitt dürfte auch in der kommenden Saison locker die 500 Zuschauer überschreiten. Zuletzt war der hauseigene Kunstrasenplatz eine Festung, in 17 Ligaspielen gab es lediglich 1 Niederlage und ein 1 Unentschieden.

Update Winterpause…

Eigentlich wollt ich mich ja erst wieder mit was ausführlichem aus den Feiertagen zurückmelden, aber es herrscht auch aktuell noch Winterpause in Sachen Nachrichten. Wenn gleich man davon ausgehen kann das hinter den Kulissen des Ellenfelds schon wieder Betriebsamkeit eingezogen ist. Zu richtungsweisend werden die nächsten Wochen, gefragt sind richtige Entscheidungen in Personalfragen und damit einhergehend auch die Frage wie man sportlich die Zukunft plant. Eigentlich schon gelöst war die Aufgabe einen Nachfolger für Volker Hertel zu finden. Sighard Groß sollte die zweite Mannschaft zum Klassenerhalt in der Verbandsliga führen, bekanntlich wird er aus gesundheitlichen Gründen nun doch nicht zur Verfügung stehen. Womit man jetzt vor einem Problem steht, gesucht wird ein Mann der den Abstiegskampf und die Verbandsliga kennt und bereit ist in der mehr als schwierigen Situation zu helfen. Weiterlesen