ein Blick auf das Ostderby Nr.3

Seit heute nun gibt es die dritte Ausgabe vom „Ostderby“ – dem Fußballmagazin des Ostens. Seit der Erstausgabe die im Februar erschien, hat sich das Heft gemausert. Es ist nicht nur optisch aufgehübscht wurden, sondern auch inhaltlich hat man sich breiter aufgestellt. Vorallem die Auswahl an Beiträgen ist bunter gemischt wurden.

Ein Highlight in bisher allen Ausgaben war der Einschlag aus „Nahost“ und auch diesmal ist der Beitrag von Yuval Rubovitch extrem lesenswert. Rubovitch setzt sich in seinem Text mit der Sicht der Israelis auf den deutschen Fußball auseinander und erklärt den Wandel, der in den letzten 20 Jahren stattgefunden hat. TitelAusgabe31Nicht weniger interessant die Diskussion zwischen dem „Chemieblogger“ und dem „rotebrausseblogger“ um den Leipziger Fußball. Sachlich und argumentativ geführt, dennoch mit dem nötigen Schuß Herzblut, weit weg von den üblichen „Klischees“ und Totschlagargumenten. Wer den Leipziger Fußball und den Erfolg des Projekts RB verstehen will, kommt an dieser Diskussion nicht vorbei.

Auch ein interessanter Artikel ist Christoph Wagner gelungen, der nach der Historie des DDR Fußballs fragt und sich wundert das es so wenige wirkliche Historienbücher über DDR-Clubs gibt. Seine Bestandsaufnahme bisher erschienener Bücher zeigt auf jeden Fall das da noch reichlich Nachholebedarf besteht. Dafür stellt Fedor Freytag das Buch „Stadiopartisanen – nachgeladen“ vor.

Ebenfalls sehr interessant das Interview mit Bernd Schröter, dem Querkopf von Turbine Potsdam. Er scheint ein bißchen aus der Zeit gefallen, aber Konsequenz ist wohl sein zweiter Vorname. Er feierte als Trainer der Damen vor und nach der Wende große Erfolge und hielt den Klub auch in schweren Zeiten am Leben. Aus all jenen Epochen erzählt er ein wenig mehr und wirkt wie ein Überbleibsel aus einer anderen Zeit, aber doch irgendwie auf sehr nachvollziehbare Art und Weise. Ein streitbarer Typ, der den Fußball liebt, aber nicht als das wichtigste überhaupt begreift. Ein Interview das den Namen auch verdient…Sehr schöne Bilder liefert auch der Blick nach Tschechien, wo man die Hauptstadtclubs aus Prag vorstellt und nebenbei auch noch das größte Stadion der Welt mit einem Artikel würdigt. Dynamos große Zeit der 70iger wird beleuchtet, die wohl der Anfang dieses Kultclubs waren, aber auch aktuell geht es zu im Ostderby. Der CFC wird durch die dritte Liga begleitet, beim FCM wirft man einen Blick auf die Fanfreundschaften und hält ein Plädoyer für mehr Supporter Mut im allgemeinen. Einzigster Kritikpunkt meinerseits ist die Bilderstory mit „Ronny Ostendorf“ die doch eher langweilig rüberkommt.

Das Ostderby Nummer drei überzeugt durch eine Menge Vielfalt und Tiefe, was vermutlich auch an dem Erscheinungsrythmus liegt. Das Heft erscheint vierteljährlich und bietet somit genug Zeit für die Schreiber tiefer einzusteigen in die Materie. Ebenfalls ein Pluspunkt ist, dass man sich nicht mit dem Mainstream befasst, sondern wirklich eigene Schwerpunkte setzt. Vermutlich keine Gazette für jedermann und genau deshalb absolut empfehlenswert. Tut es euch wirklich mal an und investiert die 3 Euro hier

Das Auf und Ab der ehemaligen Oberligisten

zum bestellen anklicken

zum bestellen anklicken

Das Ostderby Magazin mit eigener Radioshow hat sich dem Ostfussball verschrieben. Um´s mit Wowereit zu sagen, „und das ist gut so“…keine Ostalgie, sondern ostdeutsche Fussballgeschichte von gestern und heute!

17. Mai 1991. Der letzte Spieltag die NOFV-Oberliga, Nachfolgerin der DDR-Oberliga, ist Geschichte. Für viele Vereine markiert dieses Datum auch den letzten Auftritt in der obersten Spielklasse. Nur der Meister und der Tabellenzweite schaffen den Sprung in die 1. Bundesliga. 5 weitere Teams qualifizieren sich für die zweigleisige 2. Bundesliga und die sieben verbliebenen Teams müssen den Gang in die Drittklassigkeit antreten.

Für viele Vereine war die politische Wende in Deutschland auch eine sportliche. Einige Mannschaften behaupteten sich im Profifußball, andere verschwanden in den Niederungen des Amateurfußballs. weiterlesen

ausgesuchte Blogs der Autoren:

 

OstDerby – Magazin für den Fussballosten

Magazine oder Fussballzeitschriften die sich explizit um ostdeutschen Fussball kümmern, sucht man seit Jahrzehnten vergebens. Seit Februar nun versuchen die Herausgeber von „OstDerby“ diese Lücke zu schließen. Dabei setzt man auf neue Wege, so erscheint das Heft nicht in gedruckter Form im Kiosk und Bahnhofshandel, sondern kann bequem aber ungewohnt per pdf-Datei gegen 3 Euro heruntergeladen werden.OstDerby Cover

Das man thematisch viel aus dem Thema „Ostfussball“ herausholen kann, zeigt schon die Debütausgabe die sich z.B. mit dem Olympiasieg der DDR-Nationalmannschaft 1976 in Montreal befasst oder die Ausführungen über eine Diskussionsrunde des mdr zum Thema Entwicklung des Ostfussballs. Natürlich spielt auch der Vereinsfussball eine entscheidende Rolle so kann man sich nochmal die Wendejahre des FC Energie in Erinnerung rufen oder die große DFB Pokalrunde des 1.FC Magdeburg als man den FC Bayern aus dem Pokal schoß oder weniger nostalgisch warum RB auch in diesem Jahr nicht aufsteigen wird. Aber auch Seitenblicke anderer Art hat man zu bieten, z.B ein ausführliches und lesenswertes Interview mit dem Nachwuchschef des RWE oder warum ausgerechnet ein Cafe am Stadtrand zum Treffpunkt für Erfurter Spieler wurde. Weiterlesen

„OstDerby“

Schau an, schau an, es tut sich was im Fußballosten. Während überall vom großen Zeitungssterben berichtet wird, geht man im Osten der Republik neue Wege. Ab Februar erscheint mit „OstDerby“ ein neues Magazin, dass sich wie der Name schon verrät mit dem Fußball des Ostens beschäftigen wird.

In diesem Magazin dreht sich alles um Fußballkultur, d.h. ostdeutsche und osteuropäische Fußballgeschichte, um Fußballsoziologie, um Hintergrundberichte, um mittel- und langfristige Entwicklungen im Ostfußball, um Pro-Contra-Debatten zum Ostfußball und um ausführliche Interviews mit Protagonisten zu fußballkulturellen Themen. Daneben wird es großformatige Bilder zum Ostfußball geben.

Das ganze erscheint als eMagazine, viermal jährlich und kann entsprechend als pdf. Datei erworben werden. Kostenpunkt soll 3 Euro sein. Einen ersten Einblick kann man sich auf der Homepage holen, wo es schon erste Leseproben und einige Infos zu den Autoren gibt. So werden z.B. auch einige Blogger mit am Start sein…z.B. rotebrauseblogger, Stellungsfehler oder Ballsalat (alle Blogs unter den Links zu finden)